Zum 10. Todestag von Friedhelm Busse – Siggi Borchardt über seine Kampfzeit mit dem Chef (Leseprobe 3/3)

Friedhelm mit Siggi Borchardt (l.) Ende der 80er-Jahre in München / © Archiv Siggi Borchardt

Heute vor genau zehn Jahren, am 23. Juli 2008, starb mit Friedhelm Busse einer der bekanntesten Protagonisten des Nationalen Widerstandes. Als 16-Jähriger kämpfte er noch bis in die letzten Kriegstage als Panzerjäger gegen die Alliierten, danach stand er sein ganzes Leben lang im politischen Kampf für ein freies Deutschland an vorderster Front – was ihm nicht weniger als sieben Jahre Gesinnungshaft in den Systemkerkern einbrachte. Der Hass des Systems auf den charismatischen Nationalisten ging so weit, dass man Friedhelm noch todkrank und im Rollstuhl sitzend ins Gefängnis sperrte. Sein langjähriger Weggefährte Siegfried Borchardt erinnert sich an den Politiker, Kämpfer und Kameraden Friedhelm Busse. (der Artikel erschien erstmals in der aktuellen Ausgabe Nr. 10 der N.S. Heute – hier geht es zur Bestellung)

Häufig – auch heute noch – wenn ich frühmorgens, manchmal ein wenig lustlos, aufwache, höre ich die Stimme von Friedhelm: „Siggi, aufstehen, Revolution machen!“ Wenn ich dann, schon ein wenig besser gelaunt, am Fenster meiner Wohnung stehe und auf unseren „Nazi-Kiez“ hier in Dortmund-Dorstfeld schaue, denke ich: Friedhelm, schade, dass Du das nicht mehr erleben darfst. Sicher würde Friedhelm auch bei uns wohnen. Er würde sich hier wohl fühlen und wir würden von seiner charismatischen Persönlichkeit profitieren – so wie ich ihn vor über 30 Jahren kennenlernen durfte und für mein restliches Leben von ihm geprägt wurde. Ein kompromissloser, radikaler Kämpfer für Deutschland!

Wir waren beide Mitglied der Gefangenenhilfsorganisation HNG und waren beide inhaftiert. Friedhelm in Bayern (unter anderem wegen „Unterstützung einer terroristischen Vereinigung“) und ich in NRW (unter anderem wegen Landfriedensbruchs und Volksverhetzung). Wir schrieben uns und blieben fortan in engem Kontakt. Zuvor hatte ich nur über Friedhelm gelesen und durch Gespräche mit Kameraden etwas über ihn erfahren.

Als wir dann 1986/87 entlassen wurden (ich wurde ein paar Monate nach Friedhelm entlassen), konnten wir uns endlich persönlich kennenlernen. Zu meiner Freude war er inzwischen Mitglied in der FAP geworden, der ich schon seit 1983 angehörte. Gleichzeitig konnte ich alles vergessen, was ich bis dato über ihn erfahren hatte… er war besser! Ein begnadeter Redner, man konnte ihm zwei Stunden zuhören – was auch tatsächlich passieren konnte – ohne dass es langweilig wurde. Bei einem Parteitag in Niedersachsen gab es eine Verzögerung, weil anreisende Kameraden von der Polizei aufgehalten wurden. Friedhelm wurde gebeten, diese Zeit zu überbrücken. Ohne Vorbereitung redete er zwei Stunden und die Kameraden jubelten. Ein Vollblutpolitiker, mit absolutem Willen zur Macht, was sich im Laufe unserer gemeinsamen Kampfzeit positiv bestätigen sollte.

Nach einigen internen „Machtkämpfen“ übernahmen wir die Führung der FAP, bis zu ihrem endgültigen Verbot 1995. Wir hatten sehr gute Mitstreiter an unserer Seite, die größtenteils auch heute noch in anderen Gruppen und Parteien aktiv sind: Thorsten Heise, Dieter Riefling, Christian Malcoci, Bernd Stehmann, Ralph Tegethoff, Jürgen Mosler, um nur einige sehr gute Leute zu nennen. So schafften wir es unter anderem, am 20. April 1989, dem 100. Geburtstag Adolf Hitlers, die Zulassung zur Europawahl zu bekommen und als erste nationale und sozialistische Partei seit 1945 an bundesweiten Wahlen teilzunehmen.


Rudolf-Heß-Marsch, ca. 1990; mit kariertem Hemd Jürgen Mosler / © Archiv Siggi Borchardt


Mit Siggi Borchardt auf einem Soldatenfriedhof in Verdun / © Archiv Siggi Borchardt

Wenn es Zeit und Geld zuließen, trafen wir uns auch so oft wie möglich privat. Wobei „privat“ bei Friedhelm relativ war. Er war 24 Stunden täglich im Dienst. Bei wirklich jeder Gelegenheit demonstrierte er unsere Gesinnung. Ein Gang durch die Innenstadt konnte so schon mal ein paar Stunden dauern. An jedem Infostand, und sei es vom Roten Kreuz, verwickelte er die Menschen in politische Diskussionen. Selbst ein Besuch im Supermarkt eskalierte, wenn er zum Beispiel einen Beutel mit Jaffa-Orangen hochhielt und lautstark fragte, ob dies die Orangen aus Israel wären, die schon mal mit Blausäure vergiftet würden. Bei einem Besuch im Hofbräuhaus, als ein paar Tische weiter ein einarmiger, betrunkener Fußballfan seinen verbliebenen Arm zum Führergruß erhob und das Horst-Wessel-Lied anstimmte, schrie er diesen an, er würde ihm den anderen Arm auch noch ausreißen, falls er es noch einmal wagen sollte, betrunken das „heilige Lied der Bewegung“ zu singen.

Ebenfalls in München, als wir einmal spätabends in die „Theaterklause“ einkehrten, wo die Leute mit Abendgarderobe saßen und Friedhelm merkte, dass ich mich dort nicht wohl fühlte, in Kampfstiefeln und Militärpullover, sagte er laut in Richtung der Damen, die an unserem Tisch saßen: „Siggi, Du brauchst Dich nicht zu schämen. Diese schmuckbehangenen Weiber, die hier die Kohle ihrer Männer verfressen und versaufen, die diese unserem Volk gestohlen haben, müssen sich schämen!“ Das hat man sich dann sehr beruhigt. 🙂

Selbst ein Kaffee in einer Raststätte an der Autobahn endete mit einem Polizeieinsatz und einer Anzeige, nachdem Friedhelm über 5 DM für ein Kännchen Kaffee bezahlen sollte. Er ließ den Geschäftsführer kommen und fragte ihn, ob er meinen würde, dass Adolf Hitler die Autobahnen hat bauen lassen, damit Banditen wie er die Volksgenossen ausrauben könnten. Solche Geschichten konnte man am laufenden Band mit ihm erleben…

Unvergessen bleiben auch die Reisen ins europäische Ausland. Ob bulgarische Hooligans, spanische Skinheads oder dänische Nationalsozialisten, Friedhelm hatte keine Berührungsängste und konnte jeden begeistern. Bei einer Bulgarienreise aus Anlass eines Länderspiels haben wir uns mit bulgarischen NS-Hooligans in einem Fünf-Sterne-Hotel getroffen. Anschließend nahmen sie Friedhelm mit ins Stadion und würgten einen Ordner, da er es gewagt hatte, von Friedhelm eine Eintrittskarte zu verlangen. Als wir bei einer Einreise in Rumänien nicht passieren durften, weil wir für den privat gemieteten VW-Bus keine Überlassungserklärung des Halters vorweisen konnten, wies er uns an, diese zu suchen. Er wolle so lange ins Café gehen. Obwohl wir wussten, dass wir so ein Dokument nicht besaßen, folgten wir seiner Anweisung. Zehn Minuten später hielt Friedhelm eine Überlassungserklärung in den Händen und wir konnten die Reise fortsetzen. Irgendwo hatte er ein Blatt Papier und einen Kugelschreiber organisiert. Sah jedenfalls offiziell aus, das Teil!


Friedhelm hatte Einreiseverbot nach Österreich, der gebürtige Österreicher und niedersächsische FAP-Landesvorsitzende Karl Polacek hatte Einreiseverbot in die BRD. Daher traf man sich im Januar 1992 auf der Salzachbrücke, die das bayerische Laufen mit dem österreichischen Oberndorf bei Salzburg verbindet, zum Austausch wichtiger Parteiunterlagen. / © Archiv Siggi Borchardt


Fahnenweihe beim Gedenken an José Antonio Primo de Rivera im „Tal der Gefallenen“ in Madrid / © Archiv Siggi Borchardt

Leider war die Fluktuation in der Führungsriege sehr hoch, was unter anderem daran lag, dass alle Kameraden ihre Aufgaben sehr ernst nahmen und diese oft mit bundesrepublikanischem Recht kollidierten. Manchmal mussten wir Monate oder Jahre auf gute Kameraden verzichten. So war unser damaliger Bundesschatzmeister nicht nur für die Verwaltung der Gelder zuständig, sondern auch für deren Beschaffung… Gleich dreimal fiel ich während unserer gemeinsamen Zeit für ca. ein Jahr aus. Leider hat Friedhelm den Rest seiner letzten, über zweijährigen Haftzeit, nur um ein paar Monate überlebt und ist mit 79 Jahren verstorben.

Nach einer schweren Operation, bei dem ihm ein Bein teilamputiert wurde, sagte er mir noch: „Siggi, diese Volksverräter trete ich auch noch mit einem Bein in den Arsch!“ Das war mein Chef! Seine Beerdigung, mit HK-Fahne (Danke, Steiner!), Auseinandersetzungen mit Polizei und Presse inklusive Festnahmen, wird ihm gefallen haben!!!

WENN EINER VON UNS MÜDE WIRD,
DER ANDERE FÜR IHN WACHT.

WENN EINER VON UNS ZWEIFELN SOLLT,
DER ANDERE GLÄUBIG LACHT.

WENN EINER VON UNS FALLEN SOLLT,
DER ANDERE STEHT FÜR ZWEI.

DENN JEDEM KÄMPFER GIBT EIN GOTT
DEN KAMERADEN BEI.

Der Kampf geht weiter, Friedhelm!
Wir sehen uns in Walhalla!

Siegfried Borchardt, Jahrgang 1953, war von 1988 bis 1995 Busses Stellvertreter in der FAP; große Bekanntheit erlangte Siggi in den 1980er-Jahren vor allem als Hooligan der legendären Dortmunder „Borussenfront“; seit 2012 ist er Mitglied der Partei DIE RECHTE, dort aktuell Kreisvorsitzender von Dortmund, Mitglied der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord und Listenkandidat zur Europawahl 2019.


Von Friedhelm im Gefängnis handgezeichnete Grußkarte zum 50. Geburtstag von Siggi Borchardt im November 2003 / © Archiv Siggi Borchardt


Der damalige NPD-Bundesvorsitzende Udo Voigt spricht auf Friedhelms Beerdigung in Passau / © NPD-Kreisverband Neu-Ulm/Günzburg


Friedhelms Grabspruch: „Wer so gewirkt im Leben, so erfüllte seine Pflicht, und stets sein Bestes hat gegeben, für immer bleibt er euch ein Licht.“ / © Der III. Weg

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2 Kommentare

  1. Klasse Bericht von einem der besten über den besten! Ich bin stolz mit beiden auf einigen Veranstaltungen unter unserer Fahne Marschieren geduckt zu haben. Wie doch die Zeit vergeht! Ruhe in Frieden Friedhelm

  2. Kamerad Friedhelm busse
    Kamerad Volker heidel
    Kamerad Erwin Schönborn und alle andern toten der Bewegung
    Ruhet in Frieden
    Wir vergessen euch nicht

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