Den Kern erhalten, um Neues gedeihen zu lassen – Die Aufgabe der Kulturarbeiter

Laut dem Handbuch „RAIDO – Die Welt der Tradition“ der gleichnamigen italienischen Kulturvereinigung besagt die wirkliche Bedeutung des Wortes Kultur, aus dem Wesenskern des eigenen Seins zu handeln. Kultur bedeutet, „sich zu kultivieren“ für ein wirkliches Wachstum, für eine innere Herausbildung (Formierung), die den Menschen aus der geistigen Knechtschaft befreit. Kultur ist also nicht etwas Starres, Verknöchertes und Vergangenes, sondern lebendiger Ausdruck der Seele unseres Volkes. Heute leisten zahlreiche Künstler aus dem „gesamtrechten“ Bereich einen Beitrag dazu, zeitgenössische Kunst und Kultur zu erschaffen, zu bündeln und auf eine höhere, professionelle Stufe zu stellen.

Die Betonung soll hierbei auf „zeitgenössisch“ liegen, da wir vor allem ein Netzwerk brauchen, das nicht nur die alte deutsche Kultur bewahren, sondern auch eine neue erschaffen will! Und zwar nicht nur in einem bloß „traditionellen“, sondern in einem höheren, traditionalen Sinne. Worin liegt der Unterschied? Traditionell sind heute zum Beispiel Schützenfeste, Osterfeuer, Karnevalsumzüge, Weihnachtsmärkte usw. Alles schön und gut, in der Regel durchaus einen Besuch wert, aber bestenfalls noch Folklore – in vielen Fällen nicht einmal mehr das (wenn Weihnachtsmärkte zum Beispiel zu „Genussmärkten“ werden). Traditional meint demgegenüber das ewiggültige Prinzip, den Kern, den es zu erhalten gilt, um daraus etwas Neues gedeihen zu lassen.

Unsere besten Kulturarbeiter müssen sich heute zusammentun, um das geistige und kulturelle Fundament unseres Volkes in das 21. Jahrhundert zu tragen. Auf der einen Seite müssen wir feststellen, dass wir heute schlichtweg nicht in einer Zeit leben, wo in Deutschland Meisterwerke von Weltrang für die Ewigkeit geschaffen werden können. Es ist schlichtweg nicht vorstellbar, dass unsere finstere, vor allem „geistesfinstere“ (Hans Milch) Zeit Männer von einem Format wie Richard Wagner, Johann Wolfgang v. Goethe oder Arno Breker hervorbringen könnte. – Nebenbei bemerkt, heute würden sehr viele deutsche Geistesgrößen und künstlerisch Schaffenden der letzten Jahrhunderte, wenn sie in der heutigen Zeit leben würden, wegen „Volksverhetzung“ im Gefängnis sitzen: Luther, Kant, Arndt, Wagner und Fontane sind nur einige der großen Namen unserer Geschichte, die heute ein Fall für Verfassungsschutz und politische Justiz wären.

Doch unabhängig vom heutigen Zensurregime, wären einfach die politischen und kulturellen Rahmenbedingungen nicht vorhanden, um ein Jahrtausendwerk wie den „Faust“ oder einen Opernzyklus wie den „Ring der Nibelungen“ zu erschaffen. Doch wir können heute den Grundstein dafür legen, dass deutsche Kultur einmal wieder zu neuer Blüte erweckt wird!

Wir werden in einem freien Deutschland wieder ein deutsches Kunst- und Kulturleben haben, das diesen Namen auch verdient! Unsere „Alten Meister“ werden wiederentdeckt, deutsche Klassiker originalgetreu aufgeführt und in Sängerkreisen wird deutsches Liedgut bewahrt. Doch wir werden natürlich nicht nur von Vergangenem zehren, sondern es wird auch eine großartige Erneuerung deutschen Kulturlebens in Musik, Film, Theater, Literatur und bildender Kunst geben – erhaben, selbstbewusst und als lebendiger Ausdruck unserer deutschen Volksseele! Wenn man sich nur überlegt, was bereits mit den Mitteln vor 80 oder 90 Jahren möglich war – was wird dann erst mit den heutigen technischen Errungenschaften möglich sein, denken wir zum Beispiel nur an die Filmkunst!

Noch ist es nicht soweit, doch das Fundament kann heute schon gelegt werden. Und damit meine ich nicht nur die vorbereitende Theoriearbeit, sondern vor allem die praktische Arbeit in der Gegenwart. In diesem Heft findet sich zum Beispiel eine Übersicht zu rechten Bildkünstlern und zu rechten Literaten. Große Fortschritte hat in den letzten zehn Jahren auch der patriotische Musikbereich gemacht, zum einen in Bezug auf die Aufnahmequalität, und indem man weitere Musikgenres zur Transportierung rechter Botschaften für sich erschlossen hat. Was den filmischen Bereich betrifft, sind wir zwar noch weit davon entfernt, zum Beispiel einen professionellen Spielfilm drehen zu können, doch dafür produziert die Bewegung schon qualitativ hochwertige Dokus und Kurzvideos, die über soziale Medien zum Teil eine millionenfache Verbreitung finden. Lediglich die Bereiche des Theaters und der Bildhauerei sind von uns noch unerschlossen, allerdings handelt es sich dabei heute um kulturelle Nischen, mit denen es ohnehin sehr schwierig werden würde, eine mediale Breitenwirkung zu entfalten.

Auf nationaler Seite hat sich mit dem „Heimat.Kultur.Werk“ mittlerweile ein Zusammenschluss etabliert, der aufstrebende Nachwuchskünstler fördert und im kleinen Rahmen qualitativ hochwertige Veranstaltungen organisieren kann. Ein ähnliches Netzwerk ist mir Bereich der Neuen Rechten beziehungsweise des politischen Vorfeldes der AfD nicht bekannt. Dort stechen jedoch einige Einzelprojekte besonders hervor, zum Beispiel das Filmkunstkollektiv oder der Jungeuropa-Verlag. Im musikalischen Bereich ist es den Neuen Rechten bislang allerdings nicht gelungen, eigene Akzente zu setzen – auch deshalb, weil einige bekannte Musiker, die ihre Karriere im neurechts-identitären Bereich begonnen haben, mittlerweile den konsequenten Weg zum Nationalen Widerstand gegangen sind.

Meine selbstgewählte Aufgabe als Verleger ist die Herausgabe von Literatur. Die Schriftstellerei wird allerdings dort, wo in unseren Kreisen über zeitgenössische Kultur gesprochen wird, oft etwas stiefmütterlich behandelt. Meine persönliche Weltanschauung wurde geprägt durch die Straße, doch geformt wurde sie durch Musik (Rechtsrock / Balladen) und Literatur. Musik formt den Charakter durch prägnante Aussagen, durch eingängige Texte und Melodien, die immer und immer wieder gehört werden, bis der Hörer sie bestenfalls nicht nur auswendig gelernt, sondern die Aussagen auch tatsächlich verinnerlicht hat. Literatur dient der Verbreiterung des geistigen Fundamentes, sie formt und festigt unsere Weltanschauung in unzähligen Variationen und Ausgestaltungen. Ein Buch, das ein Fundament legt, wird noch in tausend Jahren gelesen. Wer schreibt heute unser Fundament weiter?

Erstveröffentlichung in N.S. Heute #51

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