N.S. Heute Nr. 20/21, Leseprobe 2/3: „Betreuter Terror – Wie demokratische Regime von Amokläufen profitieren…“

von Manfred Breidbach

Es ist ein schöner Frühlingsmorgen, als der 18-jährige Julius Becker sein Klassenzimmer im Saarbrücker Ludwigsgymnasium betritt. Becker, welcher aus einer angesehenen Saarbrücker Familie stammt, war als Einzelgänger bekannt und wurde von seinen Mitschülern als Sonderling angesehen. Er wurde von ihnen als hochnäsig und eingebildet empfunden, weshalb er häufigem Mobbing ausgesetzt war. Oft war er das Opfer von Schmähgedichten und wurde besonders von seinem Mitschüler Gustav Eybisch am Vortag mit einer diffamierenden Zeichnung verhöhnt. Bevor Becker an diesem Tag seine Klasse betrat, hatte er eine Auseinandersetzung mit seinem Vater gehabt. Im elterlichen Haus war ein Brief der Schule eingetroffen, in welchem der Vater über den rapiden Leistungsabfall seines Sohnes informiert wurde.

Vor Beginn des Unterrichts hatte Becker seinen sechsschüssigen Revolver geladen, den er völlig legal erworben hatte. Nach dem Ende der ersten Unterrichtsstunde stand er wortlos auf und schoss seinem Kontrahenten Gustav Eybisch dreimal in den Kopf. Danach feuerte er ebenfalls dreimal auf seinen Mitschüler Adolph Brand, wobei dieser von zwei Kugeln getroffen wurde. Anschließend setzte er sich auf den Boden und ließ sich von der herbeigerufenen Polizei widerstandslos festnehmen. Obwohl beide Opfer den Anschlag schwerverletzt überlebten, wurde das Thema von der Boulevardpresse überregional aufgegriffen.

Was war der Grund für Beckers Amoktat?

War er ein rechter, linker oder religiöser Extremist?

War der Grund für seinen Amoklauf in einer radikalen Weltanschauung zu suchen?

War er ein Staatsfeind, ein Angehöriger einer radikalen Minderheit?

Hatte er sich im Internet oder anderweitig radikalisiert?

Hörte er gewaltverherrlichende Rockmusik oder spielte Ego-Shooter?

War er ein Waffennarr, welcher durch den leichten Zugang zu einer Waffe zu der Tat ermutigt wurde?

Keine dieser Fragen stellten sich, weder in der Presse noch vor Gericht. Nach eingehender ärztlicher Untersuchung wurde bei Becker eine narzisstische Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, welche sich in einer für ihn nicht zu bewältigenden Gesamtsituation im Prototyp aller Schulmassaker entlud, dem ersten Schul-Amoklauf in Deutschland, am 25. Mai 1871.

Weder Presse noch Regierung versuchten, den Amoklauf zu politisieren. Niemand kam auf die Idee, den Täter zwanghaft in einen nicht vorhandenen politischen Rahmen zu stecken. Selbst Kaiser Wilhelm I., auf den bereits drei Attentate mit Schusswaffen verübt worden waren, sah keine Veranlassung, die Waffengesetze in Deutschland zu verschärfen oder das Leben der Bürger in irgendeiner Weise durch „Sicherheitsgesetze“ einzuschränken. Die Tat wurde in der Öffentlichkeit als das wahrgenommen, was sie schließlich auch war: das Werk eines Geisteskranken. Becker wurde aufgrund seiner geistigen Störung als schuldunfähig eingestuft und in die Psychiatrie eingewiesen. Das Kaiserreich und seine damalige Gesellschaft waren ein für seine Zeit gut funktionierender Staat, in dem es keiner Panikmache vor politischen Gegnern bedurfte, obwohl diese durchaus vorhanden waren. Ein geisteskranker Gewalttäter wurde aus der Gesellschaft schlicht und einfach entfernt, ohne dabei die Freiheiten der Allgemeinheit einzugrenzen, wie dies heute in der Demokratie passiert. Problem und Ursache wurden erkannt und gelöst, wie es in einer funktionierenden Gesellschaft mit bürgerfreundlicher Regierung der Fall sein sollte. Es kam in der Folge auch zu keinen Nachahmungstaten. Was für ein Unterschied zur heutigen Zeit!

Erst im Jahre 1913, also über 40 Jahre später, kam es zu einem weiteren Amoklauf an einer Schule in Bremen, dem ersten mit vermeintlich religiösem Hintergrund. Der 30-jährige arbeitslose Lehrer Heinz Schmidt betrat mit zehn geladenen Pistolen und Revolvern und mehreren hundert Schuss Munition die Sankt-Marien-Schule, eine Jesuitenschule. Er tötete fünf Mädchen im Alter von sieben und acht Jahren und verletzte über 20 Kinder und Erwachsene schwer. Seine Tat begründete er in mehreren Briefen mit einem abgrundtiefen Hass auf Jesuiten, welche er für seine persönliche erfolglose Berufssituation verantwortlich machte. Schmidt wurde von Passanten überwältigt und wäre fast gelyncht worden. In einem späteren Prozess wurde er als das erkannt, was er war: als schwer geisteskrank. Infolgedessen wurde er bis zu seinem Tod 1932 in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen. Niemand kam aufgrund seiner wirren Anschuldigungen gegen Jesuiten auf die Idee, in seiner Tat etwas anderes als die nicht rational nachzuvollziehende Handlung eines Geisteskranken zu sehen. Niemandem kam es in den Sinn, diese Tat eines Psychopathen in irgendeiner Weise politisch oder religiös zu instrumentalisieren, wie dies heute leider ständig passiert. Dazu später mehr.

An dieser Stelle kommt nun erst einmal ein Zeitsprung. Nicht deshalb, weil es aus der Weimarer Republik und dem Dritten Reich nichts zu berichten gäbe, sondern weil wir nun mal im Merkel-Regime leben. Die bloße Erwähnung von Geschehnissen aus der Zeit des Dritten Reiches hat der N.S. Heute in jüngster Vergangenheit bereits ein vollkommen widersinniges Ermittlungsverfahren eingebracht. Von daher wollen wir dem Regime keine weiteren Aufhänger für neue Verfahren geben und klammern den entsprechenden Zeitrahmen einfach aus. Es gibt schließlich auch genug Interessantes zu unserem Thema aus den letzten 50 Jahren zu berichten. Neben den Amokläufen ist dies der Terrorismus…

Den vollständigen Artikel gibt es in der Ausgabe Nr. 20/21 der N.S. Heute –
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