Ausgabe 13, Leseprobe 2/3: Gerhard Kaindl – Opfer der antideutschen Pogromstimmung

Gerhard Kaindl ist das wohl bekannteste Mordopfer linksterroristischer Strukturen der Nach-Wende-Zeit. Neben der Brutalität der Bluttat schockiert vor allem der unsägliche Gerichtsprozess gegen einige der Täter, den Linksextremisten als Bühne für ihre Solidaritätsbekundungen mit den Angeklagten nutzten und an deren Ende die Täter mit lächerlichen Strafen davonkamen. Bis heute werden die feigen Mörder in linken Kreisen als Helden verehrt.

Am Freitag, den 3. April 1992, führt das national-bürgerliche Hoffmann-von-Fallersleben-Bildungswerk in Berlin-Neukölln eine Vortragsveranstaltung durch. Der Österreicher Konrad Windisch spricht zum Thema „Ludwig Uhland – Dichter und Patriot“. Unter den Gästen befindet sich auch Gerhard Kaindl, 47 Jahre alt, diplomierter Elektroingenieur, Inhaber einer kleinen Firma, verheiratet und Vater eines Sohnes, von 1989 bis 1991 Mitglied der Republikaner und zeitweise im Berliner Landesvorstand tätig, seit dem Parteiaustritt Mitglied der rechten Sammlungsbewegung „Deutsche Liga für Volk und Heimat“ (DLVH).

Nach dem Vortrag beschließen Kaindl und fünf weitere Teilnehmer der Veranstaltung, den Abend im chinesischen Restaurant „Jin-Shan“ am Kottbusser Damm in Kreuzberg ausklingen zu lassen. Neben Kaindl gehören zu der Gruppe: Carsten Pagel, seinerzeit Berliner REP-Landesvorsitzender, Thorsten Thaler, Geschäftsführer und Pressesprecher der Abgeordnetenhaus-Fraktion der Republikaner, der Verleger Dietmar Munier mit einem Mitarbeiter sowie Gabriele H., Vorstandsmitglied der Deutschen Liga. In harmonischer Atmosphäre wird gegessen und getrunken, im Laufe des Abends bietet ein Rosenverkäufer der Gruppe seine Ware an. Höflich wird ihm mitgeteilt, dass kein Interesse besteht. Ein ausländischer Gast ruft zum Rosenverkäufer herüber: „Die kaufen sowieso nichts, das sind Republikaner!“ Aber alles bleibt entspannt – scheinbar.

Die ausländische Person, die den Rosenverkäufer auf den politischen Hintergrund der Abendgesellschaft aufmerksam gemacht hat, verlässt das Lokal und informiert eine türkisch-kommunistische Gruppe namens „Antifasist Gençlik“ („Antifaschistische Jugend“) darüber, dass sich gerade „Nazis“ im Kiez aufhielten. Um die Stimmung weiter anzuheizen, lügt er die angerufene Person an, die Rechten hätten den Rosenverkäufer beleidigt. Wenige Minuten später sammelt sich vor dem China-Restaurant eine Gruppe von 10-12 Personen, überwiegend Türken und Kurden, aber auch einzelne Deutsche. Die Abendgesellschaft im Restaurant ahnt nicht, welches Unheil sich gerade vor dem Lokal zusammenbraut.

Mörderbande kommt mit Baseballschlägern, Messern und einem Degen

Eigentlich wollen die Kommunisten warten, bis die Rechten das Lokal verlassen, doch gegen 0.25 Uhr verlieren sie die Geduld: 8-10 Personen aus der Gruppe vermummen sich und stürmen ins Lokal, ein weiterer Täter sichert die Tür. Die Angreifer, bewaffnet mit Baseballschlägern, Messern und einem selbstangefertigten Degen mit einer 52 cm langen Klinge, stürmen auf den Tisch am Ende des Raumes zu, wo die Rechten gerade aufbrechen wollen. Einer der Angreifer sticht sofort auf den völlig arglosen Gerhard Kaindl ein, der mit dem Rücken zur Tür sitzt. Nach drei Messerstichen in den Rücken bricht Kaindl zusammen. Vermutlich ein anderer Täter sticht auf den daneben sitzenden Thorsten Thaler ein, während die anderen Gäste in Todesangst versuchen, mithilfe eines Tisches die Täter auf Abstand zu halten. Der Angriff wird nach etwa einer Minute vom Wirt des chinesischen Restaurants beendet, der eine Gaspistole zieht und damit wahrscheinlich einige Menschenleben rettet. Einer der Täter brüllt noch irgendetwas Unverständliches über „Faschismus“ durch das Restaurant, dann ergreift die Mörderbande die Flucht. Gerhard Kaindl verstirbt noch am Tatort, Thorsten Thaler kann durch eine Notoperation gerettet werden, die anderen kommen mit dem Schrecken davon. Wie Carsten Pagel 25 Jahre später in der Jungen Freiheit (Ausgabe 15/2017) schreiben wird, war es die Sitzordnung, die in dieser Nacht über Leben und Tod entschied: Gerhard Kaindl traf der tödliche Angriff nur deshalb, weil er den in das Lokal stürmenden Tätern am nächsten saß.

Prozess wird von linksextremen Solidaritätsbekundungen überschattet

Der polizeiliche Staatsschutz nimmt noch in derselben Nacht die Ermittlungen auf. Der brutale Mord schlägt deutschlandweit hohe Wellen, dementsprechend mangelt es nicht an der Ernsthaftigkeit der Ermittlungen: Die Polizei gründet eine Sonderkommission mit 20 Mitarbeitern, für Hinweise zur Ergreifung der Täter wird eine Belohnung in Höhe von 10.000 Mark ausgelobt. Die Mordkommission durchforstet intensiv die Kreuzberger Antifa-Szene, einschlägig bekannte Lokale werden aufgesucht und mögliche Zeugen befragt. Doch die Linksextremisten der späteren Bundeshauptstadt halten über ihr Wissen mit erstaunlicher Hartnäckigkeit das Leichentuch des Schweigens. Der Durchbruch gelingt den Ermittlern erst im November 1993, also 19 Monate nach der Tat, als zwei Tatbeteiligte umfangreiche Angaben über den Tatverlauf und ihre Mittäter machen. Vier Tatverdächtige werden festgenommen, sechs weitere mit internationalem Haftbefehl gesucht…

Den vollständigen Artikel gibt es in der Ausgabe 13 der N.S. Heute –
Erscheint Mitte Januar 2019!

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Quelle Titelbild: Junge Freiheit

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