
Wagen wir mal einen theoretischen Blick auf mein persönliches Umfeld. Darf ich vorstellen: mein Nachbar. Er ist stets freundlich und hilfsbereit, nimmt wie selbstverständlich meine Pakete an, wenn ich tagsüber nicht erreichbar bin, er stellt seine Mülltonnen immer pünktlich und vorbildlich an den Bordsteinrand und grüßt jedes Mal mit einem aufhellenden „Guten Tag“ und „Guten Abend“. Man kennt sich als Beispiel schon seit Jahren vom lokalen Sportplatz her. Dort steht man zusammen am Spielfeldrand, isst gemeinsam eine Wurst, trinkt ein Bier oder einen Kaffee und man unterhält sich über die kommunalpolitischen Situationen im Ort. Dieser Mann hat immer ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen. Jeder hier bei uns weiß, dass er politisch aktiv ist; er sitzt seit Jahren im Stadtrat und wurde in der Gemeinde stets als aufrechter, engagierter und tief verwurzelter Teilnehmer unserer Gemeinschaft wahrgenommen. Und ja, ich habe bewusst Gemeinschaft geschrieben – weil wir uns hier im Ort noch als diese verstehen.
Mein Nachbar ist für mich ein Mann meines Alltags und ein Mann des Vertrauens. Und dann zieht man auf dem Weg zur Arbeit das Smartphone aus der Tasche. Man entsperrt den Bildschirm, wischt gedankenlos durch den News-Feed, und plötzlich bleibt der Daumen hängen. Die „Bild“ teilt in einer fetten Überschrift mit, was man im fernen Berlin über die eigene Heimat denkt. Da steht sie, die digitale Schlagzeile, direkt auf dem Display: „Neonazi könnte Oberbürgermeister werden – und niemand würde das stören“. In diesem Moment prallen immer zwei Welten mit immenser Wucht aufeinander. Auf der einen Seite steht die Wirklichkeit einer Gemeinschaft, das natürlich zusammengewachsene Vertrauen, das durch jahrelanges und anständiges Handeln im sogenannten vorpolitischen Raum auf natürliche Art und Weise gewachsen ist. Und auf der anderen Seite erleben wir diese verteufelte Meinungsklimaanlage des medialen und behördlichen Verordnungsstaates aus der sicheren Distanz der weit entfernten Stadt Berlin, welche ihre politischen Etiketten gut im ganzen Land verteilt, um das Unbequeme moralisch zu dämonisieren.
Es gibt sie immer wieder, diese Momente, in denen die Welt des grellen Bildschirms die mühsam aufrechterhaltene Ordnung unseres Alltags einfach stört. In unserem realen und täglichen Tagesablauf gelingt es uns meistens, die Wirklichkeit gegen diesen Wahnsinn da draußen zu verteidigen. Wir tun unsere Pflicht, wir funktionieren in den Bahnen, die uns vorgegeben sind, und finden Halt in dem, was wir leben. Es ist sind der kurze Gruß auf der Straße, der feste und ehrliche Handschlag unter den Nachbarn – kleine Momente, in denen wir die Beständigkeit unserer funktionierenden Gemeinde spüren. Doch diese medial produzierten Zeilen besitzen die zerstörerische Kraft, das ganze Leben eines fleißigen Menschen und seine ganze Existenz im Handumdrehen verächtlich zu machen.
Aus der sicheren Distanz heraus wurde ein falsches Urteil gefällt, das keine Abweichungen duldet. Hier wird ein Mensch, dessen Fleiß und Integrität über Jahrzehnte das Fundament des Zusammenlebens vor Ort gebildet hat, mit schnellem Tastaturgeklicke ins gesellschaftliche Abseits gestellt. Der tiefe Ton im Text ist klar und seine Botschaft unmissverständlich: Verbannung aus der demokratischen Teilhabe. Das „legitimierte“ links-grüne Meinungsbündnis fragt nicht nach den unzähligen Gesprächen im Umfeld seines medialen Opfers, es will sie auch gar nicht sehen, die echten Taten der Hilfsbereitschaft, und sie können es auch nicht begreifen, dass Vertrauen ein organisches Gewächs ist, das tief mit den Menschen in ihrer Heimat verwurzelt ist. Für das links-grüne Meinungsbündnis und seine Meinungsklimaanlage existiert diese lebendige Wirklichkeit nicht; für sie gibt es nur den Weg der Anpassung und das Stigmatisieren des Abweichlers. Diese billige und rücksichtslose Dämonisierung darf man nicht länger schweigend hinnehmen. Es ist unsere Pflicht, uns schützend vor jene zu stellen, die im realen Leben Anstand beweisen, statt zuzusehen, wie die personenbezogene Bloßstellung per Mausklick zum Standardwerkzeug für „unsere Demokratie“ wird.
Dementsprechend halten wir fest: Es liegt allein in unserer Hand, wie wir mit den Erzählungen dieses links-grünen Meinungsbündnisses umgehen. Fakt ist, wir dürfen diese vergiftete Berichterstattung nicht weiter in unseren Köpfen tragen. Wir müssen gänzlich damit aufhören, die Erzählungen jener zu übernehmen, die unsere Heimat von den wirklichen und ehrlichen Kommunalpolitikern spalten wollen. Stehen wir lieber mit breiter Brust für all jene ein, die ins Visier der Etablierten geraten sind, weil diese sich weigern, ihr Rückgrat vor dem herrschenden Zeitgeist zu beugen. In dem Schriftwerk Die Dämonisierung durchbrechen – ein Handbuch, ein Fundament aus dem Jungeuropa Verlag, hielt Jean-Yves Le Gallou etwas Wichtiges für uns fest:
Seien wir ehrlich: Wenn man sich weigert, der vorherrschenden Ideologie zu folgen – unabhängig davon, wie sehr man im Fokus des Feindes steht, muss man bereit sein, sich der Dämonisierung entgegenzustellen – und zwar mit Klarheit und Mut.
Diese Zeilen dürfen wir jedoch nicht nur mit den „Dämonisierten“ selbst begreifen, welcher einsam im Visier des medialen links-grünen Dauerfeuers steht. Wir müssen anfangen, uns als Teilhaber des politischen Diskurses mit einzudenken. Lernen wir, uns unter keinen Umständen selbst an dieser Dämonisierung zu beteiligen! Das Mitläufertum beginnt im Kleinen, und zwar genau dort, wo man aus Bequemlichkeit wegsieht oder aus Angst vor sozialer Ächtung die auferlegten Stigmatisierungen des Meinungsbündnisses still duldet. Wenn das System unseren Nachbarn isolieren will, ist die Solidarität im Alltag der gelebte Gegenzug. Jedes kleine Sandkörnchen, das wir zur Verteidigung jener verfemten Mitstreiter in die Meinungsklimaanlage stoßen, sorgt dafür, dass die Meinungsklimaanlage verdreckt, und das hat dementsprechend Auswirkungen auf das sogenannte Meinungsklima.
Die Dämonisierung von Meinungsabweichlern ist in der heutigen Zeit kein Einzelfall. Es ist eine gängig gewordene Methode, eine regelrechte Überlebensstrategie des sogenannten „Establishments“, das intellektuell und politisch dem Ende zugeht. Was passiert in dem Moment, in dem ein Begriff wie „Neonazi“ über eine ganze Stadt und ihre Bürger geworfen wird? Es findet eine bewusst erzeugte Entmenschlichung statt. Der Nachbar verliert in der öffentlichen Wahrnehmung sein Ansehen, seine Stimme, seine Geschichte und seine Taten. Er wird reduziert auf das politische Feindbild, ein Schreckgespenst, das man nicht mehr anhören muss, weil das Urteil längst vor dem ersten Wort gefällt wurde. Diese Methoden zielen nur darauf ab, die Brücken der Normalität abzureißen, denn das links-grüne Meinungsbündnis weiß genau, dass der vorpolitische Raum – das Vereinsleben, der Sportplatz, die nachbarschaftliche Hilfe – der Ort ist, an dem ihre Ideologien langsam aussterben. Warum? Weil dort normal denkende Menschen aufeinandertreffen. In der eigenen Gemeinde zählt nicht, welches Parteibuch einer in der Tasche trägt, sondern ob er Wort hält, ob er anpackt und ob er das Herz am rechten Fleck hat. Dieses organische Vertrauen ist das natürliche Schutzschild des bürgerlichen Raums. Gegenseitiges Vertrauen und wirkliche lokale Loyalität lassen sich nicht erzwingen, und genau deshalb muss die Meinungsklimaanlage dazwischengehen. Sie muss einen Keil in dieses Gefüge treiben, indem sie den Bürgern einredet, ihr gesunder Menschenverstand trüge sie und der freundliche Mann von nebenan sei in Wahrheit eine Bedrohung für ihr Leben und die Gemeinschaft. Das Meinungsbündnis möchte eine Art kollektive Paranoia erzeugen. Der Bürger soll seinen eigenen Augen nicht mehr trauen können; denn wenn der Nachbar die Pakete annimmt, soll man dahinter eine finstere Taktik vermuten. Wenn er die Mülltonnen pünktlich rausstellt, soll man es als bürgerliche Fassade abtun. Das Ziel ist die totale Ausgrenzung aus der Gemeinschaft: Wenn im kleinen Ort niemand mehr dem anderen traut, dann bleibt am Ende nur noch der Staat als Wahrheit übrig.
Wie also entkommen wir dem Würgegriff der Dämonisierung? Der erste und wichtigste Schritt besteht darin, die Deutungshoheit über die Sprache zurückzugewinnen. Das links-grüne Meinungsbündnis lebt davon, dass wir seine Kampfbegriffe und Erzählungen einfach übernehmen. Wenn wir anfangen, uns rechtfertigen zu wollen, wenn wir versuchen zu beweisen, dass wir oder unsere Nachbarn „keine Nazis“ sind, haben wir das Spiel bereits auf dem Spielfeld des Gegners verloren. Wir akzeptieren damit, dass sie das Recht haben, die Maßstäbe von Gut und Böse zu definieren. Wir machen uns klein, kriechen unter der moralischen Rute hindurch und hoffen auf Absolution von einer Instanz, die uns ohnehin niemals vergeben wird. Diese falsche Unterwürfigkeit müssen wir gänzlich ablegen. Wenn eine Schlagzeile uns vorschreiben will, wen wir in unserer Heimat zu wählen oder zu achten haben, dann darf unsere Reaktion nicht Rechtfertigung sein, sondern ein klares, unmissverständliches: „Ihr habt hier kein Stimmrecht.“ Die Antwort auf die Meinungsklimaanlage muss die radikale Verweigerung ihrer Schlagzeilen sein. Die Dämonisierung verpufft genau in dem Moment, in dem man ihr die Nahrung entzieht. Wenn das Meinungsbündnis merkt, dass ihre verteilten Etiketten nicht mehr kleben bleiben, weil die Menschen vor Ort einfach die Achseln zucken und den Mann weiterhin nach seinen realen Taten beurteilen, bricht das System der Dämonisierung in sich zusammen. Allein die Wirklichkeit, das echte Leben abseits des digitalen Raumes, wirkt gegen diese virtuellen Geistergeschichten. Ein Handwerker, der seine Arbeit ordentlich macht, ein Stadtrat, der die Interessen der Bürger vertritt, ein Nachbar, der hilft – das sind die unumstößlichen Realitäten, an denen sich die Wellen der medialen Empörung brechen.
Es reicht jedoch nicht aus, die Mechanismen der Dämonisierung zu durchschauen. Die Verteidigung des bürgerlichen Raums ist eine tägliche, praktische Aufgabe. Jean-Yves Le Gallou hat völlig recht, wenn er Mut und Klarheit einfordert. Diese benötigten Tugenden müssen folglich am kommenden Samstag auf dem Sportplatz bewiesen werden. Wenn die digitale Schlagzeile die Runde macht und das erste betroffene Tuscheln einsetzt, dann schlägt die Stunde der wahren Solidarität. In diesen Momenten nicht wegzusehen, nicht wegzugehen, sondern demonstrativ zum Nachbarn hinüberzugehen, ihm die Hand zu schütteln und das Gespräch genau dort fortzusetzen, wo man aufgehört hat – das ist das Sandkörnchen, das die erzeugte Dämonisierung zum Stillstand bringt. Es ist das einzige und richtige Signal an das natürliche Umfeld: Wir spielen dieses Spiel nicht mit! Es nimmt den Verängstigten die Angst und nimmt den Denunzianten den Wind aus den Segeln. Wir müssen uns bewusstmachen, dass jedes Mal, wenn wir zu den auferlegten Stigmatisierungen schweigen, wir uns ein Stück weit selbst aufgeben. Wer zulässt, dass sein Nachbar ungestraft verfemt wird, liefert am Ende die Fortsetzung für die Dämonisierung. Auch hier sollten wir den Worten von Jean-Yves Le Gallou folgen: „Beurteilen wir andere nach dem, was sie sind, was sie tun und was sie sagen, nicht nach der Karikatur, die ihre Gegner von ihnen zeichnen.“Die eigene Gemeinschaft vor Ort muss zu einer „inneren Burg“ werden, auf die die Zensoren und Tugendwächter aus dem fernen Berlin und ihr Meinungsbündnis keinen Zugriff haben.
Schauen wir uns doch einmal an, was die Gegenseite diesem gewachsenen Zusammenhalt entgegenzusetzen hat, erkennt man die ganze Tragik und Hilflosigkeit des links-grünen Meinungsbündnisses. Da wird als Reaktion auf den drohenden Machtverlust ein „Demokratiefest“ organisiert. Man bläst Hüpfburgen auf, stellt Schilder mit Phrasen über Buntheit auf und verteilt Bratwürste. Das Ganze wirkt wie ein verzweifeltes Beschwörungsmanöver, mit dem man die Geister der Wahrheit vertreiben will. Es ist die totale Verdinglichung von Politik: Man hat keine Inhalte mehr und auch keine Lösungen für die wuchernde Kriminalität, keine Antworten auf die wirtschaftliche Not der lokalen Betriebe, also liefert man den Bürgern lieber „Entertainment“ und moralische Belehrung. Gezielt versuchen sie, unsere Meinungen zu manipulieren, denn diese Feste sind exklusiv; sie schließen nämlich all jene aus, die die echten Probleme beim Namen nennen. Sie sind nicht für das Volk gedacht, vielmehr dienen sie der eigenen Selbstdarstellung und dem Erhalt „unserer Demokratie“. Man will sich gegenseitig versichern, dass man doch noch die Deutungshoheit besitzt, während draußen auf den Straßen die Wirklichkeit längst eine andere Sprache spricht. Denn der „gemeine“ Bürger durchschaut dieses Theater schon lange. Jeder spürt, dass diese Hüpfburg-Demokratie nichts mit dem wirklichen Leben zu tun hat. Man will keine bunten Luftballons, man möchte sichere Spielplätze für die eigenen Kinder und eine Verwaltung, die die wirklichen Interessen der Gemeinschaft vertritt, statt diese zu belehren.
Wir stehen also an einem Punkt, an dem sich entscheidet, ob wir uns unseren eigenen Lebensraum zurückholen wollen, denn die Wellen der Dämonisierung werden immer heftiger werden, je deutlicher das Versagen des Meinungsbündnisses für jeden sichtbar wird. Je weniger ihre Meinungsklimaanlage in der Lage ist, die wirklichen Probleme unseres Alltags wegzuklimatisieren, desto schriller wird das mediale Dauerfeuer versuchen, in unsere Gemeinschaft zu dröhnen. Sie haben nur noch die soziale Ausgrenzung und die Angst als Waffe. Wenn wir ihnen diese Waffen entreißen, indem wir uns ungerührt, selbstbewusst und mit breiter Brust zu unserer Heimat, unseren Werten und unseren politischen Mitstreitern bekennen, verliert das Meinungsbündnis jeglichen Einfluss auf uns. Wir schützen damit nicht nur einen einzelnen Kommunalpolitiker oder den freundlichen Nachbarn auf dem Sportplatz oder im Ort. Wir verteidigen unser normales Leben an sich. Wir verteidigen das Recht auf eine sichere und verlässliche Welt, in der Fleiß belohnt, Kriminalität bestraft, Anstand gelebt und die Gemeinschaft wirklich geschützt wird. Das ist kein Extremismus. In der Realität ist das die Wertebasis, auf der eine ehrliche Gemeinschaft aufbaut.
Wenn also der Daumen das nächste Mal auf unserem Display hängenbleibt und die nächste fette Überschrift versucht, ein schlechtes Licht auf unsere Gemeinschaft und unsere Mitmenschen zu werfen, dann lächeln wir diese virtuellen Geistergeschichten einfach weg. Wir stecken das Smartphone zurück in die Tasche, gehen raus vor die Tür und grüßen den Nachbarn mit einem ehrlichen und festen Handschlag. Denn am Ende des Tages ist die Tinte der Zeitungsberichte verblasst und der digitale Feed weggewischt – aber in unserem Ort leben wir mit Mut, Klarheit und echter Solidarität weiter in einer echten Gemeinschaft.
