Politische Säuberung bei der Leipziger Buchmesse

Kritische Verlage unerwünscht: Der Antrag des Sturmzeichen-Verlags auf Zulassung zur Leipziger Buchmesse wurde abgelehnt – wegen mangelnder politischer Linientreue zum Merkel-Regime! Dies dürfte in der Geschichte der Leipziger Buchmesse ein beispielloser Vorgang sein und es ist ein weiteres Anzeichen dafür, wie die politischen Machtinstrumente zur Bekämpfung von regimekritischen Verlagen und Publizisten missbraucht werden.

Der Sturmzeichen-Verlag stellte Ende Dezember 2018, wie tausende andere Aussteller auch, einen Antrag auf Zulassung eines eigenen Standes bei der Leipziger Buchmesse, die in diesem Jahr vom 21. bis zum 24. März stattfindet. Die Leipziger Messe ist zusammen mit der Frankfurter Buchmesse marktbeherrschend und ist als erster großer Branchentreff im Kalenderjahr Impulsgeber für wichtige Neuerscheinungen auf dem Bücher- und Zeitschriftenmarkt. Allerdings zeigt sich auch hier mal wieder: Was anderen Verlagen mit größter Selbstverständlichkeit erlaubt wird, wird regimekritischen Unternehmen schlichtweg verweigert.

Anfang Februar erklärte der Justitiar der Leipziger Buchmesse, Robert Peuker, gegenüber dem Sturmzeichen-Verlag schriftlich, dass die Messeveranstalter die Teilnahme unseres Verlages ablehnen und die Zulassung verweigert wird. Begründung: Der Sturmzeichen-Verlag wird vom BRD-Inlandsgeheimdienst namens „Verfassungsschutz“ dem „rechtsextremen neo-nationalistischen Spektrum“ zugeordnet.

Diese Angelegenheit verdient es, näher beleuchtet zu werden: Der Inlandsgeheimdienst untersteht direkt dem Innenministerium, sprich der jeweiligen Landes- oder Bundesregierung. Damit entscheiden also die regierenden Parteien, welche Konkurrenzparteien, Organisationen und Unternehmen vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Die Wertung der politischen Konkurrenz wird dann von regimenahen Messeveranstaltern wie der „Leipziger Messe GmbH“ zum Anlass genommen, kritische Verlage von ihren Veranstaltungen auszuschließen, wohlwissend, dass damit in die Freiheit des Gewerbebetriebes eingegriffen wird.

Aktuell lassen wir von verschiedenen Anwälten die Erfolgsaussichten juristischer Schritte prüfen. Sofern gute Erfolgsaussichten gegeben sind, werden wir auf jeden Fall versuchen, uns einen Stand auf der Buchmesse einzuklagen.

Seitensperrungen in Sozialen Netzwerken, nicht ausgestellte Presseausweise, Kontokündigungen und verweigerte Messezulassungen werden uns natürlich nicht davon abhalten, die N.S. Heute in gewohnter Regelmäßigkeit herauszubringen, außerdem arbeiten wir derzeit auch schon an neuen Buchprojekten. Da uns die Werbemöglichkeiten, die anderen Verlagen zur Verfügung stehen, verwehrt bleiben, sind wir jedoch auf Eure Unterstützung angewiesen: Werbt in Eurem Freundes- und Kameradenkreis für die N.S. Heute, weist auf unseren Netzladen (www.nsheute.com/netzladen) hin und unterstützt uns mit einem Abonnement für nur 29,40 € pro Jahr (www.nsheute.com/abo)!

2 Kommentare

  1. War ja abzusehen das rechte Verlage von Buchmesse ausgeschlossen werden.. Warum machen die rechten und systemkritischen Verlage nicht selber eine Buchmesse Thorsten Heise könnte doch eine organisieren, der hat ein Händchen dafür

  2. Wenn „rechtsextrem“ oder „neonationalistisch“ als Ausschlusskriterien gelten, kann man nun wirklich nicht von einer demokratischen Auswahl sprechen. Beide politischen Zuschreibungen sind selbst in dieser Republik nicht verboten.
    Eine nationalistische Stimme muss in einer echten Demokratie mehr als hörbar/lesbar sein dürfen.
    Wenn sich nichts geändert hat, wird es dennoch auch in diesem Jahr Verlage geben, die nationale Werke publizieren.

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