Ausgabe 3, Leseprobe 1/3: Das deutsche Casa Pound – Zu Besuch im Haus Montag

(…) Am späten Nachmittag erreichen wir das Haus Montag im Pirnaer Stadtteil Copitz. Das Objekt liegt nicht irgendwo versteckt in einer Sackgasse, sondern direkt an der Hauptstraße. Das nationale Immobilienprojekt besteht seit 2013 und umfasst ca. 140 m², die angrenzenden Klubräume nicht mitgerechnet. Die Führung durch das Haus übernimmt Lucas Hartmann von der JN Dresden. Wir betreten den großen Seminarraum und sofort sticht eine auffällige Wandmalerei ins Auge: Eine Person mit Schutzmaske und Feuerwehrhelm, auf dem Helm die Zahl „451“, im Hintergrund lodernde Flammen. Keine Frage, es geht um den Roman „Fahrenheit 451“ mit seinem Hauptprotagonisten Guy Montag, dem Namensgeber des Hauses. Ray Bradburys dystopischer Klassiker aus dem Jahr 1953 handelt von einer Welt, in der es als schweres Verbrechen gilt, Bücher zu besitzen oder zu lesen und das Volk durch TV-Konsum dumm gehalten wird. Guy Montag ist als „Feuerwehrmann“ dafür zuständig, Bücher aufzuspüren und zu verbrennen, beginnt aber im Laufe des Romans selbst damit, verbotene Literatur zu lesen und wird schließlich zum Dissidenten und Staatsfeind.

An den Wänden des Seminarraums hängt ein buntes Potpourri von Fotos und Plakaten: Ich identifiziere den italienischen Dichter Ezra Pound, den britischen Faschistenführer Sir Oswald Mosley, die Skinhead-Legende Ian Stuart, das Kindheitsidol Bud Spencer und zahlreiche Comic-Helden. Die japanischen Samurai werden ebenso gewürdigt wie die Identitäre Bewegung, der Blocco Studentesco und die deutsche Wehrmacht. Keine Frage, bei der Gestaltung der Wände hat man sich ein Vorbild an den italienischen Faschisten des Casa Pound genommen.

Sektierer und Vertreter der „reinen Lehre“ könnten den Kameraden vom Haus Montag nun politische Beliebigkeit vorwerfen; auf den ersten Blick scheint es tatsächlich so, als habe man erstmal alles Mögliche an die Wände geklatscht, was man irgendwie gut findet. Doch bei genauerer Betrachtung steckt hinter allem eine klare politische Grundlinie: Die Verteidigung des Eigenen, oder, wo dies bereits verlorengegangen ist, dessen Rückeroberung; damit korrespondierend auch den Willen zur Erhaltung der Vielfalt der Völker, Rassen und Kulturen. Durch die popkulturellen Einflüsse wird das Bild einer am Hier und Jetzt orientierten, modernen Bewegung unterstrichen. Diesem Bild entspricht auch die Facebook-Seite des Haus Montag mit über 4.300 Abonnenten, die inhaltlich frappierend an Zentropa.info erinnert.

Politik und Freizeit

In dem großen Seminarraum finden Vortragsveranstaltungen statt, hier führt die NPD ihre Kreistagssitzungen durch, Aktionen werden vorbereitet und die Sportgruppe trifft sich zum Kickbox-Training. Hier finden unter anderem die Eröffnungsveranstaltungen zur Dresden-Gedenken-Kampagne statt, der letzte Pfleger von Rudolf Heß war hier zu Gast und es wurden Medienschulungen zur Propaganda im Internet abgehalten. Im Haus finden durchschnittlich zwei Veranstaltungen im Monat statt, doch zum lockeren kameradschaftlichen Beisammensein ist es wesentlich häufiger geöffnet.

Vom Seminarraum aus gehen wir in die Küche, die auch als Gemeinschaftsraum genutzt wird, wenn die Kameraden in kleinerer Runde zusammensitzen. In der Küche wird die Verpflegung für größere Aktionen vorbereitet, hier drehte übrigens auch die „Balaclava-Küche“ ihre YouTube-Videos.

Ein Kraftraum darf im Haus Montag natürlich auch nicht fehlen: zahlreiche Fitness-Geräte laden zur körperlichen Ertüchtigung ein, an den Wänden hängen neben verschiedenen Fahnen Tipps zum Trainieren der unterschiedlichen Körperregionen. „Du siehst, das Konzept der N.S. Heute, also ‚Bewegung, Weltanschauung, Leben‘, das ist auch das Konzept vom Haus Montag“, merkt Lucas an. In einer Ecke entdecken wir einen Staubsauger im Minion-Design. Humor haben die Kameraden also auch.

Als nächstes bekommen wir den Schlafraum gezeigt. Mehrere Stockbetten stehen zur Verfügung, wenn im Haus Montag mal wieder bis spät in den Abend gearbeitet wurde oder wenn auswärtige Kameraden zu Gast sind. In einem Durchgang befindet sich die hauseigene Bücherei mit über 2.000 Bänden, vorwiegend aus den Bereichen Geschichte und Politik. Durch die Bücherei hindurch gelangen wir in die Büroräume der NPD-Kreistagsfraktion. Von hier aus vertreibt das Haus Montag auch eigene T-Hemden, Tassen, Aufkleber und Kopfkissen.

Der Klub 451

Wenige Meter vom Haus Montag entfernt befinden sich die Räume des „Klub 451“, die seit Anfang 2017 renoviert und im April dieses Jahres feierlich eröffnet wurden. Stolz erzählt Lucas, dass die Räumlichkeiten im Kneipen-Stil durch gemeinschaftliche Arbeitseinsätze komplett selbst hergerichtet wurden. An den Wänden hängt die bereits aus dem Haus Montag bekannte Mischung von Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Zeitgeschehen; die Decke ist verhangen mit Flaggen verschiedener ausländischer, patriotischer Organisationen. Ein besonderes Schmankerl ist der Toilettenraum, der mit Seiten aus alten Gerichtsakten und Comic-Heften tapeziert ist.

Während die Räume des Haus Montag überwiegend für interne Zwecke genutzt werden, ist der Klub 451 eine rechte Begegnungsstätte für Kameraden von nah und fern, wo man sich trifft und beim Bier oder beim Club Mate ein paar gesellige Stunden verbringt. Heute wird hier ein „mexikanischer Abend“ stattfinden, mit Mojito-Bowle und Sombreros. Für das musikalische Rahmenprogramm wird der Liedermacher „Oiram“ sorgen, der zwar keine Salsa-Klänge im Angebot hat, dafür zahlreiche Rechtsrock-Klassiker zum Mitsingen.

Das Konzept des Haus Montag

Während im Klub noch alles für den mexikanischen Abend vorbereitet wird, gehen wir zurück ins Haus Montag und sprechen mit Thomas Sattelberg, dem eigentlichen Initiator des Projekts…

Den vollständigen Artikel gibt es in der Ausgabe 3 der N.S. Heute – Erscheint Mitte Juli 2017!

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