Der Deutsche Sozialismus – Die natürliche Gemeinschaftsordnung unseres Volkes

Ein weiterer Beitrag zur Reihe „Sozialismus, was ist das eigentlich?“, die wir in der Ausgabe #49 begonnen haben.

Autor: Arbeitsgemeinschaft Feder & Schwert von Der III. Weg

Das Revolutionäre am Deutschen Sozialismus ist die totale Erneuerung auf allen Ebenen des gemeinschaftlichen Lebens. Da wir das Volk ins Zentrum unserer Weltanschauung setzen, machen wir uns Gedanken über die deutsche Volksordnung, also den Deutschen Sozialismus. Der Deutsche Sozialismus ist unser innenpolitisches Werkzeug, das gespaltene Volk zu einen und soziale Gerechtigkeit auf der kulturellen, politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Ebene umzusetzen. Die Gemeinschaftsordnung des Deutschen Sozialismus ist damit unsere Antwort auf die Frage, wie der Einzelmensch zum Volksganzen in Beziehung stehen soll. Aus dieser Grundfrage aufbauend, richtet jeder Staat seine sozialpolitische, familienpolitische und wirtschaftliche Ordnung aus.

Als Deutsche Sozialisten müssen wir uns fragen, was hat das Volk für konkrete Probleme, die durch unsere, auf das Allgemeinwohl gerichtete Sozialordnung gelöst werden müssen? Früher betrachtete man sich nicht als zusammengehöriges Volk. Man war gespalten. Entweder in einzelne Stämme oder man dachte später in Ständen: Adel, Bauern und Bürgertum.

Standes- und Interessengruppen befinden sich vielfach im Konkurrenzkampf um den größeren Anteil an der Wirtschaftsleistung. Das Volk war und ist stellenweise noch immer durchsetzt mit Standes- und Gruppenegoismen. Überall ist Sozialneid und Konkurrenz zu verspüren, man gönnt dem anderen nichts und denkt alltagsmaterialistisch. Die Atmosphäre erinnert an „Jeder gegen jeden“, statt „Einer für alle und alle für einen“.

Der Verhaltensforscher Eibl-Eibesfeldt meinte, dass die Anonymität der zwischenmenschlichen Beziehungen und die Bindungslosigkeit des Menschen die sozialen Kernprobleme der heutigen Gesellschaft darstellen. Wenn die persönliche Bindung fehle, sei der Mensch grundsätzlich bereit, aggressiver zu reagieren und rücksichtloser seinen eigenen Vorteil durchzusetzen. Weiterhin würden die Menschen in der anonymen Massengesellschaft vereinsamen.

Die heutige Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sich das Individuum verwirklichen soll, damit es glücklich und zufrieden ist. Damit wird der Einzelmensch in den Vordergrund gestellt. Man bekommt heute Anerkennung, wenn man etwas besser kann als der andere, besser dasteht als der andere, der Erste ist. Wirtschaftsliberalisten wie Adam Smith wollten die natürliche Neigung zur Konkurrenz als wirtschaftlichen Faktor nutzen. Die Konkurrenz sei der Antriebsmotor für gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt. Das ist die eine Seite der Medaille. Konkurrenz und Wettbewerb erzeugen tatsächlich Fortschritt und dürfen bei uns auch nicht unberücksichtigt bleiben. Allerdings bewirkt ständige Konkurrenz auch innere Gruppenkonflikte und somit Reibungsverluste. Misstrauen, Rücksichtslosigkeit, Ellenbogen-Mentalität, Aggressivität und Kriminalität sind die Abbilder der anderen Seite der Medaille. Dieser Weg führt uns zu einer Ellenbogengesellschaft. Wenn man versteht, welche Prinzipien zu dieser egoistisch geprägten Sozialordnung führten, weiß man, welche Gesellschaftsprinzipien man abändern muss, um zu einer sozialen Volksordnung zu gelangen.

Aber auch zu wenig Wohnraum führt zu einer Problematisierung im Volk. Familien, die sich familiengeeignete Wohnungen nicht leisten können, verzichten auf die Familiengründung, leben in ärmlichen Verhältnissen oder verschulden sich.

Für sämtliche Probleme des Volkes müssen Lösungen gefunden werden. Das geht aber nur, wenn alle anpacken und das gleiche Ziel verfolgen. Daher ist ein Wir-Gefühl nötig, das man erzeugen muss. Die Sozialpolitik ist letztendlich alles, was die Gemeinschaftsordnung regelt.

Das Ziel des Deutschen Sozialismus ist der Erhalt der Volksgesundheit, die Förderung der Familiengründung und die Bildung eines geeinten Volkes.

Die biologische Gesunderhaltung unseres Volkes nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Evolution, Genetik und Verhaltensforschung muss sichergestellt werden.
Sie ist die Voraussetzung für gerechte Lösungen in allen Bereichen der Tagespolitik wie: soziale Ordnung, wirtschaftliche Leistung, kulturelle Gestaltung und außenpolitische Strategie.

Die Sozialpolitik ist die Gesamtheit aller Maßnahmen, die die Lebendigkeit des ganzen Volkes erhalten und steigern sollen.

Der marxistische Sozialismusbegriff als Verfälschung der natürlichen Sozialordnung

Bevor wir jedoch zur Lösung der Probleme gelangen und den Deutschen Sozialismus genau untersuchen, wollen wir uns noch mit einer weiteren Bewegung beschäftigen. Auch Karl Marx und Friedrich Engels analysierten die Gesellschaft. Sie wollten verstehen, wie die Gesellschaft funktioniert und warum es zu Problemen kam. Sie hatten also ganz ähnliche Absichten wie wir, sie wollten Lösungen für die Gesellschaftsprobleme finden. Das ist jedoch die einzige Gemeinsamkeit. Das Problem, das sie ausmachten, die Methoden, die sie entwickelten und deren Zielstellung sind mit den unsrigen nicht vereinbar.

In ihrer Gesellschaftsanalyse machten sie wirtschaftliche Faktoren für die Entwicklung von Gesellschaftsveränderungen aus. Durch die Produktionsweise einer Gesellschaft würde Privateigentum geschaffen, das wiederum zu einer Klassenbildung führe in Habende und Habenichtse. Die eine Klasse beute dann die andere Klasse aus.  Das ist ein zentraler Punkt ihrer Analyse.

Die Kommunisten glaubten zu erkennen, dass mit der Einführung des Privateigentums die Ursache der Ungerechtigkeit in die Welt kam. Dieses Problem wollte Karl Marx durch die Maßnahmen lösen, dass die Produktion vom Staat übernommen und das Privateigentum, also das Kapital, abgeschafft wird.  Der Sozialismus in der Theorie von Karl Marx und Friedrich Engels ist eine Diktatur des Staates, um das kommunistische System zu etablieren. Anfangs braucht es einen totalitären Staat, der den Besitz Einzelner, also das Privateigentum, vergesellschaftet. Sozialismus wäre also gekennzeichnet durch die Planwirtschaft des Staates, um das Privateigentum abzuschaffen, dass zu einer Klassenspaltung führe.

Wir erkennen, dass aufgrund der fehlerhaften Gesellschaftsanalyse, die hier natürlich verkürzt dargestellt wird, deren Sozialismus beziehungsweise deren soziales Programm nur auf die wirtschaftliche Ungleichheit bezogen ist. Der natürlich vorhandene Neidkomplex zwischen mehr und weniger Habenden wurde durch die falsche kommunistische Auslegung des Sozialismus noch verstärkt.

Das Leben ist komplexer und daher kann eine einseitige Fokussierung auf die ökonomische Struktur der Gesellschaft nicht die Lebensprobleme beseitigen. Die These vom Primat der Ökonomie ist daher falsch. Jede soziale Gegebenheit, jede Gesellschaftsform zum Beispiel, kann durch fünf verschiedene Ebenen beeinflusst werden. Diese sind die politische, die soziale, die ökonomische, die ökologische und die biologische Ebene. Von jeder Ebene kann der Anstoß zum sozialen Wandel ausgehen; da sich jede Ebene untereinander auch beeinflusst, können sich viele mögliche Ursachenketten bilden.

Unser Deutscher Sozialismus ist folglich nicht auf eine Wirtschaftsordnung zu reduzieren, sondern als systematische Neuordnung aller Bereiche des politischen, sozialen, biologischen, ökologischen und wirtschaftlichen Lebens zu verstehen. Die wirtschaftliche Besserstellung ist nur ein Mittel, um die Höherentwicklung des Einzelnen in der Gemeinschaft zu erreichen.

Den natürlichen Neidkomplex wollen wir nicht durch die Gleichheitsutopie, die Abschaffung von Privateigentum und die Planwirtschaft lösen. Die Lösung des Neidkomplexes sehen wir in dem Leitspruch „Jedem das Seine“, der besagt, dass jeder die gleichen Aufstiegs- und Betätigungsmöglichkeiten erhalten solle. Das ist dann wahre Chancengleichheit. Leistung statt Gleichheit! Jedem sollen nach seinem Können alle Möglichkeiten der persönlichen und geistigen Entwicklung offenstehen. Die Zugehörigkeit zu einer Klasse oder erhöhtes Reichtum sind für die Entwicklung und Bildung unseres Volkes nicht entscheidend. Der Deutsche Sozialismus ist das einende Prinzip, um Standes- und Gruppenegoismen aufzuheben.

Für uns ist der Deutsche Sozialismus die Idee einer im Volkstum begründeten Sozialordnung, die von der Achtung und Verbundenheit zum Volksgenossen geprägt ist. Wir sehen das Volk nicht als Klassengesellschaft an, sondern als eine Gemeinschaft, die sich in verschiedenen Funktionen die Arbeit teilt. Die Analogie des Volkskörpers, in der nicht jeder Körperteil gegeneinander arbeitet, sondern sich als Ganzheit versteht und zusammenarbeitet, ist hier anzuwenden.

Damit ist der Deutsche Sozialismus das Bekenntnis zur Gemeinschaft mit dem Leitgedanken: „Vom ICH zum WIR!“

Somit definieren wir das Ziel des Deutschen Sozialismus wie folgt:
Der Deutsche Sozialismus will den Aufbau einer gerechten Ordnung innerhalb der Gemeinschaft, in der jeder Deutsche nach Leistung und Können für die Gesamtheit seinen Platz einnimmt. Die Leitsätze sind: „Jedem das Seine“ und „Gemeinwohl geht vor Eigenwohl“!

Die Förderung deutscher Familien hat im deutschen Volksstaat oberste Priorität

Der Deutsche Sozialismus als unserem Volk eigene Sozialethik

Der Deutsche Sozialismus ist demnach nicht unsere Weltanschauung, sondern unsere Sozialethik, die sich in der geschichtlichen Entwicklung unseres Volkes kulturell ausprägte und durch die Gruppenselektion auch für unser Volk typisch wurde. Damit formte es die deutsche Gemeinschaftsordnung aus, indem es soziale Regeln des Umgangs, der Besitznorm und vieles mehr aufstellte.

Diese traditionelle Sozialethik wurde von uns, auf Grundlage neuer Erkenntnisse der Humanwissenschaften, weiter ausgebaut. Sie gibt mit ihren zugrundeliegenden Regeln, Normen und Werten die Richtung vor. Sie wird auch dem Wirtschaftssystem sowie der Sozialpolitik zugrunde gelegt. Welche Sozialprinzipien dafür nötig sind und wie diese auf bestimmte Bereiche wirken, wollen wir uns jetzt anschauen.

Wir vertreten das Sozialprinzip statt des Individualprinzips, in der die Sozialpolitik nicht auf den Einzelnen, sondern auf die Gemeinschaft gerichtet ist. „Gemeinwohl geht vor Eigenwohl“ ist hier das Leitprinzip. Die Interessen der Allgemeinheit müssen den Vorrang vor den Rechten des Einzelmenschen haben! Der Deutsche Sozialismus ist die Anschauung, dass die Gemeinschaft den wichtigsten Wert verkörpert. Der Einzelne ist Teil dieser Gemeinschaft und soll nach seinen Fähigkeiten seinen Platz in der Gemeinschaft einnehmen. Die besondere Varianz in den Eigenschaften der Menschen, ihre Verschiedenheit in ihren Fähigkeiten, sind ein Vorteil für eine Gruppe. Jeder kann etwas zum Ganzen beitragen. Arbeitsteilung je nach Interessengebiet und Befähigung funktioniert in Gruppen sehr gut, wohingegen Gruppen, die alle Mitglieder für die gleiche Aufgabe einsetzen, weniger leistungsstark sind.

Jede soziale Ordnung setzt jedoch einen Bewertungsmaßstab voraus. Im Deutschen Sozialismus stellt dies das Leistungsprinzip dar. Das ist mit dem Sozialprinzip „Jedem das Seine“ als Leitgedanken festgelegt. Es sagt aus, dass sich ein Volksangehöriger nur nach seinen Leistungen und Taten für die Gemeinschaft Anerkennung verschaffen kann.

„Jedem das Seine“ besagt aber auch gleichzeitig, das jedem je nach seinem Können alle Möglichkeiten der geistigen Entwicklung offenstehen. Jedem Volksmitglied stehen alle Ausbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten offen, die seiner Begabung entsprechen. Damit kann die Chancengleichheit als ein Hauptbestandteil des Deutschen Sozialismus verstanden werden. Chancengleichheit wird jedoch nicht egalitär wahrgenommen, sondern als Förderung der Talente. Ohne Standesvorteile soll der Fähigste auch an die Spitze gelangen können.

Konrad Lorenz (1903-1989) beschrieb, dass das Zusammenpferchen von vielen Menschen auf engem Wohn- und Lebensraum aggressives Verhalten auslöst
© NobelPrize.org, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Für eine soziale Gemeinschaftsordnung, statt einer Ellenbogengesellschaft!

Eine wichtige Rolle für die Gemeinschaftsordnung innerhalb des Volkes stellt als ein Beispiel die Betreuungssituation unserer Kinder dar. Nur wer Gemeinsinn kennt und diesen entwickelt hat, kann auch den Deutschen Sozialismus leben. Daher sollte ein Kind nicht vor seinem vierten Lebensjahr in eine Kita gesteckt werden.

Renommierte Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen machen die typische Form kommunistischer Kindererziehung, die Krippe, als Ursache vieler gesellschaftlicher Missstände aus. Die Kommunisten machen die Familie für das Aufkommen der Individualität verantwortlich. Sie wollten die Familienstruktur ändern, damit der Weg zur Bindung für das Kollektiv frei wird, daher auch die kollektive Kindererziehung. Wer jedoch keine Familienbindung erfährt, wird später auch keine Verbundenheit und Identifikation mit der Gemeinschaft verspüren und sich eher egoistisch statt gemeinwohlorientiert verhalten. Auf Bindung und Vertrauen basiert eine menschliche Gemeinschaft, beides wird über die Familie entwickelt.

Dieser Zusammenhang ist für unsere Gemeinschaftsordnung von elementarer Wichtigkeit, denn wenn den Kindern systematisch die Fähigkeit zur Bindung und somit dem sozialen Empfinden und Handeln genommen wird, werden diese auch eine soziale Gemeinschaftsordnung nicht als natürlich empfinden und ablehnen. Somit hängen frühe Fremdbetreuung, Bindungsstörungen, Ellenbogengesellschaft und Liberalismus eng zusammen. Wollen wir die Wirkung verhindern, müssen wir folglich die Ursache beseitigen.

Der Weg zum Deutschen Sozialismus führt somit über die Familienpolitik, denn aus bindungslosen, primär egoistisch fühlenden Menschen, kann keine höhere soziale Ordnung entstehen. Die liberale Gesellschaftsordnung von heute muss als Auswirkung von bindungsgestörten Menschen betrachtet werden.

Die Familie bedarf jeden Schutzes und einer größtmöglichen Förderung durch den Staat. Unsere Reihenfolge lautet dann wie folgt: Die intakte Familie führt zur sicheren Bindung, zum Gemeinsinn und endlich zur sozialen Gemeinschaftsordnung!

Die Regierung muss Bedingungen schaffen, dass eine Familie es sich leisten kann, ihre Kinder bis zum dritten Geburtstag selbst betreuen zu können. Die Eltern, sofern sie sich ihrer Aufgabe zur Förderung und Erziehung ihres eigenen Nachwuchses gewachsen sehen, dürfen nicht aus finanziellen Gründen gezwungen werden, ihre Kinder in Betreuungseinrichtungen abzugeben. Nur wer sicher gebunden ist, wird einen Gemeinsinn entwickeln können, den wir uns in unserer Gemeinschaftsordnung vorstellen und verwirklichen wollen. Das ist die Lösung für die Kernprobleme gesellschaftlichen Lebens und der zersetzenden Ideologie des Liberalismus. Und hier müssen sozialpolitische Gesetzgebungen anknüpfen.

Und wie wirkt der Deutsche Sozialismus in unserem Volk?

„Das Volk steht über dem Staat!“ ist das oberste Gebot aller politischen Maßnahmen und Entscheidungen. Der Staat ist ein reines Organisationsgebilde, welcher mit seinen legislativen und exekutiven Möglichkeiten in erster Linie dem Volke zu dienen hat. Die Sozialpolitik muss darauf gerichtet sein, eine aktive Wechselbeziehung zwischen dem Einzelnen und der Gemeinschaft herzustellen.

Der Deutsche Sozialismus und die aus ihm resultierende Sozialpolitik ist dazu imstande, das Volk zu einen und dem Sozialneid, der Vereinsamung und dem Konkurrenzdenken Einhalt zu gebieten. Dazu wird das Familienethos auf die Gruppe übertragen, sodass wir in einer Atmosphäre einer erweiterten Familie leben. Jeder wird an seiner Stelle eingesetzt, für die er geeignet ist, ohne Grenzen von Standesunterschieden. Wir betrachten den Deutschen nicht als Teil einer Arbeiterklasse, des Bürgertums oder Ähnliches, sondern als Mitglieder des Deutschen Volkes, die mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten verschiedene Aufgaben übernehmen.

Daher lehnen wir den volkszerstörenden Klassenkampf, der das Volk gegeneinander aufhetzt, sowie den egoistisch ausgerichteten Liberalismus entschieden ab. Sie schädigen die Sozialordnung im Volke und führen zu verheerenden Problemen.

Die Förderung der Familiengründung ist der Maßstab für die gesamte Sozialgesetzgebung eines Staates. Sie muss im Mittelpunkt aller Gesetzgebungsbereiche stehen. Daher müssen die Betreuungsform dringend abgeändert und das Primat der Wirtschaft in der Familienplanung beseitigt werden. Deshalb sind die sozialpolitischen Maßnahmen darauf auszurichten, zum Beispiel die Kinderbeihilfen zu verdoppeln oder ein Müttergehalt einzuführen, damit die Mutter keinem Verdienstzwang unterworfen ist.

Eine weitere zentrale Frage für die Gründung einer Familie ist die Wohnungspolitik, denn wer kein Geld für eine familiengeeignete Wohnung oder ein Haus hat, der wird auch keine Wunschfamilie gründen.

Der Staat muss bezahlbaren Wohnraum für alle Deutschen gewährleisten. Dabei ist darauf zu achten, dass die Wohngegend nicht zu einer Massensiedlung verkommt. Konrad Lorenz beschrieb, dass das Zusammenpferchen von vielen Menschen zur Entmenschlichung führe und aggressives Verhalten auslöse. Irenäus Eibl-Eibesfeldt lieferte mit seiner Stadtethologie Ansätze der Lösung dieses Problems, die einbezogen werden sollten.

Staatlich geregelte Mietpreisbremsen sowie der Rückbau von Ballungszentren hin zur Stärkung des ländlichen Raums sind weitere Maßnahmen, die berücksichtig werden müssen.

Zum Zwecke der Existenzgründung ist ein Ehestanddarlehen einzuführen. Diese werden zinsfrei finanziert, sodass die monatliche Wohnungsrate um 60 Prozent geringer ist im Vergleich zu dem heute durchschnittlichen Mietzins. Diese Lösung ist auch innerhalb des zinsbelasteten Währungssystems umsetzbar. Der Staat übernimmt die Zinslast von Familien, damit diese Eigentum bilden können. Damit können Zinsen nach und nach rausgedrängt werden.

Gemäß dem Sozialprinzip „Jedem das Seine“ fördern wir die Einführung von kostenfreien Bildungsmöglichkeiten. Die kostenlose Begabtenförderung als soziale Aufstiegsmöglichkeit innerhalb der Gemeinschaft bekommt die Gemeinschaft als Ganzes vielfach aufgewertet rückgeführt.

Nach dem Sozialprinzip „Gemeinwohl geht vor Eigenwohl“ führen wir die Eignungsprüfungen zur Menschenführung für alle Unternehmer und Betriebsführer ein. Jeder Unternehmer, Erzieher, Betriebsführer und Meister muss bei seiner technischen Eignungsprüfung auch eine solche der Menschenführung ablegen. Nur eine intensive psychologische Ausbildung wird die Verwirklichung dieses Ideals, für Menschen verantwortlich sein zu dürfen, ermöglichen.

Ein weiblicher und männlicher Arbeitsdienst soll von uns eingeführt werden, um alle Deutschen zur Wertschätzung der physisch zu verrichtenden Handarbeit zu erziehen. Die verhaltensbiologische Tatsache, dass Mann und Frau sich unterscheiden, muss auch realpolitisch berücksichtigt werden! Männer und Frauen entwickelten in ihrer Stammesgeschichte eine Arbeitsteilung aufgrund ihrer körperlichen und seelischen Unterschiedlichkeit. Mann und Frau unterscheiden sich im Verhalten, Wahrnehmung und Motivation. So gibt es Berufe, die dem arteigenen Wesen der Natur der typischen Frau entsprechen, und Berufe, die eher dem der Männer entsprechen.

Folgend lehnen wir den Egalitarismus der Geschlechter ab und führen stattdessen Maßnahmen nach der Arbeitsspezialisierung durch Fähigkeiten ein, ohne dabei dogmatisch an „Rollen“ festzuhalten.

Die Leitprinzipien des Deutschen Sozialismus diktieren auch die wirtschaftliche Ausrichtung. Unsere Wirtschaftsordnung, die Raumgebundene Volkswirtschaft, ist eine vom Staat geregelte Marktwirtschaft, in der sich markt- und planwirtschaftliche Grundsätze in einem dritten Weg verbinden.

Eine unabhängige regionale Volkswirtschaft ermöglicht dabei, Produktion und Verteilung möglichst eng zu halten sowie Energiebedarf und Verschmutzung durch eingesparte Transporte zu verringern. Der Grundsatz muss sein, dass die Wirtschaft dafür da ist, den Bedarf des Volkes mit allen notwendigen Gütern abzusichern. Die Wirtschaft dient dem Volk und nicht umgekehrt!

Das Ziel ist die Bedarfsdeckung unseres Volkes. Die zwei wichtigen Leitprinzipien des Deutschen Sozialismus: „Gemeinwohl geht vor Eigenwohl“ sowie „Jedem das Seine“ werden auch auf der wirtschaftlichen Ebene angewendet.

Der Staat gibt die Zielstellung auf der Grundlage des Grundsatzes „Gemeinwohl geht vor Eigenwohl“ vor, der den gemeinwohlorientierten Ordnungsrahmen erzeugt, schafft aber das Konkurrenzprinzip nicht ab, denn dies fördert die Schaffenskraft und Weiterentwicklung. Wir erkennen das Privateigentum an, solange es nicht der Gemeinschaft schadet. Das erarbeitete Privateigentum ist wichtig für die Eigeninitiative und somit für neue Innovationen und garantiert damit Wohlstand und Fortschritt.

Daher hat der Staat nur dort einzutreten, wo er benötigt wird und aktiv zu werden, wo Unternehmen dem Gemeinwohl zuwiderhandeln. Spiegeln Preise von Gütern nicht die Umweltkosten ihrer Erzeugung wider, so muss der Staat in Form von Politik und Steuern einen Ausgleich schaffen. Steigen Mieten und Grundstückspreise zu stark, muss der Staat als Marktteilnehmer Wohnraum schaffen. Erzeugen zentralisierte Unternehmen lange Transportwege, Umweltverschmutzung und Energieverluste, so müssen Produktionen regional ausgerichtet und vom Staat einmalig durch Investitionen gestützt werden. Auch der Grad der Umweltbelastung einer Produktion wird dem betreffenden Konsumenten unmittelbar wahrnehmbar und eine größtenteils unabhängige regionale Wirtschaft wird damit weniger anfällig für Wirtschaftsschwankungen, die sich auch auf das Sozialgefüge auswirken.

Wir erkennen an diesen nur wenigen Beispielen, wie umfangreich eine Neugestaltung des gemeinschaftlichen Lebens durch eine neue sozialethische Grundlage verändert werden kann. Die heutige Sozialordnung ist auf das Individuum gerichtet. Wir setzen dem Individualprinzip und seiner daraus resultierenden egoistischen Gesellschaftsordnung das Sozialprinzip entgegen, das zu einer sozialen Gemeinschaftsordnung und damit zum Deutschen Sozialismus führt.

Erstveröffentlichung in N.S. Heute #51

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