
Notfallkonzept zwischen Theorie und Hoffnung
Was tun wir, wenn die Idee der Remigration gescheitert ist? Wenn der demographische Kipppunkt überschritten wurde und die deutsche Volksmasse den geringeren Teil der Staatsangehörigen bildet? Nicht verzweifeln!
Der so streitbare wie umstrittene Martin Sellner hat mit dem Buch „Strategie der Sammlung“ ein Konzept ausgearbeitet, das man ruhigen Gewissens als Notplan anerkennen sollte. – Ich weise hier darauf hin, dass dies natürlich Fiktion ist und es wirklich nur in Betracht kommt, wenn das schlimmste Szenario eingetreten ist. So leitet Martin Sellner das Buch dementsprechend ein: Ich hoffe, dieses Buch bleibt Theorie. Ich hoffe, es wird in den nächsten Jahrzehnten als abstrakte Skizze in einer Schublade verstauben. Ich hoffe, es wird allenfalls noch als Warnung dienen, wie verzweifelt die Lage einmal war. Aber wir müssen auch für den schlimmsten Fall vorsorgen. Dieses Buch ist für den Ernstfall geschrieben: Wenn die Reconquista scheitert, die Mehrheit kippt und Europa zerfällt.
Die „Strategie der Sammlung“ präsentiert eine strukturierte, analytische Herangehensweise: Von der Infrastruktur über wirtschaftliche Eigenständigkeit bis zur vorstaatlichen Politik (Sicherheit, Bildung, Identität, Kultur, Soziales und Familie) entwirft Sellner eine bewegungsorientierte Neuformierung, deren Ziel es ist, die verbliebene deutsche Volksmasse durch Selbstorganisation zu stabilisieren. Wie gewohnt, finden wir in Sellners Worten eine klare Rhetorik und Struktur – eine Struktur, von den Anfängen der Sammlung bis zur außenpolitischen Interessenvertretung (außerhalb der SdS) als Volksgruppen-Partei. Analytisch und systematisch, mit wissenschaftlichen Maßstäben, schafft er es, uns sein Verständnis um die Strategie der Sammlung nüchtern und klar darzustellen.
Martin Sellners Buch zur Strategie der Sammlung ist aber kein Werk der finsteren Zukunftsprognose und dem dazugehörigen Leitfaden, was wir daraus machen. Dieses Buch muss als Orientierung verstanden werden, welche eine vermeintlich geringe deutsche Volksmasse durch Selbstorganisation in einer Strategie der Sammlung wieder stabilisiert und rekonstruiert. Er weist ausdrücklich darauf hin, dass die Selbstbehauptung als Volksgruppe nicht aufgegeben werden darf, dass man die Leitstrategie der Reconquista nicht aus den Augen verlieren sollte, da diese Vision als Ziel bestehen bleiben muss, um Lähmung, Lethargie oder Minderwertigkeitskomplexe zu verdrängen – denn das Bewusstsein um das Heimatrecht muss bewahrt werden. Ich finde dieses Buch und seine komplexen Zusammenhänge um die Strategie der Sammlung spannend. Das Buch ist ein Weckruf, der eine Theorie erkennen lässt, die erneut darauf hinweist, wie weit es nicht kommen sollte – ein Weckruf für unser Bewusstsein –, denn jetzt ist noch Zeit zum Handeln, sodass die Strategie der Sammlung hoffentlich reine Theorie bleiben muss!
Erstveröffentlichung in Nationaler Sozialismus Heute #52