
Eine rot-braune Granitplatte mit weißer Inschrift „Waldfriedhof Halbe“ markiert den Eingang zu einer der bekanntesten Kriegsgräberstätten Deutschlands. Seit der Teilwiedervereinigung 1989/90 ist der Waldfriedhof ein politischer Zankapfel zwischen dem anständigen Deutschland, das ein ehrendes Gedenken an die zehntausenden Toten der Kesselschlacht von Halbe bewahren will, und der hässlichen Fratze des antideutschen Zeitgeistes, der am liebsten jegliches Gedenken an die Kriegstoten verschwinden lassen würde. Doch das anständige Deutschland erhob immer wieder sein Haupt und sorgte allen Verboten zum Trotz auch zur Jahreswende 2025/26 dafür, dass tausende Lichter für die Toten unseres Volkes die Nacht erhellten.
Der Kessel von Halbe
Halbe. Allein die Erwähnung dieses Ortes weckt bei historisch sachkundigen Nationalisten ein bestimmtes Gefühl. So wie Langemarck, Wunsiedel, Dresden, Berchtesgaden. Die Erwähnung des Ortes reicht, und schon weiß man, was gemeint ist.
Zunächst einmal ist Halbe eine Gemeinde mit gut 2.000 Einwohnern im Kreis Dahme-Spreewald in Brandenburg, etwa 50 Kilometer südlich von Berlin – und es gibt einen einzigen Grund, warum dieser Ort weit über die Grenzen des Spreewaldes hinaus bekannt ist: der „Kessel von Halbe“, wo im April 1945 deutsche Truppen und Zivilisten von der Roten Armee eingeschlossen wurden.
Anfang April war die Oderfront von den Bolschewisten durchbrochen worden. Wie eine nationale Internet-Enzyklopädie schreibt, presste die Rote Armee ihre Verbände gen Westen und versuchte immer wieder, deutsche Verbände einzukesseln. Auch Teile der deutschen 9. Armee wurden eingekesselt, die sich tapfer kämpfend weiter Richtung Westen in den Raum Halbe zurückzogen, wo der Kessel immer kleiner und die Versorgungslage an Treibstoff, Munition und Lebensmitteln immer kritischer wurde. Etwa 280.000 bestens ausgerüstete Rotarmisten belagerten die etwa 50.000 kampffähigen Soldaten von Wehrmacht und Waffen-SS.
Einer der am späteren Ausbruch beteiligten Soldaten, SS-Hauptsturmführer Krauß, erinnerte sich 1977 an die grauenhaften Zustände im Kessel: „Soldaten, Zivilisten, Kinder, Frauen und Fahrzeuge bewegten sich im Kreise, um dem Beschuss zu entgehen. Wie ein tausendfüßiger Riesenwurm, sich selbst in den Schwanz beißend. Um der russischen Soldateska zu entgehen, erschossen sich Offiziere, Soldaten, Zivilisten mit ihren Familien, ganze Gruppen deutscher Menschen. Erschüttert, fassungslos, hilflos stand ich diesem Geschehen gegenüber.“ In dieser Verzweiflungssituation wurde der Ausbruch befohlen, der nach mehrtägigen Schlachten im Morgengrauen des 29. April 1945 schließlich Erfolg hatte – allerdings unter großen Verlusten. Über 30.000 deutsche Soldaten fielen in der Kesselschlacht von Halbe, dazu geschätzte 10.000 Zivilisten, während es etwa 25.000 Soldaten und 5.000 Zivilisten gelang, bei Potsdam die Armee Wenck zu erreichen, wo sich die deutschen Truppen in westalliierte Kriegsgefangenschaft begaben.

Eine der größten Kriegsgräberstätten Deutschlands
In den Wirren der „Stunde Null“ nach dem 8. Mai 1945 war an eine geordnete Bestattung der vielen Toten nicht zu denken, weshalb die überlebenden Einwohner von Halbe zunächst in Wäldern und an Wegen provisorische Gräber anlegten. 1951 konnte schließlich mit dem Bau des Zentralfriedhofes begonnen werden, wo bis heute etwa 28.000 deutsche Soldaten und Zivilisten ihre letzte Ruhe fanden. Selbst heute werden immer noch vereinzelt Gefallene aus den umliegenden Gebieten auf den Waldfriedhof gebracht und dort in den märkischen Sand gebettet.
Neben den Gefallenen aus dem Kessel von Halbe und den von den Russen ermordeten Zivilisten sind auf dem Friedhof auch zahlreiche Opfer des „Speziallagers Ketschendorf“ begraben. In diesem sowjetischen Konzentrationslager waren deutsche Zivilisten und Kriegsgefangene der auf deutscher Seite kämpfenden „Russischen Befreiungsarmee“ (ROA) interniert, die dort zwischen April 1945 und Februar 1947 – also in Friedenszeiten! – zu Tausenden unter unmenschlichen Bedingungen starben.
Vom Haupteingang erreicht der Besucher über einen breiten Weg auf der rechten Seite ein noch zu DDR-Zeiten eingeweihtes Mahnmal aus sächsischem Sandstein mit der Inschrift „Die Toten mahnen, für den Frieden zu leben“. Ein Stück weiter, nun auf der linken Seite, befindet sich ein hölzernes Lateinisches Kreuz, und dahinter die bronzene Glockenplastik „Die Trauernde“, welche eine abstrakt gehaltene Frauenfigur darstellt, die den Kopf in Trauer gesenkt hat. Daran schließt sich der Aufenthalts- und Gedenkraum an, der ein Buch mit den Namen derjenigen Opfer enthält, die bislang namentlich ermittelt werden konnten. Insgesamt elf, in Blöcken aufgeteilte Gräberfelder erleichtern die Orientierung auf dem sieben Hektar großen Gelände. In den Wäldern um den Friedhof herum können heutige Besucher noch Schützengräben, Panzersperrgräben und Bombentrichter entdecken.




Nationale Gedenkveranstaltungen in Halbe
Zu DDR-Zeiten blieb der Friedhof relativ unbeachtet, nationalistische Gedenkveranstaltungen waren unter dem damaligen moskauhörigen Regime ohnehin nicht möglich. Das änderte sich allerdings kurz nach der Wende – eine Zeit, die laut bereits damals aktiven Kameraden als eine Art „Interregnum“ gelten kann, wo das entstandene Machtvakuum von Nationalisten propagandistisch ausgenutzt wurde. Bereits zum Volkstrauertag 1990 kamen tausende Vaterlandstreue auf dem Waldfriedhof zu einer großen Gedenkveranstaltung zusammen, federführend bei der Organisation war damals die später verbotene „Wiking-Jugend“. Nach einer einmaligen Wiederholung im Jahr darauf ereilte das nationale Gedenken allerdings das gleiche Schicksal wie in der DDR: Auch die neuen Machthaber wollten volkstreue Veranstaltungen unterdrücken und sprachen in den Folgejahren Verbote aus.
Um die Jahrtausendwende konnten Nationalisten vor dem Bundesverfassungsgericht einige wichtige versammlungsrechtliche Grundsatzentscheidungen erstreiten, sodass es den Behörden in der Folge nicht mehr so leicht möglich war, nationale Versammlungen zu verbieten. Es war die Zeit der großen Protest-Demonstrationen gegen die Anti-Wehrmachtsausstellung, aber auch der Rudolf-Heß-Gedenkmärsche und dem Dresden-Gedenken mit mehreren tausend Teilnehmern. In dieser allgemeinen Situation und nachdem sich die Rechtslage positiv entwickelt hatte, gründete sich der „Freundeskreis Halbe“ mit dem Ziel, jeweils im November einen großen nationalen Gedenkmarsch zum Waldfriedhof zu etablieren. Als Hauptorganisatoren fungierten Lars Jacobs aus Schleswig-Holstein, der die Versammlungen anmeldete, und der damals noch in Hamburg lebende Christian Worch, der die Moderation der Veranstaltungen übernahm.
Unter dem Motto „Ruhm und Ehre dem deutschen Frontsoldaten“ wurden am 15. November 2003 – es war der Sonnabend vor dem Volkstrauertag – etwa 800 Nationalisten nach Halbe mobilisiert. Die Teilnehmer rekrutierten sich vorwiegend aus dem Spektrum der Freien Kameradschaften, einige Kontingente wurden auch von der NPD gestellt. Jede teilnehmende Organisation konnte zudem für die einzelnen Kampfverbände der Kesselschlacht einen eigenen Kranz stiften. Der Sicherheitsapparat untersagte den Teilnehmern zwar eine Kundgebung direkt auf dem Friedhof – das Befahren des Friedhofsgeländes mit einem großen LKW, der als Bühne genutzt wurde, wäre ohnehin schwierig gewesen –, doch die Gedenkkundgebung konnte auf dem Parkplatz in Sichtweite des Friedhofes durchgeführt werden. In diesem und in den Folgejahren sprachen auf dem Gedenkmarsch immer wieder namhafte Zeitzeugen aus der Erlebnisgeneration wie Luftwaffen-Oberst und Schwerterträger Hajo Herrmann und Ritterkreuzträger Otto Riehs.

Mit Antifa-Banden und juristischen Tricks gegen ein ehrenhaftes Gedenken
Nach zwei erfolgreichen Gedenkmärschen 2003 und 2004 mit steigenden Teilnehmerzahlen erlebte man im November 2005 das allzu bekannte Zusammenspiel zwischen Antifa und System: Die Polizeikräfte ließen sehenden Auges eine linksextreme Blockade der Straße zum Waldfriedhof zu, sodass die Kameraden trotz stundenlanger Wartezeit nicht vom Fleck kamen. Nach Beendigung der Veranstaltung sangen mehrere hundert Teilnehmer im Schutze der Dunkelheit und unter den Ohren der verblüfften Polizeikräfte trotzig das verbotene Lied „Die Fahne hoch!“ – in Zeiten, in denen es noch keine Smartphones gab, war dies noch ohne spätere Identifizierung und Strafverfolgung möglich. Ich erinnere mich, dass ich später am Abend noch in einem kleinen Trupp, zu dem auch der 2009 verstorbene Rechtsanwalt Jürgen Rieger gehörte, über einen Schleichweg versuchte, den Friedhof zu erreichen, doch kurz davor wurden wir von Polizeikräften gestoppt.
Jedenfalls merkte das System, dass auch in Halbe etwas heranwuchs, das man nur noch mit Verboten unterdrücken konnte. Deshalb trat zum 31. Oktober 2006 in Brandenburg das „Gesetz über Versammlungen und Aufzüge an und auf Gräberstätten“ in Kraft – ein typisches „Anlassgesetz“, welches allein deshalb erlassen wurde, um die Gedenkmärsche in Halbe zu verbieten oder zumindest durch polizeiliche Auflagen für die Teilnehmer möglichst unattraktiv zu machen. Daher war es auch im November 2006 nicht mehr möglich, eine Kundgebung auf dem Parkplatz vor dem Waldfriedhof durchzuführen, sondern der Marsch musste bereits an einer Weggabelung außer Sichtweite des Friedhofes stoppen. Die letzte, bereits kleinere nationale Veranstaltung fand im März 2007 statt. Danach war es, wie sich Christian Worch im Gespräch mit dem Autor erinnert, die einhellige Meinung der maßgeblichen Aktivisten, dass weitere Versammlungen ohne Blickkontakt zum Friedhof keinen Sinn mehr ergeben.

Schikanen gegen die Initiative „Gräberleuchten“
Seit einigen Jahren hat es sich nun die Initiative „Gräberleuchten“ zum Ziel gemacht, jeweils kurz vor Weihnachten Kerzen auf die Gräber zu stellen und den Waldfriedhof damit zu erleuchten. Die Initiative legt Wert darauf, keine politischen Ziele zu verfolgen und beim Gräberleuchten auch keine politischen Symbole zu verwenden. Während die Initiative zu Anfang von der Kommunalpolitik durchaus noch mit Wohlwollen betrachtet wurde, gab es im Jahr 2024 einen handfesten Skandal, der selbst gemessen an den herrschenden Verhältnissen einen besonders würde- und pietätloser Vorgang darstellte: Am Tag nach Weihnachten rückte der Sicherheitsapparat an und sammelte auf dem Waldfriedhof mehr als 5.500 LED-Kerzen ein, die achtlos in einen extra herangekarrten Müllcontainer geworfen wurden. Auch Gestecke und Fotos, die Angehörige der Gefallenen dort aufgestellt hatten und die nichts mit dem Gräberleuchten zu tun hatten, landeten im Abfall. Gegen die Initiatoren des Gräberleuchtens wurde sogar eine Strafanzeige gefertigt, weil sie mit dem Aufstellen der Kerzen angeblich gegen das Brandenburger Gräberstättengesetz verstoßen haben sollen.
Doch die Herrschenden haben nach ihrer so bösartigen wie schändlichen Aktion nicht mit der Reaktion aus der Bevölkerung gerechnet: Nach einem Aufruf unter anderem der AfD, den Freien Sachsen, der HEIMAT und der JN kamen am Neujahrstag 2025 hunderte Deutsche am Waldfriedhof zusammen, um erneut Kerzen auf die Gräber zu stellen. Nachdem die Sicherheitskräfte den Eingang zum Friedhof zunächst abriegeln wollten, kapitulierten sie schließlich vor der immer größer werdenden Menge und gaben den Weg frei. In einem großartigen Akt der Zivilcourage und der Solidarität wurden dann erneut zigtausende Kerzen auf die Gräber gefallener Soldaten und ermordeter Zivilisten gestellt. Der Versuch des Systems, das ehrwürdige Gedenken an die Opfer und Helden unserer Vergangenheit zu unterdrücken, hatte damit das genaue Gegenteil bewirkt: Das Licht des Andenkens leuchtete nun heller denn je!

© „Deutschlands Kriege und seine Soldaten 1813-1945“ via Facebook
Ein weiteres Mal konnte also das ehrenhafte Gedenken gegen das antideutsche System durchgesetzt werden – und wieder mussten sich die Herrschenden etwas einfallen lassen, wie sie das Andenken an jene, die für Deutschland starben, durch Verbote unterdrücken können. Schließlich wurde im Dezember 2025 extra die Friedhofssatzung geändert: Seitdem ist es nur noch Familienangehörigen erlaubt, Grablichter, Blumen und Kränze auf Gräbern abzulegen. In der „Märkischen Allgemeinen“ frohlockten die Herrschenden: „Die allgemeinen Verhaltensregeln und Verbote sind nunmehr griffiger gefasst und geben den staatlichen Organen eine bessere Grundlage zum Einschreiten.“ Als ob das Aufstellen von Grabkerzen ein krimineller Akt wäre, wurden die Gedenkstätten in Halbe, aber zum Beispiel auch im 70 Kilometer entfernten Spremberg, tagelang von der Polizei belagert – mit der Androhung des sofortigen Einschreitens, wenn irgendein Bürger es wagen sollte, eine Kerze auf dem Grab eines nicht zur Familie gehörenden Soldaten abzustellen. – Ist so etwas überhaupt in Worte zu fassen? Aus was für einer charakterlosen Gesinnung heraus werden solche Maßnahmen angeordnet? Zukünftige Generationen von Deutschen werden später verständnislos auf die heutige Zeit der tiefsten Erniedrigung unseres Volkstums zurückblicken und sich fragen, wie so etwas nur möglich gewesen sein konnte.
Doch allen Verboten zum Trotze, erwies sich auch diesmal das System wieder als Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft: Unter dem Motto „Halbe ist überall“ wurde zwischen Mitte Dezember und Heiligabend 2025 das flächenmäßig wohl größte Soldatengedenken seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges durchgeführt. Die eigentlich für Halbe bestimmten 5.000 LED-Grablichter wurden stattdessen nämlich in hunderten Städten, Dörfern und Gemeinden in Ostsachsen, der Oberlausitz, Schlesien und Böhmen an den Kriegsdenkmälern und Kriegsgräberstätten aufgestellt. Und auch in Halbe selbst waren zahlreiche Personen unterwegs, um Kerzen auf die Gräber ihrer Angehörigen zu stellen. In Zeiten, in denen die Erinnerung an unsere Toten ausgelöscht werden soll, ist also selbst das Aufstellen einer Kerze ein Akt der Rebellion.

© „Deutschlands Kriege und seine Soldaten 1813-1945“ via Facebook
Erstveröffentlichung in Nationaler Sozialismus Heute #52
