N.S. Heute Nr. 19, Leseprobe 1/3: Vor 25 Jahren wurde die FAP verboten – Anekdoten aus einer wilden Zeit

Mit Christian Worch, Thomas „Steiner“ Wulff, Siegfried Borchardt, Christian Malcoci, Arndt-Heinz Marx und Dieter Riefling erinnern sich sechs FAP-Veteranen anlässlich des 25. Jahrestages des FAP-Verbotes in Form von Anekdoten exklusiv für die N.S. Heute an eine wilde und stürmische Zeit.

Siggi in den 1980er-Jahren

Parteitag im Anwesen von Viktor Lutze

von Siegfried Borchardt

Nachdem ich nach über zweijähriger Gesinnungshaft Anfang 1987 entlassen worden war, machte ich mich gleich daran, den Kreisverband der FAP in Dortmund zu reorganisieren. Nach nur wenigen Wochen war der Dortmunder Kreisverband wieder der mitgliederstärkste in NRW und wohl auch bundesweit. Noch im gleichen Jahr stand auch der erste Wahlparteitag des Landesverbandes an. Wie damals üblich, wurde alles sehr konspirativ organisiert, sodass selbst mir nur der Großraum Tecklenburger Land im nördlichen Westfalen als Veranstaltungsort bekannt war. Der Vorabtreffpunkt für das Ruhrgebiet war eine Autobahnraststätte an der A2, Höhe Recklinghausen. Als unsere Reisegruppe mit unserem Kleinbus dort eintraf, waren schon einige Kameraden vor Ort und machten uns auf die Zivilfahrzeuge der Polizei aufmerksam, die dort zu unserer Überwachung standen. Zur Tarnung hatte es sich der Staatsschutz in unserem Raum angewöhnt, bei der Überwachung den Beifahrersitz in Liegestellung zu bringen und es so aussehen zu lassen, als wäre der Pkw mit nur einer Person besetzt, um dadurch weniger auffällig zu sein. Das war natürlich albern, da es unlogisch war, warum es auf einmal so viele Pkws ohne Beifahrersitz geben würde. Den Vogel schoss aber ein als Firmenwagen getarnter Transporter ab, bei dem in der Werbeaufschrift das „O“ ausgespart war, um Filmaufnahmen machen zu können. Man kam sich vor wie in einem zweitklassigen Spionagefilm.

Siggi im Jahr 2019

Jede Wagenbesatzung, die ihren Marschbefehl erhalten hatte, setzte sich sogleich selbständig in Bewegung, um so die Überwachung zu erschweren. Wir wurden natürlich von einem dieser „Ein-Mann-Wagenbesatzungen“ verfolgt. Ziel war ein Gebäude in Bevergern bei Höxter. Entweder lag es an der mangelhaften Wegbeschreibung oder an unserer Unfähigkeit, diese zu lesen, jedenfalls haben wir uns verfahren. Auf den engen Landstraßen vor Ort mussten wir mehrfach wenden, sodass unser Überwachungsteam uns jedesmal entgegenkam. Mittlerweile fanden die es wohl selbst schwul, dass sich neben dem Fahrer eine zweite Person in Liegestellung befand. Nachdem man sich also vernünftig hingesetzt hatte und uns mittlerweile das dritte Mal entgegenkam, beschleunigten sie spontan bis auf unsere Höhe und drehten die Scheiben runter. Der Beifahrer rief, sie hätten die Faxen dicke, wir sollten ihnen jetzt einfach hinterherfahren. So erreichten wir schließlich unser Ziel, wo schon reichlich Kameraden, Polizei und Presse versammelt waren.

Bei dem Veranstaltungsort handelte es sich um den „Saltenhof“. Ein historisches Gebäude, das Viktor Lutze, bis zu seinem Unfalltod 1943 Stabschef der SA, bauen ließ und das heute als Hotel genutzt wird. Damals stand es zum Verkauf und konnte von unserem Kameraden Erhard Kemper für unseren Parteitag angemietet werden. Auf dem Landesparteitag wurde ich zum NRW-Landesvorsitzenden gewählt. Im Anschluss fand ein Marsch zum Gedenkstein für Viktor Lutze statt, der nur einige hundert Meter vom Saltenhof entfernt ist und der dort offensichtlich heute noch steht. Mit einer Rede unseres Kameraden Friedhelm Busse, dem damals noch nicht verbotenen Widerstandgruß und dem damals ebenfalls noch nicht verbotenen Lied „Ein junges Volk steht auf“ beendeten wir den Parteitag. Pünktlich zur Fernsehübertragung kamen wir wohlbehalten wieder in Dortmund an…

Siegfried Borchardt, Jahrgang 1953, FAP-Mitglied von 1984 bis zum Verbot. Dort zeitweise Kreisvorsitzender in Dortmund, Landesvorsitzender in NRW, stellvertretender Bundesvorsitzender und Auslandsbeauftragter.

Den vollständigen Artikel gibt es in der Ausgabe Nr. 19 der N.S. Heute –
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