Ausgabe 5, Leseprobe 2/3: Stille Hilfe für inhaftierte Kameraden – Im Gespräch mit der GefangenenHilfe

N.S. Heute: Lieber Stephan, Du bist ein Vertreter der Plattform „GefangenenHilfe“. Bitte stelle unseren Lesern die Gefangenenhilfe erstmal vor: Seit wann gibt es Euch, wie seid Ihr organisiert und was sind Eure Aktivitäten?

Stephan: Erst einmal vielen Dank für Euer Interesse an der GefangenenHilfe. Wir haben schon selber einiges Gutes über Euer Projekt gehört und freuen uns daher, Euch einen kleinen Einblick in unsere Gemeinschaft geben zu können.

Uns vorzustellen ist allerdings nicht so einfach, da wir aus jedem Bereich des politischen Spektrums Kameraden bei uns in der Gemeinschaft haben. Von kurzhaarigen Sängern und Produzenten aus dem nationalistischen Musikbereich über völkische Bauern bis zu langjährigen und sehr erfahrenen Polit-Aktivisten ist bei uns eigentlich alles vertreten. Was uns aber ganz besonders wichtig ist, ist die Tatsache, dass wir auch sehr gute junge Kameraden in unseren Reihen haben, die von den „Alten“ lernen, aber auch darin geschult und vor allem begleitet werden, eigene Meinungen zu haben und sich durchzusetzen. Sie sollen ja schließlich auch mal die Fackel weitertragen, wenn wir irgendwann einmal nicht mehr da sein sollten oder nicht mehr da sein können. Unsere Gemeinschaft basiert also auf dem Respekt voreinander und der Hilfe (auch untereinander) in schwierigen Situationen.

Den ersten offiziellen Termin hatten wir 2012 beim DS-Pressefest. Seitdem ist viel passiert und auch die Struktur der GH hat sich stark weiterentwickelt. Wir denken nicht in starren Grenzen. Das würde es unseren Gegnern auch zu leicht machen! Wir sind dezentral und lokal aktiv und auch keine Nachfolgeorganisation – wie uns immer wieder nachgesagt wird. Alles hat sich erst mit den mittlerweile weitreichenden Aufgaben der vergangenen Zeit entwickelt.

Wir fahren oft mit unseren Infotischen zu verschiedenen Veranstaltungen wie nationalistischen Rock-Konzerten und Balladenabenden, organisieren selbst Vortragsabende und Rechtsschulungen und sind auch vor Ort immer Ansprechpartner, wenn es um juristische Fragen oder um die direkte Hilfe für Familien von Inhaftierten geht. Uns liegt es sehr am Herzen, dass wir immer da sind, wo man uns mit Rat und Tat braucht! Und das vorzugsweise persönlich, denn oft ist Diskretion besonders notwendig. Vor allem bei schwebenden Verfahren oder bei U-Häftlingen.

N.S. Heute: In der Bewegung gibt es immer wieder Diskussionen, wann jemand als „politischer Gefangener“ anzusehen ist – und wann nicht. Bei Wikipedia kann man zu dieser Frage folgendes lesen: „Ein politischer Gefangener (…) ist eine Person, die aufgrund politischer oder weltanschaulicher Gründe in Haft ist. Dies erstreckt sich nicht nur auf Personen, die wegen Meinungsdelikten oder im jeweiligen Staat verbotener politischer Aktivitäten festgehalten werden, sondern auf alle Fälle, bei denen politische Einstellung oder politische Aktivitäten des Gefangenen maßgeblichen Einfluss auf die Strafzumessung hatten.“

Demnach sind Personen wie Horst Mahler, Gottfried Küssel und Wolfgang Fröhlich unstreitig als politische Gefangene anzusehen. Ein Nationalist, der beispielsweise einen Linksextremisten verprügelt und aufgrund einer vom Gericht behaupteten „rechtsextremen“ Motivation eine höhere Strafe bekommt als wenn die Tat keinen politischen Hintergrund gehabt hätte, gilt nach dieser allgemeinen Definition allerdings auch als politischer Gefangener. Wie seht Ihr das? Helft Ihr grundsätzlich jedem inhaftierten Nationalisten, egal was er „verbrochen“ hat, oder gibt es bestimmte Ausschlusskriterien?

Stephan: Ich kenne diesen Eintrag und er klingt erstmal ganz nett. Wir alle wissen aber, dass diese Sätze in der BRD keinen Cent wert sind. Ebenso wie das Papier, auf dem das „Grundgesetz“ gedruckt wurde. Für uns Oppositionelle gilt dieses nicht. Sich allerdings darüber aufzuregen, lohnt nicht wirklich, denn die Richter und Politiker gestehen nur „anderen“ diese Grundsätze zu, nicht aber uns Aktivisten vom Widerstand. Was auch völlig normal ist, da jede wirkliche Opposition diese Taktik vom herrschenden System zu spüren bekommt. Man sollte sich nur nicht einschüchtern lassen, muss sich zusammenschließen und versuchen, das System durch ein neues, besseres zu ersetzen. Koste es was es wolle… und da kommen wir dann ins Spiel.

Viele von uns haben die geballte Macht des Staates persönlich zu spüren bekommen (sei es durch unzählige Hausdurchsuchungen, Inhaftierung oder sonstige miese Tricks, um uns und unsere Familien kaputtzumachen – uns zum Aufhören zu bewegen). Es hat uns aber nur noch enger zusammengeschweißt und unseren Willen gestärkt. In unserer Gemeinschaft gibt es NUR EINE Weltanschauung, darum unterstützen wir selbst nur Inhaftierte und ihre Familien, bei denen wir genau wissen, dass sie es auch verdient haben. Wir entscheiden da von Fall zu Fall und nutzen unsere weitreichenden Verbindungen als Informationsquellen. Immerhin müssen wir uns erstmal selbst in die Augen schauen können und wollen weiterhin die Spenden nur in guten Händen wissen.

Wir haben zum Beispiel auch einen schwedischen Kameraden unterstützt, der in Notwehr drei Antifas mit einem Messer abgewehrt hat. Das heißt also: wir unterstützen AKTIVISTEN, die wegen ihrer Meinung oder sonstigen politischen Taten inhaftiert wurden, nicht wegen irgendwelcher Blödsinn-Aktionen. Da prüfen wir genau, was dieser Kamerad vorher politisch gemacht hat. Es gibt bei uns kein Recht auf Hilfe, das entscheiden wir in der Gemeinschaft. Das soll nicht hochnäsig klingen, aber wie schon erwähnt, vertrauen unsere Spendengeber darauf, dass die Spenden in die richtigen Hände gelangen…

Den vollständigen Artikel gibt es in der Ausgabe 5 der N.S. Heute – Erscheint Mitte September 2017!

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1 Kommentar

  1. Schön das ich Eure Seite gefunden habe. Werde mich mal näher damit beschäftigen und auch ein Abo ins Auge fassen, weil mir diese Sache, insbesondere in Anbetracht Ursula Haverbeck, Sylvia Stolz u. Monika Schaefer sehr,sehr zu Herzen geht! Man muß doch was gegen dieses Unrecht in diesem System tun,denn sie sitzen für uns und unsere Kinder im Gefängnis. Lassen wir es nicht umsonst sein, lassen wir uns unsere Meinung nicht verbieten,denn sie können nicht Millionen in Gefängnisse bringen!!
    Ich habe eine Frage: Wie hoch ist die Zahl der Gefangenen, die derzeit wegen Meinungsdelikten in der BRD im Gefängnis sind und wie viele Verfahren laufen in dieser Sache jährlich?
    Liebe Grüße!
    T.Meier

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