Ausgabe 8, Leseprobe 2/3: Über Gräber vorwärts! – Tag der Ehre und Ausbruch-Marsch in Ungarn

Im Februar 2018 machte sich eine vierköpfige Reisegruppe auf den Weg nach Budapest, um die deutsch-ungarische Kameradschaft durch die Teilnahme am Gedenken zum Tag der Ehre und am anschließenden Ausbruch-Marsch weiter zu festigen. Von der Schwierigkeit des 60 Kilometer langen Leistungsmarsches überrascht, erreichten doch alle Teilnehmer der Reisegruppe erfolgreich das Ziel – trotz Kälte, Eis und Schnee in den Budaer Bergen.

(…) Tag der Ehre auf dem Kapistran-Platz

Zur Erinnerung an die Schlacht um Budapest findet jedes Jahr an einem Sonnabend um den 11. Februar herum der Tag der Ehre statt, zugleich die zentrale Gedenkveranstaltung des ungarischen Nationalen Widerstandes. Für ungarische Verhältnisse recht untypisch, ging der Veranstaltung diesmal eine juristische Auseinandersetzung voraus. Wie uns die ungarischen Kameraden berichteten, hätte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán nach dem Tag der Ehre 2017 der Vereinigung der jüdischen Gemeinden in Ungarn (vergleichbar mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland) persönlich versprochen, das Gedenken im nächsten Jahr verbieten zu wollen. Tatsächlich wurde der Tag der Ehre 2018 zunächst von der Polizei untersagt, das Verbot wurde aber schließlich vom Gericht aufgehoben. – Hier sind die Verhältnisse in Ungarn und Merkeldeutschland ausnahmsweise Mal recht ähnlich.

Allerdings durfte der Tag der Ehre diesmal nicht, wie von den Veranstaltern gewünscht, auf dem Heldenplatz stattfinden, sondern wurde auf den Kapistran-Platz verlegt, wo direkt im Anschluss der Ausbruch-Marsch startete. Der Platz im nördlichen Burgviertel unweit des Wiener Tors wurde nach Johannes Kapistran (1386-1456) benannt, der sich im 15. Jahrhundert als „Kreuzprediger“ am Kreuzzug gegen die Türken beteiligte. Ihm zu Ehren wurde im Jahr 1922 auf dem Platz ein Denkmal errichtet.

Vor diesem Denkmal beginnt pünktlich um 15 Uhr der Tag der Ehre 2018. Mehrere hundert Kameraden aus verschiedenen europäischen Ländern stellen sich mit Bannern, Fahnen, Kränzen und Kerzen im Halbkreis auf. Mit eigenen Bannern und Kränzen sind unter anderem vertreten: Sixty-Four Counties Youth Movement, Hammerskins, Skins 4 Skins, Blood & Honour/C18 Ungarn, Blood & Honour-Sektionen aus Bulgarien, Italien und den Niederlanden, Nordic Resistance Movement aus Schweden sowie Nationalisten aus Polen, Russland und dem gesamten deutschsprachigen Raum (der Klarstellung halber sei erwähnt, dass „Blood & Honour“ in Deutschland verboten ist und die Aufzählung nur zu dokumentarischen Zwecken erfolgt). Kameraden von DIE RECHTE sind ebenso anwesend wie vom III. Weg, der NPD, der Europäischen Aktion und freien Kameradschaften. Leider wird auf der Kundgebung, wahrscheinlich mangels interner Absprache, kein „deutscher Block“ gebildet, die deutschen Kameraden stehen über die gesamte Kundgebung verteilt.

Das Gedenken wird mit dem Abspielen der oben zitierten, 73 Jahre alten Botschaft von General Otto Wöhler an die Verteidiger von Budapest eingeleitet. Die erste Rede des Tages wird von Béla Incze gehalten, dem Co-Leiter des Sixty-Four Counties Youth Movement. In seiner Rede betont er, dass das Aufstellen der Kränze und das Anzünden der Kerzen nur dann aufrichtig sein können, wenn wir in der Lage sind, die Tugenden zu erkennen, die unsere Vorgänger für uns vorgelebt haben.

Anschließend hält der Verfasser dieser Zeilen eine Grußbotschaft. Die Rede wird auf Deutsch gehalten und abschnittsweise ins Ungarische übersetzt. Den Teilnehmern wird so noch einmal ins Gedächtnis gerufen, dass wir uns auf diesem Platz und auch in der folgenden Nacht beim Ausbruch-Marsch auf historischem, blutgetränktem Gebiet bewegen. Das auf Johann Wolfgang von Goethe zurückgehende Sprichwort „Und so, über Gräber vorwärts!“ symbolisiere, dass wir die Vergangenheit im Herzen tragen, aber die Zukunft im Blick haben. So können wir auch an dieser Stelle und in der Nacht auf den blutgetränkten Feldern der Budaer Berge sagen: „Und so, Kameraden, über Gräber vorwärts!“

Danach greift Phil von FLAK zur Gitarre und spielt die bekannte Ballade „Drei wie Brüder“ von Lunikoff. Die Veranstalter sprechen nochmal ihren ausdrücklichen Dank aus für seine vorbildliche Einstellung, trotz hohen Fiebers dem Ruf des Gewissens nach Budapest gefolgt zu sein. Als weiterer Redner betritt der ungarische Kamerad Zsolt Tyrityan die Bühne und leitet das militärische „Wir sind!“-Ritual ein, mit dem analog zu dem auf deutschen Heldengedenken durchgeführten Totenappell die gefallenen Kameraden zurück in unsere Reihen gerufen werden. Laut und kraftvoll schallt mehrmals das ungarische „Vagyunk!“ durch die alten Mauern der Budaer Burg.

Während im Hintergrund das Lied vom guten Kameraden auf Deutsch abgespielt wird, legen Vertreter der verschiedenen Organisationen aus dem In- und Ausland ihre Kränze am Denkmal nieder, anschließend werden die Melodien der ungarischen und der deutschen Nationalhymne abgespielt. Nach der offiziellen Beendigung der Gedenkveranstaltung legen weitere Teilnehmer ihre Kränze und Kerzen am Denkmal ab und halten einen Moment inne in Gedenken an die heldenhaften Verteidiger von Budapest.

Schlitterpartie in den Budaer Bergen

Direkt im Anschluss an das Gedenken kann man seine Startunterlagen für den Ausbruch-Marsch abholen. Der Marsch findet in diesem Jahr bereits zum 12. Mal statt und wird von der „Aktionsgruppe Börzsöny“ (zu Deutsch: Aktionsgruppe Pilsengebirge) organisiert. Jeder Teilnehmer kann auswählen, ob er 25, 35 oder 60 Kilometer marschieren will. Wer sich für die 25 oder die 60 Kilometer entscheidet, startet direkt auf dem Kapistran-Platz. Kameraden, die den 35er machen wollen, werden zum Kilometerpunkt 25 gebracht und starten ihren Marsch von dort aus. Doch mit solchen Kinkerlitzchen geben wir uns natürlich nicht ab, unsere Reisegruppe hatte sich bereits im Vorfeld per Email für den Ausbruch 60-Marsch angemeldet, der vom Kapistran-Platz bis zum Schulgebäude von Szomor nordwestlich von Budapest führt. In Szomor hatte SS-Obergruppenführer Karl Pfeffer-Wildenbruch einst die Aufnahme seiner Soldaten von den Stellungen der Wehrmacht erbeten.

Bereits am Startpunkt springt uns ins Auge, dass viele Teilnehmer in zeitgenössischer Militärkleidung marschieren. So lobenswert das Vorhaben, den Marsch in historischer Uniform zu absolvieren, auch ist: Wer sich in originale oder nachgemachte Wehrmachtskleidung schmeißt, aber dabei den neuesten Survival-Rucksack auf den Rücken geschnallt hat, hätte das mit der Uniform doch lieber ganz sein lassen sollen. Einige haben sich immerhin einen stilechten Wehrmachts-„Affen“ besorgt, wie man die Tornister wegen ihres Felldeckels früher nannte – so ist das Bild wenigstens komplett

Wir starten gutgelaunt um 16.30 Uhr mit unserem Marsch, die ersten Meter führen vom Kapistran-Platz durch das Wiener Tor, wo einst das erste große Gemetzel des historischen Ausbruchsunternehmens stattgefunden hatte. Von dort aus führt der Marsch weiter westlich in Richtung der Budaer Berge. Wir haben zwar keine Ahnung von der Streckenführung und auch keinen Stadtplan dabei, doch wir folgen einfach der Masse der Marschierenden, so können wir nichts falsch machen. Nach dem ersten längeren und teilweise steilen Anstieg Richtung Wald bin ich trotz Minusgraden schon nassgeschwitzt. Den Pullover muss ich erstmal ausziehen, ab jetzt wird nur mit T-Shirt und Jacke gewandert…

Den vollständigen Artikel gibt es in der Ausgabe 8 der N.S. Heute –
Erscheint Mitte März 2018!

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