Ausgabe 5, Leseprobe 3/3: „Mord verjährt nicht! Gebt die Akten frei – Recht statt Rache!“ – Bericht zu den Demonstrationen in Spandau und Falkensee

30 Jahre nach dem Tod von Rudolf Heß und 13 Jahre nach dem letzten großen Heß-Gedenkmarsch im fränkischen Wunsiedel fand am Sonnabend, den 19. August 2017 wieder eine große nationale Demonstration mit Bezug zum „Stellvertreter des Führers“ statt. Sowohl bei der eigentlichen Demonstration in Berlin-Spandau als auch bei den Spontan-Aktionen in Falkensee (Brandenburg) waren unsere Autoren anwesend und berichten exklusiv vom Versammlungsgeschehen.

Im Merkel-Regime des Jahres 2017 eine angemeldete, nationale Demonstration mit Bezug zu Rudolf Heß durchführen? Völlig klar, sowas ist nur dann möglich, wenn man sich thematisch jeglicher Bewertung der Person Rudolf Heß‘, insbesondere seiner Funktion zur Zeit des Nationalsozialismus, vollkommen enthält. Mit dem Tenor „Mord verjährt nicht! Gebt die Akten frei – Recht statt Rache!“ wurde dieser Spagat bestmöglich geschafft. Bei der Demonstration am 19. August in Berlin-Spandau ging es also um die Todesumstände des Reichsministers, um die vollständige Freigabe der im britischen Archiv lagernden Heß-Akten sowie um Gerechtigkeit in einem bis heute ungeklärten Mordfall.

Damit wir begreifen können, was nach dem 17. August 1987 in Deutschland eigentlich passiert ist, müssen wir uns folgendes vor Augen führen: Ein ausländischer Geheimdienst ermordet auf deutschem Boden einen ehemals hochrangigen deutschen Politiker – und die bundesdeutschen Ermittlungsbehörden leiten nicht einmal ein Strafverfahren ein! Die Mörder von Rudolf Heß leben höchstwahrscheinlich noch und werden ihr Geheimnis, was genau am 17. August 1987 in dem Gartenhaus des Spandauer Militärgefängnisses geschah, wohl auch mit ins Grab nehmen. – Und ein Staat, der so etwas tatenlos zulässt, soll allen Ernstes souverän sein?

Vorarbeit zur Demonstration bringt den Fall Heß wieder ins kollektive Gedächtnis

Die Sonderseite zur Demonstration www.mord-verjaehrt-nicht.info wurde am 1. Mai hochgeladen und seitdem wurde für die Veranstaltung öffentlich mobilisiert. Der offizielle Aufruf wurde in 13 Sprachen übersetzt, um den europäischen Charakter der Versammlung hervorzuheben und um über die deutsche Sprachgrenze hinweg auf das Thema aufmerksam zu machen.

Im Vorfeld zur Demonstration wurden bundesweit zigtausende Plakate, Aufkleber und Flugzettel verbreitet. Anonyme Unterstützer schalteten eine Sonderseite, wo Fotos und Videos im Zusammenhang mit den Mobi-Aktionen veröffentlicht werden konnten.

Am Donnerstag, den 17. August 2017, genau 30 Jahre nach der Ermordung des Reichsministers, führten Aktivisten eine Kundgebung an der Britischen Botschaft in Berlin durch. Der gewählte Kundgebungsplatz im Schatten des Brandenburger Tores auf der traditionsreichen Straße Unter den Linden, im Einmündungsbereich zur Wilhelmstraße, an der sich die Britische Botschaft befindet, hätte symbolträchtiger und öffentlichkeitswirksamer kaum sein können. Im Beisein zahlreicher Passanten und Touristen thematisierten mehrere Redner den Mordfall Rudolf Heß und die Forderung nach vollständiger Aktenfreigabe, außerdem wurden auf dem Kundgebungsplatz Kerzen angezündet.

Sowohl die regionale Presse als auch die regimetreuen Massenmedien geizten bereits im Vorfeld der Demonstration nicht mit der Berichterstattung, vor allem da die Veranstalter der Polizei keine Handhabe boten, die Versammlung zu verbieten. Damit konnte das Thema, um das sich am 19. August in Berlin alles drehen sollte, bereits vor der eigentlichen Demonstration ins kollektive Gedächtnis vieler deutscher Landsleute zurückgerufen werden.

Für viel Wirbel sorgte vor allem eine Aktion, die von Aktivisten in mehreren Berliner Bezirken durchgeführt wurde: Zahlreiche Plakate mit der Überschrift „Die Polizei bittet um Mithilfe – Mord in Berlin-Spandau“ mit dem Konterfei Rudolf Heß‘ und der Aufforderung, sachdienliche Hinweise zur Ergreifung der Täter an das Landeskriminalamt weiterzuleiten, sorgten für einen Aufschrei bei linken Spießbürgern und der Hauptstadt-Journaille. Natürlich waren diese Fahndungsplakate nicht „echt“, verfehlten ihre aufrüttelnde Wirkung aber in keinster Weise.

Die leider notwendige Kooperation mit der Polizei im Vorfeld ließ für den Demonstrationstag erstmal nichts Schlechtes erwarten. Zwar stellten Aussagen wie „Friedensflieger“ und „Märtyrer des Friedens“ mit Bezug zu Rudolf Heß nach Meinung der Berliner Polizei eine strafbare „Verherrlichung“ dar und wurden deshalb per Auflage untersagt, allerdings wurde eine Wegstrecke kooperiert, die direkt am ehemaligen Spandauer Militärgefängnis, wo sich heute ein Kaufhaus befindet, vorbeiziehen sollte.

Die Absprachen mit den Behörden liefen zwar durchaus zufriedenstellend, doch stand die Frage, ob die Polizei die kooperierte Wegstrecke auch tatsächlich von Sitzblockaden freihalten beziehungsweise entstandene Sitzblockaden räumen würde, auf einem ganz anderen Blatt. Wohin die Reise schlussendlich gehen sollte, zeigten schon die Worte des Berliner Innensenators Andreas Geisel (SPD), der als oberster Dienstherr der Berliner Polizei auf die Frage, warum die Demonstration nicht verboten werden könne, sämtliche Hemmungen verlor. Schließlich gelte „die freiheitlich-demokratische Grundordnung leider auch für Arschlöcher“, sagte Geisel wörtlich. So kann nur jemand sprechen, bei dem die Nerven bereits völlig blank liegen und der angesichts der katastrophalen sicherheitspolitischen Lage in der Hauptstadt auch das kleinste bisschen an höflichen Umgangsformen verloren hat…

Den vollständigen Artikel gibt es in der Ausgabe 5 der N.S. Heute – Erscheint Mitte/Ende September 2017!

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