Ausgabe 2, Leseprobe 1/3: Wo Schnitzel für Skandale sorgen – Zu Besuch im Goldenen Löwen

Ausgabe Nr. 2 der N.S. Heute erscheint Mitte Mai, hier eine erste Leseprobe!

Kloster Veßra: 343 Einwohner, ein Freilichtmuseum, ein paar mittelständische Betriebe, ein aus sechs Feuerwehrleuten bestehender Gemeinderat und ein Gasthaus. Kaum ein Kamerad hätte jemals von diesem Dorf Notiz genommen, wenn der Wirt des Goldenen Löwen nicht Tommy Frenck hieße. N.S. Heute zu Besuch in einem Gasthaus der ganz besonderen Art.

Wir haben schon viel gehört und gelesen über den Goldenen Löwen, das berüchtigte Gasthaus im 300-Einwohner-Kaff Kloster Veßra, Landkreis Hildburghausen, Südthüringen. Hier, wo Tommy Frenck mit seinem kleinen Restaurant ein ganzes Dorf in Verlegenheit bringt – so behauptet es zumindest der Staatsrundfunk. Höchste Zeit, sich ein eigenes Bild zu machen. Zu viert machen wir uns an einem sonnigen Vorfrühlings-Samstag auf den Weg hinaus aus dem grauen, zugebauten Ruhrpott und hinein in den Thüringer Wald.

Wenn wir schonmal in der Nähe sind: Wartburg und Burschenschaftsdenkmal

Bevor wir uns den Weg in den fränkisch geprägten Teil Südthüringens bahnen, machen wir einen Abstecher zur Wartburg über der Stadt Eisenach. Es gibt kaum ein Bauwerk, das derart mit der deutschen Geschichte verbunden ist wie diese Burg: Hier fand der Legende nach im Mittelalter der sagenumwobene „Sängerkrieg“ statt, der Reformator Martin Luther übersetzte unter dem Decknamen „Junker Jörg“ das Neue Testament der Bibel ins Deutsche, an diesem Platz forschte Johann Wolfgang von Goethe und hier fand 1817 das von der Jenaer Urburschenschaft organisierte Wartburgfest für die Einheit des deutschen Volkes statt.

Kurze Anekdote am Rande: Im Jahr 1938 ließ Fritz Sauckel, der Gauleiter von Thüringen, das Kreuz auf dem Burgturm entfernen und durch ein Hakenkreuz ersetzen. Die Bevölkerung protestierte, man sah einen Angriff auf die Tradition der Wartburg. Sauckel nahm sich die Argumente zu Herzen und veranlasste nur einen Monat später, das christliche Kreuz wieder an seine Stelle zu setzen. Damals hat man noch Rücksicht auf den Willen des Volkes genommen, man vergleiche das z.B. mit der unsäglichen Schrottbus-Installation neben der Dresdner Frauenkirche. Die Dresdner Bevölkerung lief Sturm gegen diesen Schandfleck, doch Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) ließ das Gerümpel planmäßig bis Anfang April auf dem Neumarkt stehen.

Wenige Kilometer von der Wartburg entfernt befindet sich auf dem Berg „Göpelskuppe“ das 1902 eingeweihte Burschenschaftsdenkmal. Außen ist das Denkmal u.a. mit dem Wahlspruch der Deutschen Burschenschaften „Ehre, Freiheit, Vaterland“ versehen, innen verkauft ein gelangweilter, älterer Herr Eintrittskarten, der sich jeden Tag in Endlosschleife den zehnminütigen Einführungsfilm anhören muss. Zusätzlich zu dem Film gibt es eine kleine Ausstellung über bekannte Mitglieder und Unterstützer der Burschenschaften wie Johann Gottlieb Fichte, Ernst Moritz Arnd und „Turnvater“ Jahn. Insgesamt bieten Film und Ausstellung eine rundweg positive Rezeption von Geschichte und Geist der Burschenschaften, ein Besuch des Denkmals ist für Nationalisten also nur zu empfehlen.

Der Goldene Löwe – einziges Gasthaus im Ort

Doch allzu lange wollen wir uns hier nicht aufhalten, schließlich haben wir einen Termin im Goldenen Löwen. Am frühen Abend erreichen wir Kloster Veßra und finden unser Ziel ohne Probleme, schließlich gibt es nur dieses eine Gasthaus im Ort. Am rustikalen Fachwerkhaus prangt der Schriftzug „Goldener Löwe“ mit schwarz-weiß-roter Bemalung, die Straßenlaternen sind mit Schwarzen Sonnen versehen. Das geschulte Auge sieht sofort, dass hier wohl eher keine Kommunisten in der Küche und hinter der Theke stehen werden.

Der Gastraum ist kleiner als er auf den uns bekannten Fotos aussieht, aber dafür wirkt er sehr gemütlich. An der Wand hängt das Bild vom „letzten Mann“, auf dem Regal steht der Sauerkirsch-Likör „Roter Baron“. Noch sind wir die einzigen Gäste, aber der Gastraum wird sich im Laufe des Abends mit verschiedenen Kameradengruppen füllen. Der Chef ist noch nicht da, also essen wir erstmal was, es gibt Schnitzel und Burger. Die Portionen sind reichlich, hier wird wirklich jeder satt.

Kurz nach 21 Uhr trifft Tommy Frenck im Goldenen Löwen ein und begrüßt jeden Gast mit Handschlag. Obwohl Tommy den ganzen Tag einen Verkaufsstand auf einer Tattoo-Messe betreut hat, nimmt er sich die Zeit für ein Gespräch an unserem Tisch. Der 30-jährige gelernte Koch hat den Goldenen Löwen im April 2015 eröffnet. Neben seinem Restaurant betreibt er den Versandhandel „Druck18.de“, organisiert Großkonzerte wie das „Rock gegen Überfremdung“ und sitzt für das Bündnis Zukunft Hildburghausen im Kreistag.

Nach der Eröffnung am 1. April 2015 wäre es beinahe schon wieder vorbei gewesen mit dem nationalen Restaurant-Projekt: Nach Meinung der Behörden würde die Sickergruppe zur Entwässerung von Abwasser angeblich nicht ausreichen, was in den vorherigen 200 Jahren seit Bestehen des Gasthauses allerdings nie ein Problem darstellte. Kurzzeitig musste der Goldene Löwe deshalb sogar schließen, doch Tommys Anwalt erwirkte vor Gericht das Recht zur Wiedereröffnung. Der Behördenkrieg ist noch lange nicht vorbei: Mit fadenscheinigen Gründen versucht die Gemeinde nach wie vor, rückwirkend ihr Vorkaufsrecht in Anspruch zu nehmen. Das Verfahren liegt seit über zwei Jahren beim Amtsgericht (1. Instanz), ein Urteil gab es noch nicht. Tommy hätte gerne endlich Rechtssicherheit, auch damit er sein Gasthaus weiter sanieren und zu einem Ausbildungsbetrieb machen kann. Bislang sind aufgrund der ungeklärten Rechtslage nur Schülerpraktika im Goldenen Löwen möglich.

Von den albernen Behördenschikanen einmal abgesehen, halten sich die staatlichen Repressionen in Grenzen, zu Polizei und Ordnungsamt pflegt man im Allgemeinen ein entspanntes Verhältnis. Trotzdem wurde der Goldene Löwe bereits einmal Ziel einer polizeilichen Durchsuchungsmaßnahme: Tommy Frenck wurde vorgeworfen, über Facebook einen Zeitungsartikel aus der Systempresse geteilt zu haben, auf dessen Vorschaubild ein Hakenkreuz zu sehen war. Während dutzende „Normalbürger“ diesen Artikel natürlich völlig straffrei verbreiten durften, wurde Tommy vorgeworfen, er hätte den Zeitungsartikel nur deshalb geteilt, weil auf dem Vorschaubild zufällig ein Hakenkreuz zu sehen war. Das Verfahren wegen „Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ läuft noch, Anklage wurde bisher nicht erhoben…

Den vollständigen Artikel gibt es in der Ausgabe 2 der N.S. Heute – Erscheint Mitte Mai 2017!

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2 Kommentare

  1. Bei der Aufzählung der Wartburg-Promis wird gerne die Heilige Elisabeth von Thüringen vergessen, die stärkste aller jemals dort lebenden Persönlichkeiten. Als Tochter des ungarischen Königs Andreas und Gemahlin des Grafen von Thüringen hätte sie sich ein unbeschwertes Leben leisten können. Dagegen stand jedoch ihre radikal-barmherzige Lebenseinstellung.

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  1. Das Gasthaus im Interview mit der Zeitschrift N.S. Heute – Gasthaus Goldener Löwe

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