
1. Gab es ein – politisches oder persönliches – Ereignis, das Dich für Deinen weltanschaulichen Werdegang geprägt hat?
In der Vergangenheit habe ich da sicher oft verschiedene Antworten gegeben, wohl der Tatsache geschuldet, dass Erinnerungen auch immer aus der momentanen Sichtweise heraus interpretiert werden.
Ich denke es gab nicht dieses eine Ereignis, sondern eher eine Mischung aus Beobachtungen und Erlebnissen, welche dann meinen Weg in die richtigen Bahnen lenkten. Die DDR, mit all ihren offenkundigen Widersprüchen, gab da schon ungewollt den ein oder anderen Impuls.
2. Was fehlt unserem Volk heute am meisten?
In weiten Teilen der Selbstwert und der Wille, sich nachhaltig aus dieser elendigen Kriecherhaltung zu befreien. Die Jahrzehnte der Selbstgeißelung, hüben wie drüben, haben leider tiefe Spuren hinterlassen. Dass sich diesbezüglich eine gewisse Wandlung abzeichnet, gibt mir aber Hoffnung.
3. Kameradschaft bedeutet für mich…
…in schweren Zeiten wirklich zusammenzustehen.
4. Was war Deine größte politische Enttäuschung?
Die größte war wohl die Erkenntnis, dass es leider Menschen gibt, die sich, entgegen ihrer eigenen großen Worte, skrupellos an das System verkaufen und bereit sind andere dafür ins Messer rennen zu lassen.
Ich kann deshalb immer nur jedem raten: Überlegt Eure Worte + Taten immer ganz präzise und lasst Euch nicht von Maulhelden leiten.
5. Welcher Mensch hat Dich besonders geprägt?
Ich weiß „leider“ nicht wie er heißt, aber es gab eine Zeit großer Veränderungen in meinem Umfeld, zerbrochene Freundschaften und Verrat, was mich damals an vielem zweifeln ließ. Diese eine Person nun hatte sich dazu entschlossen, mich auf dem Nachhauseweg hinterrücks anzugreifen, wohl mit der Absicht, mich schwer zu verletzen. Klappte aber nicht ganz so wie geplant. Diese Aktion hat mich wieder auf Linie gebracht und in einer Form neu-radikalisiert, wie es wohl nicht im Sinn des roten Täters war.
6. Welche politischen Ansichten hast Du im Laufe der Zeit über Bord geworfen?
Von manchen Flausen habe ich mich natürlich verabschiedet, doch echte politische Ansichten wachsen ja relativ langsam und daher gab es da nichts über Bord zu werfen.
7. Warst Du in Deiner Schulzeit eher beliebt oder unbeliebt – und was hast Du politisch daraus gelernt?
Die eine sagt so, der andere sagt so, doch ich kann mich an nichts dauerhaft Negatives erinnern. Ich gehörte zu einer Truppe in der Klasse, die wohl als eher „problematisch“ zu bezeichnen war, aber ich kam meist mit allen sehr gut zurecht.
Politisch konnte ich da wissentlich nichts lernen, zwischenmenschlich hat es mich aber sicher geprägt.
8. Könntest Du Dir vorstellen, jemanden zu lieben, der politisch eine vollkommen andere Meinung vertritt als Du?
Ich glaube nicht, dass so etwas dauerhaft funktionieren könnte. Also Nein.
9. Was ist Dein größtes Laster?
Ich finde bei Feiern oft kein Ende, das Ende findet dann meistens mich.
10. Beschreibe Deine Lebenseinstellung in einem Satz.
Leben und leben lassen, nur nicht bedingungslos.
11. Welchen persönlichen Wunsch möchtest Du Dir erfüllen?
Mit einem Trike durch die Gegend düsen.
12. Nenne ein politisches Buch, das man gelesen haben muss.
Das Buch aus der „Haft“ und die „…… Tagebücher“ haben sicher einen nicht zu unterschätzenden Mehrwert.
13. Nenne einen Film, den man gesehen haben muss.
„Der Mann, der Sherlock Holmes war“!
Ob man den gesehen haben muss weiß ich nicht, aber das ist einer meiner persönlichen Favoriten.
14. Welche politische Phrase hängt Dir am meisten zum Halse heraus?
„Hallo mein Kamerad.“
Leider wurde und wird das Wort „Kamerad“ zu oft völlig inflationär/sinnentleert verwendet. In seiner Nutzung oft ein Äquivalent zum heute so schrecklich modernen Wort „Brudi“. Im Lauf der Zeit wurde dadurch ein alter, ehrbarer Begriff zur billigen Phrase degradiert und lediglich politisch aufgepustet, damit konnte ich noch nie umgehen. Ich hatte immer das Gefühl, mir würde jemand etwas andrehen wollen, wenn einer aus dem Nichts gleich so „persönlich“ wurde.
Natürlich gibt es Menschen, die diesen Begriff im tatsächlichen Wortsinn nutzen und diese Leute nehme ich selbstverständlich von meiner Kritik aus.
15. Angenommen, der deutsche Volksstaat, wie wir ihn anstreben, wäre morgen plötzlich Realität. Welche Aufgabe würdest Du in einem freien Deutschland am liebsten übernehmen?
Darüber habe ich mir tatsächlich noch nie Gedanken gemacht, ich würde mich einfach an den Platz stellen, den mir das Schicksal zuweisen würde.

16. Plan- oder Marktwirtschaft?
Marktwirtschaft! Ich erlebte als Kind/Jugendlicher, wie Planwirtschaft funktioniert, oder eben NICHT funktioniert.
Allerdings muss die Marktwirtschaft mit einer gewissen Kontrolle und dem Schutz von wichtigen Bereichen der Wirtschaft einhergehen. Echte und ehrliche Unternehmer sind keine Feinde, sondern der Garant von Wohlstand.
17. Was ist Dein Lieblings-Reiseziel innerhalb Deutschlands?
Wenn es nach der Häufigkeit geht dann wohl eine gewisse „Schoine“!
18. Welche ausländische Kultur beeindruckt Dich?
Auch wenn ich nicht der erste bin, der diese Antwort gibt, es ist am Ende doch die japanische. Sobald ich Berichte aus diesem Land sehe, kommt bei mir automatisch die Frage auf: „Wie konnte es in Europa nur so weit kommen?“. Japaner sind ein stolzes und hochmodernes Volk. Es fasziniert mich, wie die Menschen dort ihre Traditionen bis heute bewahren und ehren.
19. In welchem Jahr würdest Du am liebsten leben wollen?
Mit dem Wissen von heute? 1990. Gott wäre das hässlich für manche …hahaha!
20. Mit welcher historischen Persönlichkeit würdest Du gerne ein Gespräch führen?
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, welche historische Persönlichkeit ich mit einem Gespräch belästigen sollte. Es gäbe aber für mich wichtige Menschen, die leider viel zu früh gehen mussten, mit denen ich gerne noch einmal einen Tag verbringen würde.
21. Wo hat der Nationale Widerstand die größten Defizite?
In den kleinen Egoismen und Streitereien etlicher Protagonisten und ihrer Gruppen, die meist mit einer penetranten Selbstüberschätzung einhergehen. Die, die am lautesten zetern, sind oft die, welche am wenigsten bewegen.
22. Und wo hat der Nationale Widerstand seine Stärken?
Selbst aus den übelsten Niederlagen immer wieder aufzustehen und unbeirrt weiterzumachen.
23. Ist die AfD Teil des Problems oder Teil der Lösung?
Das wird man erst wirklich im Nachgang beurteilen können. Teile der AfD könnten sicher zur Lösung beitragen, aber die ganzen CDU 2.0-Leute werden eher das Problem aufrechterhalten.
24. Was würdest Du gegenüber Deinen Kameraden niemals tun?
Ihnen absichtlich, weil ich meine Ruhe haben möchte, einen Rat geben, welchen sie gern hören wollen, den ich aber für falsch halte.
25. Wie viele Ausgaben der N.S. Heute hast Du bis jetzt gelesen – und was gefällt Dir an der Zeitschrift am besten?
Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, ich habe fast alle Ausgaben gelesen. Mir gefällt die Vielfalt der Themen und dass auch unterschiedliche Sichtweisen und Positionen zu Wort kommen. Diese breite Aufstellung bietet so viele Anknüpfungspunkte, wie man sie sonst nur selten oder gar nicht findet.
26. Welches Gedicht kannst Du auswendig aufsagen?
Zu meinem Leidwesen war das schon in meiner Schulzeit ein großes Problem, auswendig lernen lag mir nie.
27. Das Wichtigste in meinem Leben…
…sind Familie und Freunde.
28. Wenn ich 80 bin, möchte ich…
…hoffentlich in einem freien und souveränen Deutschland leben. Obwohl die Chance, dass ich 80 werde, wohl echt gering erscheint, wird mir doch schon seit 25 Jahren ein baldiges Ableben prophezeit.
29. In welchen Momenten machst Du Dir um Deutschland die größten Sorgen?
Wenn selbst Migrationshintergründler die Probleme der Zuwanderung besser erkennen und benennen, als viele sogenannte Bio-Deutsche es können.
30. Was gibt Dir Hoffnung?
Mein Glaube an die unerschütterliche Kraft der deutschen Seele. Ich glaube fest daran, dass man diese wiedererwecken kann.

Erstveröffentlichung in Nationaler Sozialismus Heute #49