Völkerverständigung in der Zeit des Nationalsozialismus
Gab es Völkerverständigung und Völkerfreundschaft im Nationalsozialismus? Ist das nicht genau das Gegenteil von dem, was uns seit Bestehen der real existierenden BRD in Schule, Presse, Literatur und Medien gepredigt wird? Ja, aber trotzdem ist auch das ein Teil der Realität!
Die damalige Auffassung von Völkerfreundschaft und das Verständnis für andere und sogar fremde Kulturen wurden insbesondere in der Hitlerjugend des Deutschen Reiches ab 1933 gefördert und gepflegt. Bereits im Jahr 1933 kamen zum Beispiel italienische Jugendverbände nach Deutschland, und eine Abordnung der Marine-Hitlerjugend besuchte Ungarn. Trotz des Weltkrieges ab 1939, wurde im Jahr 1942 sogar in Wien der Europäische Jugendverband zur Vertiefung der Völkerfreundschaften mit über 13 Mitgliedsländern gegründet.
Ein wenig bekanntes Kapitel dieser Völkerfreundschaften ist der Jugendaustausch zwischen dem Deutschen Reich und dem Kaiserreich Japan. Bis in die 1930er-Jahre war Japan für die meisten Deutschen nur ein exotisches Land im fernen Asien, das im Zweifel mit den Samurai und mit Reis in Verbindung gebracht wurde. In dieser Hinsicht sorgte das politische und militärische Zusammenwachsen beider Nationen ab 1933 im Angesicht der bolschewistischen und plutokratischen Bedrohungen für einen nachhaltigen Wandel.
Als 1938 von der Führung der Hitlerjugend das „Jahr der Verständigung“ ausgerufen wurde, befand man sich bereits in der Planung für einen Jugendaustausch mit Japan. Ab Juli 1938 weilte eine erste Delegation von japanischen Jugendführern in Deutschland. Zeitgleich reisten 30 HJ-Führer im Alter von 18-25 Jahren nach Japan, wo sie nach einer sechswöchigen Reise in Yokohama eintrafen (heute fliegt man die gleiche Strecke in ca. 14 Stunden).
Der Japan-Aufenthalt dieser deutschen Delegation dauerte drei Monate. In dem vorliegenden Buch wird die Reise aus vielen zeitgenössischen Quellen und mit den entsprechenden Quellenangaben nachgezeichnet. Die Dokumentation umfasst die Themen Kultur, Religion, Natur, Ausbildung, Lebensweise und Austausch.
Wie ein Hitlerjunge sich diese Reise im Vorfeld vorgestellt hatte, bezeugt ein Auszug aus der HJ-Publikation „Die Kameradschaft“: „Du bist nun im Ausland. Mach dich frei von dem jämmerlichen Spießbürgerhorizont, der alles verurteilt, nur weil es nicht so ist wie in Hinter-Posemuckel. Lass die Vorurteile hinter dir. Nimm alles, was du siehst, in dich auf. (…) Jedes Volk hat seine Vorzüge und seine Schwächen. (…) Vergiss niemals: Der Nationalsozialismus ist kein Exportartikel. Jedes Volk soll nach seiner Fasson selig werden“.
Während die erste HJ-Reise noch in Friedenszeiten stattfand, folgte im zweiten Kriegsjahr 1940 eine weitere Reise der Hitlerjugend, allerdings diesmal lediglich mit sechs Teilnehmern. Anlass war das 2.600-jährige Bestehen des japanischen Kaiserhauses und somit des Kaiserreichs Japan. Diese zweite Japan-Reise wird überwiegend aus dem Reisetagebuch des Delegationsführers Heinrich Jürgens dokumentiert. Auf 55 Seiten werden allein die Geschichten und Berichte dieser Reise mit seltenen Bildern nachgezeichnet. Jedem an der Geschichte und an Japan interessierten Leser ist dieses Werk nur wärmstens zu empfehlen, räumt es doch mit gewissen Geschichtslügen der Umerziehung gänzlich auf und zeigt authentisch dieses wenig bekannte Kapitel der Jugendarbeit im Deutschen Reich, so wie sie bei einem friedlichen Verlauf der Weltgeschichte die entsprechenden Früchte getragen hätte. Somit ist dieses Buch auch ein Dokument für Frieden und Verständigung unter den Völkern.
Erstveröffentlichung in Nationaler Sozialismus Heute #49
