Leseprobe 2/5: „Praktische Kapitalismuskritik“

Wie kannst Du Dich vom Kapitalismus freimachen, wenn Du doch in ihm lebst? Die Frage haben wir uns alle schon gestellt, sofern wir im Herzen noch sozialistisch ticken und dem kapitalistischen System nicht komplett verfallen sind.

Viele Mitglieder der nationalen Bewegung haben zudem unter dem System zu leiden. Sie verlieren ihre Arbeit und beziehen Hartz 4. Sie haben studiert und finden danach keine Arbeitsstelle. Was passiert dann in so einer Situation? Wer kommt schon mit 400 Euro im Monat aus? Niemand will wie ein Hund leben, jeden Tag Fertiggerichte essen müssen oder wie der letzte Lump gekleidet auf die Straße gehen. In so einer Situation helfen Dir entweder Deine Eltern oder Deine Freunde – oder Du hilfst Dir selbst!

Man kann viel vom Antikapitalismus reden, aber man kann Antikapitalismus auch einfach machen! Wir haben einige Möglichkeiten zusammengestellt, wie praktische Kapitalismuskritik im Alltag aussehen kann.

Containern

In Deutschland werden jedes Jahr 18 Mio. Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Das sind ideale Voraussetzungen für uns! Beim Supermarkt kann man sich super bedienen. Abends nach Feierabend, wenn die Lichter aus sind und die Türen geschlossen, findet man Dinge, die man sich selbst noch nie gekauft hat. Die Rede ist vom „Containern“. Was dazu benötigt wird? Mehrere Jutebeutel oder ein Rucksack für die Beute, Handschuhe und im Idealfall eine Kopflampe, damit man die Hände frei hat zum Suchen und Einpacken beziehungsweise zum Deckel aufhalten. Wir haben rumgefragt und so einige Bilder zugesendet bekommen. Die Kameraden berichteten uns von Funden im Wert von 200 Euro Warenwert bei „einer Runde Containern“.

Die Märkte schmeißen zum Beispiel die Kartoffeln weg, wenn sie neue geliefert bekommen. Wenn es nur noch sieben Säcke der alten Sorte im Regal sind, dann müssen sie den neuen 50 Säcken weichen und landen kurzum im Müll. Bei Wurst und Käse ist es so, dass die Märkte die Packungen, die nur noch zwei oder drei Tage haltbar sind, wegschmeißen. Denn der normale Kunde kauft lieber die neueren Packungen, die noch zehn Tage haltbar sind. Bei Tomaten, Orangen oder Paprika muss nur eine nicht mehr schön aussehen und schon fliegt die ganze Packung in den Müll. Ebenso verhält sich das mit Eiern. Ist eins von zehn Stück kaputt, fliegen kurzerhand alle zehn Eier in die Tonne. Wir haben mit Personen gesprochen, die nichts mehr einkaufen gehen außer Getränken, denn die findet man eher selten bei dieser „Einkaufsmethode“.

Ebay Kleinanzeigen und Kleiderkreisel

Wozu neue Sachen kaufen? Vieles bekommt ihr so gut wie neu in unterschiedlichen Internetportalen wie etwa bei Ebay oder beim Kleiderkreisel. Es ist im Prinzip eine Schande, sich laufend neu einzukleiden, obwohl es top Kleidung im Netz gibt und man so weder Kinderarbeit noch den Kapitalismus unterstützt. Viele große Firmen wie Primark, H&M oder Nike lassen in Asien produzieren, wo sehr oft Kinder nähen. Um oben genannte Firmen gab es in diesem Zusammenhang schon zuhauf Berichte.

Man kann zu dem Thema sicher geteilter Meinung sein. Dieser Artikel soll zumindest zum Nachdenken anregen. Gebraucht kaufen ist definitiv eine Alternative. Ihr könnt so meistens 2/3 des Ursprungspreises sparen. Und das auch bei bekannten Marken wie New Balance, Doc Martens, Nike oder Polos von Fred Perry. Auch die teure North Face-Jacke findet ihr für über 50 % günstiger gebraucht im Netz. Wer neue Sachen als Statussymbol nötig hat, ist längst Teil des Systems geworden. Und einmal waschen tut es auch…

Den vollständigen Artikel gibt es in der Ausgabe 1 der N.S. Heute – Erscheint voraussichtlich Mitte März 2017!

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