Ausgabe 6, Leseprobe 2/3: „Die Bewegung muss durch uns getragen werden“ – Im Gespräch mit Uwocaust

N.S. Heute: Moin Uwe! Vielen Dank für Deine Bereitschaft, dass Du uns für ein Interview zur Verfügung stehst. Wir wollen heute mit Dir über Politik sprechen, aber natürlich auch über Deine Musik. Du hast ja so viele Studio-Projekte, dass man da kaum noch durchblickt: Bloodshed, Aryan Brotherhood, Burn Down, Uwocaust & alte Freunde, um nur einige zu nennen… Welche Projekte sind eigentlich noch aktuell und wie unterscheiden sich die Projekte musikalisch?

Uwocaust: Moin, Moin zurück! Es mag bisweilen tatsächlich etwas unübersichtlich wirken, aber diese Vielzahl an verschiedenen Gruppen ergab sich im Lauf der Jahre einfach von ganz alleine. Ich versuche es mal kurz für Euch zu ordnen:

Gestartet bin ich musikalisch Anfang der 90er-Jahre mit der Band „Proissenheads“, welche sich im Jahr 2001 (auch im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen „Landser“) leider aufgelöst hat. Parallel war ich bereits seit 1998 Mitglied der Band „Aryan Brotherhood“. Seitdem die anderen Bandmitglieder von „AB“ neue Wege eingeschlagen haben, nutze ich den Namen für diverse Projekte mit verschiedenen Musikern einfach weiter. Als 2001 einer anderen Potsdamer Band der Sänger abhandenkam, boten sie mir an, bei ihnen einzusteigen und wir benannten uns dann später gemeinsam in „Bloodshed“ um.

2003/04 fragten mich ein paar Freunde, ob ich Interesse hätte, mit ihnen eine politische Hardcore-Band zu gründen, „Burn Down“ war geboren. Da sich im Lauf der Zeit der Musikstil von „Bloodshed“ immer mehr in eine härtere Richtung entwickelte, entschlossen wir uns 2007, die nicht so heftigen Musikstücke unter „Uwocaust und alte Freunde“ herauszubringen, um die musikalischen Stile besser zu trennen. Beide Gruppen lösten sich Anfang 2014 auf. Ende 2014 traten die Jungs von „RAConquista“ an mich heran und ich fand bei ihnen eine neue musikalische Heimat. Seit 2015 trete ich mit der Gruppe „HelfersHelfer“ live auf und ich kann nur von Glück reden, dass solch talentierte Musiker mich mit ins Boot geholt haben.

Um den Musikstil der verschiedenen Gruppen und deren Status ganz grob einzuordnen:

 „Proissenheads“: Punk-orientierter Hardcore / RAC – aufgelöst

„Aryan Brotherhood“: RAC , später dann auch Metal / HC – aktiv

„Bloodshed“: erst RAC, später stark Metal-orientiert – aufgelöst

„Burn Down“: NSHC – zurzeit inaktiv

„Uwocaust und alte Freunde“: RAC – aufgelöst

„Uwocaust und RAConquista“: RAC mit Hard Rock und Heavy Metal-Einflüssen – aktiv

Live-Band: Uwocaust und „HelfersHelfer“ – ein musikalisch wilder Mix – aktiv

…Ich hoffe, diese Zusammenfassung hat nicht für noch mehr Verwirrung gesorgt! (lacht)

N.S. Heute: In den brandenburgischen Verfassungsschutzberichten lobt man Dich als „Hauptakteur in Brandenburg bei der Förderung von rechtsextremistischen Nachwuchsbands“. Bist Du also sozusagen der „Leitwolf“ im brandenburgischen Rechtsrock-Bereich?

Uwocaust: Ja, das habe ich auch schon öfter gelesen und nehme dies einfach mal als Kompliment. Wie der VS aber genau darauf kommt, kann ich gar nicht beantworten. Es mag sein, dass ich in all den Jahren hier und dort jungen Musikern mit Rat und Tat zu Seite stand, doch als besonders hervorhebenswert sah ich das nie an. Ich bin jetzt seit 24 Jahren musikalisch aktiv, eventuell hält der VS es deswegen für erwähnenswert.

Als „Leitwolf“ sehe ich mich selbst jedenfalls definitiv nicht an. Es gibt ja glücklicherweise noch mehr lang gediente und weit über die Grenzen bekannte Musiker aus dem Lande Brandenburg: Frontalkraft, Confident of Victory, Volkstroi, Exzess, Handstreich oder auch Frontfeuer und Hausmannskost, um nur einige zu nennen. Ich fühle mich als ein Bestandteil des musikalischen Widerstands, als einer unter vielen. Es wäre also wohl mehr als vermessen, wenn ich, aufgrund des Geschreibsels von Verfassungsschutz-Typen, selbst glauben würde, dass ich dort besonders heraussteche.

N.S. Heute: Seitdem man sich jedes Musikalbum mit wenigen Mausklicks im Internet schwarz runterziehen kann, ist der CD-Absatz im Mainstream-Bereich massiv eingebrochen. Sind Rechtsrock-Liebhaber ehrlicher und eher dazu geneigt, CDs zu kaufen und damit die Bands zu unterstützen, oder sieht es ähnlich trostlos aus wie auf dem Mainstream-Markt?

Uwocaust: Es gibt leider auch bei uNSerer Musik seit Jahren den Trend zum kostenlosen Herunterladen, ich glaube davor ist keine Musiksparte gefeit. Aber natürlich gibt es immer noch gute, anständige Leute, welche die Arbeit, die Kraft, das investierte Geld und die viele Zeit, die eine CD-Veröffentlichung verlangt, durch einen Kauf honorieren. Hand auf‘s Herz, natürlich muss sich niemand alles kaufen, dies wäre ja auch Quatsch. Ich selbst kaufe mir ja auch nur Musik, die mir gefällt. Der Kauf eines Tonträgers hat für mich einfach auch etwas mit dem Respekt vor der Leistung anderer zu tun. Bands, deren Musik mir gefällt, möchte ich einfach durch einen Kauf unterstützen. Und um der üblichen Ausrede gleich mal entgegenzutreten, heutzutage bekommt man immer Hörproben als Werbung, was die Gefahr eines Fehlkaufs dann doch stark minimiert.

Ich will diese „Saugstuben“ auch gar nicht generell verteufeln, ich hätte kein Problem damit, wenn dort alte Demo-Aufnahmen oder bereits ältere und vergriffene CDs zur Verfügung gestellt werden würden. Ich selbst gehöre ja schließlich auch zu den Musikern, von denen es offen nur noch ein Bruchteil ihrer Werke zu erwerben gibt und wenn die anderen Aufnahmen dann über solche Saugstuben verfügbar sind, stört mich das persönlich wenig.

Doch dass sogar Soli-CDs schon am Tag der Veröffentlichung hochgeladen werden, ist für mich nicht nachvollziehbar, ich finde dies extrem schäbig und Leute, die so etwas tun, sollten sich fragen, ob sie wirklich auf der richtigen politischen Seite unterwegs sind…

Das vollständige Interview gibt es in der Ausgabe 6 der N.S. Heute –
Erscheint Mitte November 2017!

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