N.S. Heute Nr. 16, Leseprobe 3/3: Ikone des kroatischen Nationalismus – Zum 130. Geburtstag von Ante Pavelic

Wir schreiben den 10. April 1941: Das kroatische Volk hat nach einem über 850 Jahre andauernden Kampf endlich seine staatliche Unabhängigkeit und Freiheit erlangt. Dies hätte nie geschehen können, wenn deutsche Truppe das jugoslawische Terror-Regime nicht zerschlagen und in die Hölle geschickt hätten. Das kroatische Volk war endlich frei und viele Exil-Kroaten konnte in ihre Heimat zurückkehren. Staats- und Regierungschef wurde der Freiheitskämpfer Dr. Ante Pavelic. Zusammen mit der Ausrufung des Unabhängigen Staates Kroatien begann ein vier Jahre andauernder Kampf an der Seite der Achsenmächte, gegen den russischen Bolschewismus auf der einen und den us-amerikanischen Imperialismus auf der anderen Seite.

Parteifunktionär und kroatischer Freiheitskämpfer

Ante Pavelic wurde am 14. Juli 1889 als Sohn eines Eisenbahnarbeiters im bosnischen Bradina geboren, das Österreich-Ungarn vom Osmanischen Reich okkupiert hatte. Ständige Arbeitswechsel des Vaters hatten zur Folge, dass die Familie oft umziehen musste. Als Kind besuchte Pavelic eine moslemische Schule, wo er mit islamischen Bräuchen und Traditionen in Berührung kam, was sich später auch auf sein politisches Handeln auswirken sollte. Er besuchte eine Schule im bosnischen Travnik, absolvierte das Gymnasium in Senj und maturierte 1910 in Zagreb.

Wie wir alle, hatte auch Pavelic ein prägendes Ereignis, welches ihn der Zugehörigkeit zu seinem Volk und zu seinem Vaterland bewusstmachte. Dieses Ereignis im Leben des Ante Pavelic geschah während eines Ausflugs zusammen mit seinen Eltern in die kroatische Stadt Lika, wo er erstmals mitbekam, dass Kroatisch nicht nur die Sprache der Bauern war, sondern dass auch die Stadtleute kroatisch sprachen. Während Pavelic die Schule in Travnik besuchte, wurde er ein glühender Anhänger der nationalistischen „Partei des Rechts“ von Ante Starcevic und seines Nachfolgers, Josip Frank. 1905 verursachten gesundheitliche Probleme ein vorübergehendes Aussetzen seines bildungstechnischen Werdegangs. Arbeit fand er bei der Eisenbahnlinie Sarajevo-Visegrad, 1910 begann er schließlich ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität von Zagreb.

Im Jahr 1912 wurde Pavelic unter dem Verdacht, in Mordpläne gegen den Ban (Landesfürst) von Kroatien-Slawonien, Slavko Cuvaj, verwickelt zu sein, kurzfristig festgenommen. Im Jahre 1914 beendete er sein Studium und promovierte im Juli 1915 zum Doktor der Rechte. Während seiner Universitätszeit wurde der junge Pavelic Wortführer der Studentenorganisation „Mlada Hrvatska“ („Junges Kroatien“). Während des Ersten Weltkrieges arbeitete er als Schreiber im Büro von Aleksander Horvat, dem damaligen Vorsitzenden der Partei des Rechts. Nachdem er seine Schreibtätigkeit für Horvat beendet hatte, ließ er sich als Anwalt in Agram (Zagreb) nieder.

Schon damals spielte Pavelic eine wichtige Rolle in seiner Partei. Als Angestellter und Freund von Aleksander Horvat besuchte er wichtige Parteitreffen und vertrat seinen Chef während dessen Abwesenheit. 1918 übernahm Pavelic einen weiteren, verantwortungsvollen Posten, indem er die Geschäftsleitung seiner Partei übernahm. Als im Dezember 1919 das „Königreich der Slowenen, Kroaten und Serben“ (SHS-Königreich, Vorgängerregime des späteren Königreichs Jugoslawien) ausgerufen wurde, protestierte die Partei des Rechts öffentlich gegen den König und gegen die kroatenfeindlich eingestellten Serben. 1922 wurde Pavelic in den Stadtrat von Zagreb gewählt. Zu diesem Zeitpunkt war er Parteisekretär und traf Vorbereitungen für die Proklamation der kroatischen Unabhängigkeit. Noch im selben Jahr wurde er zusammen mit 30 bis 40 weiteren Parteimitgliedern aufgrund von anti-jugoslawischen Aktivitäten verhaftet. Einige Zeit später wurde Pavelic Mitglied des jugoslawischen Parlaments. Hier sprach er sich vor allem gegen den serbischen Nationalismus und für eine Unabhängigkeit Kroatiens vom SHS-Königreich aus. Von den serbischen Mitgliedern des jugoslawischen Parlaments wurde Pavelic hingegen verabscheut.

Die Parteikarriere des Ante Pavelic ging weiterhin steil bergauf: Nachdem er 1927 Vizepräsident der Partei des Rechts geworden war, repräsentierte er Zagreb beim Europäischen Kongress der Städte in Paris, er besuchte Rom und bot dem Außenminister des faschistischen Italiens eine Zusammenarbeit gegen den unliebsamen Gegner Jugoslawien an. Als einer der am konsequentesten nationalistisch eingestellten kroatischen Politiker seiner Zeit versuchte er durch verschiedene Kontakte, die Kroatien-Frage zu internationalisieren. Im Dezember 1927 verteidigte er als Anwalt vier mazedonische Studenten in Skopje, die angeklagt waren, der militanten, ebenfalls in Gegnerschaft zu Jugoslawien stehenden „Inneren Mazedonischen Revolutionären Organisation“ (IMRO) des Ivan Mihailov anzugehören.

Gründung von „Ustascha“ und Führer des Unabhängigen Staates Kroatien

Im Januar 1929 gründete Ante Pavelic die militante, kroatische Unabhängigkeitsbewegung „Ustascha“ („Der Aufständische“). Um einer Verhaftung zu entgehen, floh Pavelic in der Nacht vom 19. auf den 20. Januar nach Österreich. Hier trat er mit kroatischen Emigranten in Kontakt und zog nach einem kurzen Aufenthalt in Österreich weiter nach Budapest. Im März desselben Jahres ermordeten Ustascha-Mitglieder den pro-jugoslawischen Journalisten Toni Schliegel. Von Budapest aus nahm Pavelic Kontakt mit der mazedonischen IMRO auf und reiste im April 1929 in die bulgarische Hauptstadt Sofia. Dort unterzeichneten Pavelic und IMRO-Chef Mihailov die „Deklaration von Sofia“, die eine Zusammenarbeit zwischen Ustascha und IMRO besiegelte, mit dem klaren Ziel, sowohl ein unabhängiges Kroatien als auch ein unabhängiges Mazedonien zu schaffen. Aufgrund dieses Zusammenschlusses wurden Pavelic und dessen Mitstreiter, Ivan Perec, am 17. August von einem jugoslawischen Gericht in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Pavelic wurde am 25. September 1929 in Wien verhaftet und an Deutschland ausgeliefert.

Am 6. Dezember wurde die jugoslawische Königsdiktatur ausgerufen. Derweil wurde der Ustascha-Kampfbund immer aktiver und errichtete mit finanzieller Hilfe Mussolinis eigene Trainingslager in Italien. Am 9. Oktober 1934 ermordete das bulgarische Ustascha-Mitglied Wlado Tschernosemski den Tyrannen und König von Jugoslawien, Alexander I. Im August 1939 wurde die teilautonome „Banschaft Kroatien“ gegründet, allerdings ausgehandelt von dem Königstreuen Vladko Macek. Am 25. März 1941 trat Jugoslawien dem anti-kommunistischen, unter Führung von Deutschland, Japan und Italien stehenden Dreimächtepakt bei, doch nur zwei Tage später kam es zu einem Staatsstreich serbischer Offiziere. Am 6. April marschierten deutsche Truppen in Jugoslawien ein, die von der kroatischen Bevölkerung freudig empfangen wurden…

Den vollständigen Artikel gibt es in der Ausgabe 16 der N.S. Heute –
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