30 Fragen an… Benjamin Moses (“Moe”)

1. Gab es ein – politisches oder persönliches – Ereignis, das Dich für Deinen weltanschaulichen Werdegang geprägt hat?

Ich wurde sehr jung politisch geprägt – sowohl durch mein Elternhaus, als auch durch die Teilnahme an Veranstaltungen, Vorträgen und Trauermärschen. Ein einzelnes Schlüsselereignis kann ich nicht benennen, vielmehr war es das Gesamtumfeld, das mich Schritt für Schritt formte und meine Weltanschauung nachhaltig beeinflusste.

2. Was fehlt unserem Volk heute am meisten?

Was unserem Volk heute am meisten fehlt, ist Zusammenhalt und Identität. Kaum jemand hat noch einen echten Bezug zu Heimat und den eigenen Menschen. Selbst Nachbarn kennen sich oft kaum – wir leben in einer Gesellschaft, die stark ich-bezogen ist und in der das Gemeinsame immer mehr verloren geht.

3. Kameradschaft bedeutet für mich …

… füreinander einzustehen – in guten wie in schlechten Zeiten. Sie heißt, sich gegenseitig anzuspornen, Stärke zu geben, aber auch Fehltritte offen miteinander zu besprechen. Kameradschaft ist für mich Vertrauen, Verbindlichkeit und gegenseitige Verantwortung.

4. Was war Deine größte politische Enttäuschung?

Meine größten Enttäuschungen waren weniger politischer Natur, sondern vor allem menschlich. Im politischen Spektrum habe ich erlebt, wie schnell Werte verraten oder persönliche Eitelkeiten über das gemeinsame Ziel gestellt werden. Diese Erfahrungen waren für mich prägender als jede programmatische Enttäuschung.

5. Welcher Mensch hat Dich besonders geprägt?

Besonders geprägt hat mich mein Vater. Ganz klischeehaft vielleicht, aber er war und ist für mich die Art Vater, die man sich nur wünschen kann – in der Kindheit wie auch im Erwachsenenalter. Seine Haltung, seine Werte und sein Rückhalt haben mich zu dem gemacht, der ich heute bin.

6. Welche politischen Ansichten hast Du im Laufe der Zeit über Bord geworfen?

Eine Ansicht, die ich im Laufe der Zeit über Bord geworfen habe, betrifft die alten Ostgebiete. Früher war dieses Thema für viele ein starker emotionaler Bezugspunkt – doch ich halte es heute nicht mehr für zeitgemäß. Statt in alten Grenzen zu verharren, sollten wir unseren Blick nach vorn richten und unsere Kraft auf den politischen Kampf für Europa konzentrieren.

7. Warst Du in Deiner Schulzeit eher beliebt oder unbeliebt – und was hast Du politisch daraus gelernt?

Schon in meiner Schulzeit war ich – wenn man es so sagen möchte – „rechts“ eingestellt. Das machte mich zwar nicht unbedingt zum Beliebtesten, aber auch keineswegs zum Außenseiter. Ich habe gelernt, dass man auch mit klarer Haltung seinen Platz findet und Respekt erhält, solange man dazu steht.

8. Könntest Du Dir vorstellen, jemanden zu lieben, der politisch eine vollkommen andere Meinung vertritt als Du?

Man sagt zwar: „Wo die Liebe hinfällt…“ – doch für mich wäre es schlichtweg nicht machbar. Ich wünsche mir in einer Partnerschaft Rückhalt für mein Handeln, nicht Skepsis oder ständige Konflikte. Liebe bedeutet für mich auch, gemeinsame Werte zu teilen.

9. Was ist Dein größtes Laster?

Mein größtes Laster klingt vermutlich harmloser, als es für meinen Geldbeutel ist: Ich sammle Oldtimer-Motorräder. Gesundheitlich völlig unbedenklich – finanziell dagegen ein Fass ohne Boden.

10. Beschreibe Deine Lebenseinstellung in einem Satz.

„Der einzig leichte Tag war gestern.“ Jeder neue Tag fordert mich heraus – und genau darin liegt seine Bedeutung. Stillstand gibt es nicht, nur den Weg nach vorn. Auch wenn er hart ist, auch wenn er Kraft kostet: Ich gehe ihn, Schritt für Schritt. Denn Stärke wächst nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Widerstand.

11. Welchen persönlichen Wunsch möchtest Du Dir erfüllen?

Meine persönlichen Wünsche sind etwas, das ich bewusst für mich behalte. Nicht, weil ich nichts zu sagen hätte – im Gegenteil. Doch es gibt Dinge, die gehören nicht in die Öffentlichkeit, sondern in den geschützten Raum des eigenen Lebens. Träume und Wünsche entfalten ihre Kraft gerade darin, dass sie nicht jedem offengelegt werden. Deshalb möchte ich sie für mich bewahren.

12. Nenne ein politisches Buch, das man gelesen haben muss.

Das mag für einige überraschend klingen, aber als legales Werk empfehle ich „Wie weiter?“ von Heinrich Wolf, herausgegeben von der Partei „Der III. Weg“.

13. Nenne einen Film, den man gesehen haben muss.

Ich bin ein großer Fan von Filmen mit Leonardo DiCaprio. Ein Film ohne politischen Mehrwert, den ich mir aber immer wieder anschauen könnte, ist „The Wolf of Wall Street.“

14. Welche politische Phrase hängt Dir am meisten zum Halse heraus?

Am meisten hängt mir das ständige Gerede vom sogenannten „Tag X“ zum Halse heraus. Diese Fixierung auf ein abstraktes, irgendwann kommendes Ereignis lähmt eher, als dass sie etwas bewegt.

15. Angenommen, der deutsche Volksstaat, wie wir ihn anstreben, wäre morgen plötzlich Realität. Welche Aufgabe würdest Du in einem freien Deutschland am liebsten übernehmen?

In einem freien Deutschland würde ich meine Rolle ganz deutlich im Mediensektor sehen. Dort kann ich meine Stärken einsetzen, Inhalte gestalten, Meinungen prägen und den Menschen Bilder, Worte und Eindrücke geben, die unsere Gemeinschaft stärken.

16. Plan- oder Marktwirtschaft?

Weder eine reine Planwirtschaft noch eine völlig freie Marktwirtschaft halte ich für zielführend. Entscheidend ist eine ausgewogene Mischung: Staatliche Steuerung dort, wo es um Grundversorgung und nationale Interessen geht – aber auch Raum für Eigeninitiative und Wettbewerb.

17. Was ist Dein Lieblings-Reiseziel innerhalb Deutschlands?

Mein Lieblings-Reiseziel innerhalb Deutschlands ist die Ostsee. Für mich ist das ein Stück typisches Urlaubsgefühl aus der Kindheit – Meer, Strand, Salzluft. Diese Erinnerungen tragen bis heute.

18. Welche ausländische Kultur beeindruckt Dich?

Mich beeindruckt vor allem die alte griechische Kultur – ihre Bauwerke, ihre Gesellschaftsordnung und ihre Mythologie. Alles daran fasziniert mich gleichermaßen, weil es die Grundlage vieler europäischer Werte und Ideen bildet.

19. In welchem Jahr würdest Du am liebsten leben wollen?

Ich glaube, ich lebe genau in der Zeit, in der ich leben soll. Jede Epoche hat ihre Aufgaben – und meine liegen im Hier und Heute.

20. Mit welcher historischen Persönlichkeit würdest Du gerne ein Gespräch führen?

Es gibt viele Helden aus jüngerer wie älterer Vergangenheit, mit denen ich gerne sprechen würde. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, stünde ein Gespräch mit dem Chef für mich an oberster Stelle.

21. Wo hat der Nationale Widerstand die größten Defizite?

Die größten Defizite sehe ich aktuell in der Außendarstellung und der Anschlussfähigkeit. Oft fehlt es an gesellschaftlicher Akzeptanz, weil Auftreten und Vermittlung nicht so gestaltet sind, dass sie in der Breite verstanden oder angenommen werden.

22. Und wo hat der Nationale Widerstand seine Stärken?

Eine besondere Stärke des Nationalen Widerstands ist seine Vielschichtigkeit. Unterschiedliche Strömungen, Ideen und Persönlichkeiten bringen eine große Bandbreite ein. Gleichzeitig ist genau das aber auch eine Schwäche – denn Vielfalt bedeutet nicht automatisch Einheit.

23. Ist die AfD Teil des Problems oder Teil der Lösung?

Die AfD macht viele Bürger überhaupt erst empfänglich für Ideen, die unseren nahekommen. Dennoch gibt es deutliche Unterschiede, weshalb sie für mich keine ganzheitliche Lösung darstellt – eher eine Teillösung, ein möglicher Einstieg, aber nicht das Ziel.

24. Was würdest Du gegenüber Deinen Kameraden niemals tun?

Niemals würde ich einen Kameraden, der Hilfe benötigt, zurücklassen. Kameradschaft bedeutet für mich, füreinander einzustehen – besonders dann, wenn es ernst wird.

25. Wie viele Ausgaben der N.S. Heute hast Du bis jetzt gelesen – und was gefällt Dir an der Zeitschrift am besten?

Ich habe bislang etwa 10 bis 15 Ausgaben der N.S. Heute gelesen. Am meisten gefällt mir die Themenvielfalt – sie bringt immer wieder neue Perspektiven und Denkanstöße. Eigentlich müsste ich mir mal wieder ein Abo abschließen…

26. Welches Gedicht kannst Du auswendig aufsagen?

Das Gedicht, das bei mir aus der Schulzeit hängengeblieben ist, und das ich bis heute aufsagen kann, ist der „Erlkönig“ von Goethe.

27. Das Wichtigste in meinem Leben…

… ist meine Familie – sie gibt mir Halt, Orientierung und die Kraft, jeden Tag weiterzumachen.

28. Wenn ich 80 bin, möchte ich…

… auf ein bewegtes und positives Leben in einem freien Deutschland zurückblicken – mit dem Gefühl, meinen Teil dazu beigetragen zu haben.

29. In welchen Momenten machst Du Dir um Deutschland die größten Sorgen?

Die größten Sorgen um Deutschland mache ich mir, wenn ich durch deutsche Großstädte laufe. Dort sehe ich am deutlichsten, wie sehr sich unser Land verändert hat – und nicht zum Guten.

30. Was gibt Dir Hoffnung?

Hoffnung gibt mir, dass die Zahl der politischen Akteure Tag für Tag steigt. In den letzten Jahren sind viele neue, zum Teil sehr gute Projekte entstanden. Selbst Musiker verlieren ihre Berührungsängste – und insgesamt habe ich das Gefühl, dass hier etwas ins Rollen kommt.

Erstveröffentlichung in Nationaler Sozialismus Heute #50

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