Ausgabe 8, Leseprobe 1/3: „Weltanschauung & Rock’n‘Roll – Im Gespräch mit Lunikoff

Der Berliner Rechtsrock-Musiker Michael Regener, allen Kameraden besser bekannt unter seinem Spitznamen „Lunikoff“, gehört zu den N.S. Heute-Lesern der ersten Stunde. Im Januar 2018 trafen wir uns mit Luni im Hermannsland, am Fuße des Teutoburger Waldes, zum ausführlichen N.S. Heute-Gespräch. Wir sprachen mit ihm natürlich über Musik, aber auch über seine Jugend in Ost-Berlin, über die mittlerweile als „kriminelle Vereinigung“ verbotene Band „Landser“, über seine Zeit als politischer Gefangener im BRD-Kerker, über rechtes Querulantentum und über die aktuelle Situation des Nationalen Widerstandes. Seit über 25 Jahren im Rock’n’Roll-Geschäft, hat Luni viele nationale Bands kommen und gehen sehen und wurde mit menschlichen Enttäuschungen konfrontiert. Doch Luni steht immer noch auf der Bühne – und ans Aufhören denkt er noch lange nicht!

(…) N.S. Heute: Du warst einer der Headliner beim großen „Rock gegen Überfremdung“-Festival letzten Juli in Themar/Südthüringen, wo 6000-7000 Kameraden zusammengekommen sind, eine der größten nationalen Zusammenkünfte der letzten Jahre. Bei Deiner „Barhocker“-Tour spielst Du normalerweise vor ein paar dutzend Kameraden, auf Konzerten sind es in der Regel einige hundert. Freut es Dich, dass die Bewegung mittlerweile solche großen Events wie das „Rock gegen Überfremdung“ auf die Beine stellen kann? Manche Kameraden melden ja auch Bedenken an, Stichwort „Kommerzialisierung“ und „Spaßgesellschaft“.

Luni: Natürlich bin ich froh darüber, genau wie eine große Demonstration ist ja auch ein großes Festival ein Zeichen nach außen. Ich hab mir die ganze Kritik dazu durchgelesen… was da von den Konzerten behauptet wurde, war teilweise regelrecht gelogen: da wären lauter Asis gewesen, nur besoffen, überall Dreck usw. Wie ich mitbekommen habe, kamen die Leute ja nicht mal an Bier ran, selbst wenn sie gewollt hätten.

Was mich wirklich nervt – und das gehört genau in diesen Bereich rein – ist diese seit mehreren Jahren gerade durch das Internet mögliche Dauer-Herumkritisiererei. Ich seh‘ vor meinem geistigen Auge diese pickligen Knäblein in ihrem Computerkeller, die zwischen den ganzen schmutzigen Seiten, die sie sonst ansehen, mal kurz auf ‘ne rechte Seite gehen und dann ihren Mist absondern – da könnte ich auskotzen, ganz ehrlich. Bei der Arbeit, die hinter diesen Festivals steckt – ich spreche nicht für die Bands, die machen da einfach ihre Rock’n’Roll-Nummer – aber die Veranstalter sind in Themar wirklich bis ans Äußerste gegangen. All die Probleme, die sich da abspielten, der juristische Ärger, die Kündigung von Bierwagen und all diese unvorstellbaren Dinge… dann weiß man auch nicht, ob so ein Ding kippt, ob das Publikum nicht doch durchdreht. Aber es war großartig, alles hat funktioniert, die Fans haben eine Disziplin vor dem Herrn hingelegt! Man stelle sich ein solches Konzert mit 7.000 Linksextremisten vor, oder einfach nur mit 7.000 Hiphoppern, was da am Rande so alles passiert wäre…

N.S. Heute: …wie es ja auch schon Uwocaust im Interview mit der N.S. Heute sehr treffend formuliert hat: 7.000 Leute und weniger Ärger als auf jedem kleinen Dorffest!

Luni: …absolut! Da konnte der Polizist am Rand ohne Helm sitzen, das kann der heute sonst nirgends. Aber nochmal zu dieser Kultur der ständigen Kritik: Es erscheint eine CD – ich meine jetzt nicht meine eigenen, sondern ganz allgemein – und dann wird versucht, irgendwas zu finden, was man kritisieren kann. Zu kurz, zu lang, zu schnell, zu langsam usw.

Ich lese mir das gar nicht durch, ich lass‘ mir von den Kameraden immer nur die guten Sachen ausdrucken (lacht) …was soll ich mich da ärgern, ich krieg‘ diesen Anonymous da im Netz ja eh nicht zu fassen. Außerdem sollte man das als rechter Musiker auch gar nicht an sich ranlassen. Wenn es uns wirklich um Kommerz und Spaßgesellschaft ginge, dann hätte man das ja viel einfacher, dann könnte man einfach den Weg von Frei.Wild oder den Onkelz einschlagen. Aber sowas den Leuten unterzujubeln, die permanent Ärger haben, die ständig Ermittlungsverfahren haben usw. – das ist wirklich eine Frechheit. Die Leute haben ja keine Ahnung davon, was eine Band opfert, auch an Privatem, was die Proberäume kosten, die Instrumente, die kaputtgehen usw. usf. Dazu noch der Ärger mit der Bundesprüfstelle – die Leute haben wirklich keine Vorstellung davon, was da alles zu beachten ist. Du weißt das als Diplom-Jurist, ich als ,,staatlich anerkannter Volksverhetzer“ weiß das auch, aber viele wissen es nicht. Die Leute denken immer, wir würden irgendwo mit fünf Groupies in der Badewanne sitzen, Champagner saufen und hätten dicke Bankkonten – das ist ein Irrtum. Leider. Aber schließlich ist das auch nicht das Ziel der Sache. (…)

N.S. Heute: Da Du aktuell kein Parteimitglied mehr bist, hast Du ja einen objektivieren Blick auf die ganze Situation wie manche Parteiaktivisten ihn vielleicht haben. Wenn wir uns die aktuelle Situation im Nationalen Widerstand kurz vor Augen führen: Es gibt DIE RECHTE, die ihren Mitgliedern in ihrem Aktivismus größtenteils freie Hand lässt; es gibt den III. Weg, wo klare Anweisungen für ein einheitliches, öffentliches Auftreten gemacht werden; es gibt die „Alte Tante NPD“, die sich nach einem jahrelangen Schlingerkurs wieder etwas zu radikalisieren scheint und an alte Erfolge anknüpfen will; dann gibt es noch viele freie Kameradschaften, es gibt die Europäische Aktion und noch viele Gruppen und Grüppchen mehr. Der Traum von der großen, nationalen Sammlungsbewegung scheint in weite Ferne gerückt. Wie beurteilst Du die aktuelle Situation im Nationalen Widerstand, vor allem bezogen auf die Zersplitterung der Bewegung in verschiedene Parteien und Organisationen?

Luni: Ich kann die einzelnen Leute ja verstehen, die sagen, dass sie nun den richtigen Weg für sich gefunden haben und das jetzt nach ihren Vorstellungen machen wollen. Es müsste aber zumindest eine Akzeptanz untereinander geben und dass bei großen Sachen alle gemeinsam arbeiten. Ich sehe sowas wie bei den Identitären mit Entsetzen, die ja vielleicht Top-Aktionen machen, die witzig und originell sind, aber die sich radikal abgrenzen. Dieses radikale Abgrenzen gibt’s im linken Spektrum zwar aus ideologischen Gründen, Mao oder Stalin oder wasweißich, aber nie aus Rücksichtnahme auf einen vermeintlichen ,,guten Ruf als Demokraten“. Wird vom Gegner sowieso nicht anerkannt, selbst wenn sie ins jelobte Land fliegen täten.

Aber für die Linken sitzen welche im Bundestag, die sich ganz klar mit autonomen Gewalttätern und der Antifa solidarisieren und die ständig für diese Leute die Stimme erheben. Doch wir sind nicht nur bei der AfD als Schmuddelkinder außen vor, sondern haben uns alle untereinander noch am Wickel.

In der Situation, in der sich das deutsche Volk befindet, ist für Hader und Parteienstreit kein Platz – es sei denn, den Leuten sind Dinge vorzuwerfen, die jenseits dessen sind, was wir alle vom politisch-moralischen Standpunkt her akzeptieren können. Was mich betrifft, ich würde jeden unterstützen und für ihn Musik machen, dem ich den guten Willen im Kampfe für unser Volk abnehme, und das sind alle, die Du genannt hast. Aber wenn Leute einfach sagen „mit denen will ich nicht“, das sind meistens Häuptlingsstreitereien, die hatten wir Anfang der 90er-Jahre schon mit FAP, NF usw. Nachdem die dann verboten waren, waren die alle zusammen in der NPD und dann sah es richtig gut aus.

Jetzt geht das wieder los… Jetzt fluchen die Hardliner auf die AfD, Tommy Frenck ist übel beschimpft worden, weil er dazu aufgerufen hat, die AfD zu wählen. Ich sehe es wie er: wen denn sonst wählen? Wie all die Jahre wieder XY, um mich wie früher, auf die 4,9 % zu freuen, oder auf die 0,1 %, die sie jetzt haben. – Quatsch. So sage ich, wir haben erstmals seit 1949 eine, sagen wir mal ,,pro-deutsche“ Partei im Bundestag, mit 90 Mann, Bingo, jetzt lasst sie doch erstmal reinmarschieren, dann gucken wir uns das vier Jahre an. Hinterher kann man immer noch schimpfen, aber doch nicht vorher schon, nach dem Motto „alle Verräter, alle gekauft, alle fliegen nach Israel“ usw. Lasst uns die Arbeit der AfD jetzt einfach vier Jahre  angucken. Der Nationale Widerstand hat nicht die Aufgabe, als demokratische Kraft gewählt zu werden – das wird sowieso nicht passieren – er hat die Aufgabe, Kader zu bilden, junge Leute ranzuziehen und sich auf Kommendes vorzubereiten.

Das komplette zehnseitige Interview gibt es in der Ausgabe 8 der N.S. Heute –
Erscheint Mitte März 2018

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