
Unser Freund Vincent Reynouard ist ungebrochen, auch wenn einige Wochen ohne Lebenszeichen von ihm vergangen sind. Im französischen Sprachraum meldete er sich zuletzt immer wieder zu historischen Ereignissen zu Wort.
Am 11. Dezember wandte er sich mit der folgenden Nachricht an seine Freunde und Unterstützer:
Gestern Abend wurde ich gg. 19 Uhr aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Insgesamt war ich fast 35 Stunden lang Gast der Staatsgewalt: 25 Stunden sperrte man mich in eine etwa neun Quadratmeter große Zelle, danach wurde ich noch einmal neun Stunden in einer etwa zwei Quadratmeter großen Zelle beherbergt, bevor ich einer jungen Staatsanwältin vorgeführt wurde. Sie hasste mich abgrundtief, um es einmal ganz vorsichtig zu formulieren. Angesichts meiner bevorstehenden Prozesse verhängte sie einige Auflagen gegen mich, zum Beispiel darf ich mich nicht mehr im Nachrichtenportal X äußern.
Am 5. Februar 2026 wird man mir in fünf Angelegenheiten den Prozess machen, alle Anklagen werden am selben Tag verhandelt. Dreimal bin ich zusammen mit Jerôme Bourbon, dem Chefredakteur der patriotischen Wochenzeitung „Rivarol“ angeklagt. Das wird sicher ein interessantes Spektakel! Dazu steht ein Prozess am 18. Februar 2026 auf der Tagesordnung und bestimmt folgen noch andere Kleinigkeiten, die man bereits im Hintergrund für mich vorbereitet.
Nach einer kurzen Nacht fühle ich mich nun ausgeschlafen und bin bereit zu neuen Taten, vor allem Nachhilfe geben und redaktionelle Tätigkeiten. Ich mache einfach so weiter, wie wenn nichts geschehen wäre – mit einer Ausnahme: Da ich mich notgedrungen von X fernhalten muss, werde ich mich demnächst wohl über Telegram zu Wort melden.
Euch allen einen schönen Tag, Euer Vincent