
1. Gab es ein – politisches oder persönliches – Ereignis, das Dich für Deinen weltanschaulichen Werdegang geprägt hat?
Meine gesamte Kindheit im kommunistischen Rumänien Ceausescus, wo die Realität viel härter war als in der DDR oder in der Sowjetunion, vergleichbar mit dem heutigen Nordkorea. Im Westen habe ich mich folgerichtig der radikalsten Bewegung gegen den Kommunismus angeschlossen.
2. Was fehlt unserem Volk heute am meisten?
Es fehlt der Wille, zielsicher nur die eigenen Interessen zu verfolgen, ohne sich von den moralischen Erpressungen und Belehrungen der herrschenden Politik und der Kirchen beeindrucken zu lassen.
3. Kameradschaft bedeutet für mich …
… die Kameraden zu achten und ihnen in Not und Gefahr beizustehen.
4. Was war Deine größte politische Enttäuschung?
Ich bin Realist, sodass Enttäuschungen sich in Grenzen halten.
5. Welcher Mensch hat Dich besonders geprägt?
Mein Vater. Von ihm habe ich Haltung, Beharrlichkeit und Grundsätzliches gelernt. Er war im Kader der Legionärsbewegung, hier als Eiserne Garde bekannt, und saß auch im kommunistischen Kerker.
6. Welche politischen Überzeugungen hast Du über Bord geworfen?
Ich habe keine Überzeugungen über Bord geworfen, nur die Anzahl der real erreichbaren Ziele ist kleiner geworden.
7. Warst Du in Deiner Schulzeit eher beliebt oder unbeliebt – und was hast Du politisch daraus gelernt?
Ich war in der Oberstufe ein sehr guter Schüler und für meine radikale Meinung bekannt, beides eher weniger zur Sympathie geeignet. Trotzdem habe ich es durch mein lockeres Auftreten und Beteiligung an den meisten schulischen Untaten verstanden, Beliebtheit zu erreichen. Gelernt habe ich, dass Inhalt nicht alles ist, der Stil ist entscheidend.
8. Könntest Du Dir vorstellen, jemanden zu lieben, der politisch eine vollkommen andere Sichtweise vertritt als Du?
Nein, gar nicht. Warum sollte ich mir den Stress antun? Es gibt doch genug Auswahl.
9. Was ist Dein größtes Laster?
Ich trinke gerne Bier. Manchmal ist es etwas viel, aber Siggi hat immer darüber gelacht und meinte, was ich da trinke, ist nicht der Rede wert.
10. Beschreibe Deine Lebenseinstellung in einem Satz.
Tue, was du willst, nach eigenem Gesetz.
Im Zusammenhang der Philosophie Nietzsches bedeutet es, dass man seine eigenen Werte schaffen und sich über herkömmliche Vorgaben und Moralvorstellungen hinwegsetzen soll. Stattdessen wird eine Steigerung des Lebens nach eigenen Regeln angestrebt, die mit Gefahren und neuen Erkenntnissen verbunden ist.
11. Welchen persönlichen Wunsch möchtest Du Dir erfüllen?
Ich würde gerne Südamerika, die Karibik und Mexiko ausführlich bereisen, bisher kam ich nicht dazu.

12. Nenne ein politisches Buch, das man gelesen haben muss.
Der Kauf und Besitz einer alten, gebrauchten Ausgabe von „Mein Kampf“ ist nicht strafbar und das Lesen ist aus historischer Sicht sicher interessant.
13. Nenne einen Film, den man gesehen haben muss.
„Fight Club“, ein Kultklassiker, der für seine überraschenden Wendungen und seine thematische Tiefe bekannt ist.
14. Welche politische Phrase hängt Dir am meisten zum Halse heraus?
„Am Tag X“, „eines Tages, wenn es so weit ist, bla, bla“.
Jeder Tag ist Tag X und wer heute nichts tut, wird auch in Zukunft nichts tun.
15. Angenommen, der deutsche Volksstaat, wie wir ihn anstreben, wäre morgen plötzlich Realität. Welche Aufgabe würdest Du in einem freien Deutschland am liebsten übernehmen?
Ich würde meine heutigen Aufgaben beibehalten, vielleicht in einem größeren Rahmen. Ich bin ausgebildeter Schriftsetzer und Mediengestalter und habe einige Semester Philosophie studiert, sodass die Veröffentlichung von Medien fachlich untermauert ist. Es gibt schon heute genug Stümper, die ohne Fachkenntnisse und Kompetenz sogar Minister werden und alles in den Sand setzen.
16. Plan- oder Marktwirtschaft?
Soziale Marktwirtschaft, also Marktwirtschaft mit sozialem Ausgleich und staatlichen Eingriffen, um Wettbewerb und Wohlstand zu fördern und soziale Ungleichheit zu bekämpfen.
Die soziale Marktwirtschaft gab es übrigens schon vor 1945.
17. Was ist Dein Lieblingsreiseziel innerhalb Deutschlands?
Mosel und Mittelrhein.
18. Welche ausländische Kultur beeindruckt Dich?
Das antike Griechenland als Wiege der europäischen Kultur mit bedeutenden philosophischen, wissenschaftlichen und künstlerischen Neuerungen.
19. In welchem Jahr würdest Du am liebsten leben wollen?
Heute ist es spannend, in der Vergangenheit wäre es langweilig, weil ich ja weiß, wie die Geschichte ausgeht.
20. Mit welcher historischen Persönlichkeit würdest Du gerne ein Gespräch führen?
Mit Alfred Rosenberg, das Gespräch mit dem weltanschaulichen Theoretiker wäre sicher sehr interessant.

21. Wo hat der Nationale Widerstand die größten Defizite?
Vordergründig könnte man meinen, dass die Zersplitterung in einem Chaossystem ein großer Mangel ist und stattdessen eine einheitliche Kaderorganisation erstrebenswert wäre.
22. Und wo hat der Nationale Widerstand seine Stärken?
Aber gerade die Zersplitterung in einem Chaossystem macht den Nationalen Widerstand nahezu unzerstörbar und flexibel in veränderten Lagen.
23. Ist die AfD Teil des Problems oder Teil der Lösung?
Die AfD ist meiner Meinung nach Teil der Lösung, unabhängig von ihrem Wirken als Partei. Die Existenz der AfD ermuntert Menschen, ihre Meinung zu vertreten, im Bewusstsein, dass sie viele sind – und zwar unabhängig von Misserfolgen oder gar dem Scheitern der AfD. Diese Entwicklung lässt sich nicht mehr rückgängig machen.
24. Was würdest Du gegenüber Deinen Kameraden niemals tun?
Nie Verrat begehen, das ist das schwerste Verbrechen gegen Kameraden.
25. Wie viele Ausgaben der N.S. Heute hast Du bis jetzt gelesen – und was gefällt Dir an der Zeitschrift am besten?
Die sechs Ausgaben, die ich in der Zeit von Kamerad Krolzigs Haftzeit herausgegeben habe, habe ich allein schon zur Korrektur und zur inhaltlichen Optimierung voll und ganz durchgearbeitet.
Ansonsten lese ich immer die für mich interessanten Artikel, das ist meistens etwa die Hälfte der jeweiligen Ausgabe.
26. Welches Gedicht kannst Du auswendig aufsagen?
Ich kann kein einziges Gedicht auswendig aufsagen. Mir fehlt die Begeisterung für die schöne Literatur.
27. Das Wichtigste in meinem Leben …
… sind unsere Bewegung und meine Familie.
28. Wenn ich 80 bin, möchte ich …
… einigermaßen gesund sein.
29. In welchen Momenten machst Du Dir um Deutschland die größten Sorgen?
Wenn ich sehe, dass die moralischen Erpressungen und Belehrungen der herrschenden Politik und der Kirchen immer noch fruchten.
30. Was gibt Dir Hoffnung?
Immer mehr Menschen vertreten ihre Meinung gegen die Herrschenden.
