Populismus vs. Nationalismus – Wo stehen wir? Und wo die anderen?

Im Januar 2025, mitten in der heißen Wahlkampfphase zur Bundestagswahl, brachte die CDU/CSU einen Entschließungsantrag für eine vermeintliche Kehrtwende in der Einwanderungspolitik in den Bundestag ein. Der Antrag war natürlich ein durchsichtiges Wahlkampfmanöver, in dem zum Schein etwa dauerhafte Grenzkontrollen, die Zurückweisung aller illegalen Einwanderer, die Beschleunigung von Abschiebungen und die Verschärfung des Aufenthaltsrechts für Gefährder und Straftäter gefordert wurde. Um einer Unterstützung durch die AfD (und damit einer Mehrheit im Bundestag) aus dem Weg zu gehen, heißt es in dem Antrag, die Partei würde „Fremdenfeindlichkeit“ schüren und „Verschwörungstheorien“ in Umlauf bringen. Außerdem würde die AfD Deutschlands Stabilität, Sicherheit und Wohlstand gefährden; deshalb sei sie kein Partner, sondern ein politischer Gegner der Unionsparteien.

Aus nationalistischer Sicht wäre die Unterstützung eines solchen Antrags undenkbar. Schon allein aufgrund der Tatsache, dass die CDU/CSU maßgeblich für die unkontrollierte Masseneinwanderung mit all ihren katastrophalen Folgen verantwortlich ist, verbietet sich aus prinzipiellen Gründen jegliche Kooperation mit dieser Kartellpartei. Erst recht muss es als Akt der Selbsterniedrigung angesehen werden, einem Antrag zuzustimmen, in dem man selbst diffamiert und als politischer Gegner bezeichnet wird.

Aus populistischer Sicht hingegen war die Unterstützung des Antrags vollkommen richtig. Die vom Parteienkartell beschworene „Brandmauer“ sei gefallen, titelten die Medien von „links“ bis „rechts“, und alle Parteien links der CDU/CSU zeigten sich schockiert darüber, dass erstmals ein Antrag mithilfe der AfD-Stimmen durch den Bundestag gebracht wurde. Die Angelegenheit hätte für die AfD nicht günstiger kommen können, da sie sich in der heißen Wahlkampfphase erstmals als eine Art „staatstragende“ Partei inszenieren konnte.

Die AfD und der Zwang zum faulen Kompromiss

Damit sind wir schon mitten im Thema, wie sich Nationalisten und Populisten voneinander unterscheiden. Mit dem Begriff des „Populismus“ wollen wir nachfolgend die zurzeit dominierende Strömung innerhalb der politischen Rechten bezeichnen, die durch Fixierung auf Parteipolitik und Wahlteilnahmen auf „demokratischem“ Wege um politischen Einfluss innerhalb des herrschenden Parlamentarismus ringt. 

Die AfD steht dabei vor dem Problem, dass sie bei einer Bundestagswahl niemals eine parlamentarische Mehrheit für eine Alleinregierung erreichen wird. Deshalb will der AfD-Vorstand nach Lage der Dinge nichts lieber als mit den Volksverrätern der CDU eine „bürgerliche Koalition“ zu bilden – also mit einer Partei, die unser Land zerstört hat und deren Politik auf lange Sicht dazu führt, dass unser Volk ausstirbt. Selbst wenn die CDU oder eine andere Kartellpartei irgendwann zu einer Koalition bereit wäre, müsste die AfD dafür so viele Kernforderungen aufgeben, dass unterm Strich praktisch nichts mehr übrigbleibt. Dieser Zwang zu faulen Kompromissen und zur Preisgabe politischer Überzeugungen, um machtpolitisch ein klein wenig mitspielen zu dürfen, ist ein Hauptmerkmal des Populismus. Schaut Euch doch Meloni, Marine Le Pen oder Wilders an – alle mehr oder weniger erfolgreichen „Rechtsparteien“ nehmen irgendwann die gleiche Negativentwicklung, dass sie immer mehr politische Prinzipien aufgeben, je näher sie an eine konkrete Machtoption gelangen.

Während es ganz bestimmt nicht die Aufgabe des Nationalismus ist, sich als Schutzmacht für religiöse Minderheiten aufzuspielen, hat die AfD geradezu einen Narren daran gefressen, immer wieder den Schutz jüdischer Bürger für sich zu reklamieren – was den Zentralrat der Juden und viele andere jüdische Organisationen allerdings nicht davon abhält, wütende Pamphlete gegen die AfD zu verbreiten.

Ein weiteres Merkmal des Populismus ist es, keine „heißen Eisen“ anzufassen, die sich negativ im Hinblick auf die Wahlergebnisse auswirken können, oder weil man Angst vor einer „schlechten“ Bewertung durch den Inlandsgeheimdienst („Verfassungsschutz“) hat. Dazu gehört etwa das Herumlavieren der AfD um den Volksbegriff oder die Weigerung, den Völkermord Israels an den Palästinensern als solchen zu bezeichnen. Des Weiteren ist auch jede Art von historischem Revisionismus im populistischen Bereich ein rotes Tuch. Schließlich zeigen auch die zahlreichen Parteiausschlussverfahren gegen „unbequeme“ AfD-Mitglieder, dass man immer wieder bereit ist, die eigenen Leute fallen zu lassen, um den Geheimdienst möglichst milde zu stimmen.

Parteipolitik und die Gefahr der „Populismus-Falle“

Allerdings sind auch andere Parteien „rechts der AfD“ nicht davor geschützt, früher oder später in die „Populismus-Falle“ zu tappen. Nehmen wir das Beispiel der Freien Sachsen, bei denen es sich nicht um eine herkömmliche populistische Partei handelt, sondern um eine Art Mischung aus Protest- und Bewegungspartei. Dennoch zeigen auch die Freien Sachsen einige populistische Anwandlungen, wenn es darum geht, ihre Zielgruppe zu bespaßen, die vor allem aus älteren Landsleuten mit einem Hang zur DDR-Nostalgie und Russlandfreundlichkeit besteht.

Bei manchen etwas skurril wirkenden Äußerungen und Positionen, die vor allem über den reichweitenstarken Telegram-Kanal der Freien Sachsen verbreitet werden, hört man dann auf Nachfrage oft, dass solche Äußerungen der Zielgruppe eben gut gefallen würden. Aus nationalistischer Sicht wirken Formulierungen wie „pazifistische Querfront“, die Glorifizierung von Donald Trump auf einer Silbermünze oder eine demonstrativ zur Schau getragene Russlandtümelei jedenfalls abstoßend – für die Mobilisierung auf der Straße und an den Wahlurnen (etwa zur Kommunalwahl in Sachsen) hat die „Boomer-Bespaßung“ allerdings unbestreitbar einen positiven Effekt.

Werfen wir abschließend hierzu noch einen Blick auf „Die Heimat“, die frühere NPD, die im Vergleich zur AfD und zu den Freien Sachsen noch am ehesten als nationale „Bewegungspartei“ bezeichnet werden kann. Die lange Geschichte dieser Partei zeigt allerdings, dass auch in der NPD immer wieder Versuche unternommen worden sind, die Partei in „populistische“ Fahrwasser zu lenken. Von Vorstandsmitgliedern hörte man immer wieder, dass man bestimmte Themen lieber nicht anspricht oder gewisse Positionen nicht öffentlich vertritt, weil sich dies negativ auf zukünftige Wahlkämpfe auswirken könnte. 

Auch wenn die Zeit der bezahlten Pöstchenreiter in der HEIMAT mittlerweile vorbei ist, kommt es auch heute noch zu opportunistischen Verhaltensweisen mancher Parteifunktionäre, die sich zum Beispiel weigern, auf dem Bundesparteitag eine klare Position zu einem umstrittenen Thema einzunehmen, weil sie ihre Wiederwahl in den Parteivorstand nicht gefährden oder sich bei Parteikollegen nicht unbeliebt machen wollen.

Im Endeffekt kann sich also keine Partei – egal ob sie sich als Kader-, Bewegungs- oder Massenpartei versteht – vollkommen davon lossagen, einen gewissen Hang zum Populismus, zum politischen Kompromiss und zum innerparteilichen Opportunismus zu haben.

Idealistisch denken – authentisch leben

Was uns Nationalisten ausmacht und von Populisten jeglicher Couleur unterscheidet, ist zunächst unsere Authentizität, das geradlinige Vertreten unserer Weltanschauung.

Wir zielen nicht auf die Unterstützung der Masse, denn niemals haben Massen Revolutionen gemacht, sondern stets war es eine Minderheit von idealistisch gesinnten Revolutionären. Hinter diesen Revolutionären haben sich dann schließlich die Volksmassen geschart, ohne selbst einen Finger krumm gemacht zu haben. Uns geht es nicht darum, die Mehrheit der trägen, grauen, namenlosen Millionen für uns zu gewinnen, sondern eine „kritische Masse“ von idealistischen Kämpfern und politischen Soldaten, mit denen wir Revolution machen können.

Wir schielen nicht auf Wahlergebnisse und auf gesellschaftliche „Anschlussfähigkeit“, und wir reiben uns auch nicht im Kampf gegen Windmühlen auf, um irgendwelche dummdeutschen Schäfchen aus ihrem Schlafe zu wecken. Wir nehmen keine Rücksicht auf die egoistischen Bedürfnisse des bundesdeutschen Spießers – ganz im Gegenteil, wir freuen uns, wenn wir den Spießer provozieren können und er sein entsetztes Gesicht von uns abwendet! (Dennoch darf Provokation niemals stumpf sein – hier macht die Bewegung manchmal unnötige Fehler! –, sondern sie muss gut durchdacht, pfiffig und am besten noch mit einer guten Prise Humor gewürzt sein.)

Wir Nationalisten sind authentisch, wir sind „echt“, weil wir uns nicht aus (wahl)taktischen Gründen selbst verleugnen. Wir bekennen uns zu unserer Weltanschauung, zu unseren historischen Vorbildern und zu unserem unbedingten Willen, Deutschland wieder zu einem sicheren und glücklichen Land der Deutschen zu machen.

Wir heben uns bewusst von der anonymen Masse ab und wollen mit dem bundesdeutschen Spießbürger nichts zu tun haben, doch auf der anderen Seite dürfen wir nicht in eine Art Kader- oder Elite-Denken verfallen, mit dem wir den Anschluss an das Volk verlieren. Wir machen jedem ehrlichen, rechtschaffenen Deutschen ein Angebot, sich der nationalen Freiheitsbewegung anzuschließen. Doch wir tun es ohne Anbiederung, ohne Heuchelei nach dem Motto „Der Köder muss dem Fisch schmecken“ und vor allem ohne dass wir irgendwelche persönlichen Vorteile versprechen. Das genaue Gegenteil ist nämlich der Fall: Jeder Mitstreiter im Nationalen Widerstand muss sich von Anfang darüber bewusst sein, dass er persönliche Nachteile in Kauf nehmen wird. Eventuell verliert er aus politischen Gründen seine Arbeitsstelle, Freunde und Nachbarn werden sich von ihm abwenden, und natürlich wird er sich mit Repressionen durch das Regime und seine linksextremen Kettenhunde konfrontiert sehen – und das sind nur einige negative Begleiterscheinungen bei einem Leben im Widerstand!

Wir wollen keine Leute, die uns fragen, was wir für sie tun können – wir sind keine Sozialarbeiter, keine Caritas, und es ist auch nicht unsere Aufgabe, uns um irgendwelche suchtkranken oder anderweitig lebensunfähigen „Pflegefälle“ zu kümmern. Sondern wir wollen Mitstreiter, die sich hinstellen und sagen „Hier bin ich, was kann ich tun?“ Als Gegenleistung für ihren Einsatz werden sie mit einer erlebnisreichen Zeit in der Lebens- und Kampfgemeinschaft der nationalen Bewegung belohnt – und das ist für die richtigen Leute tausendmal wertvoller als das langweilige und sinnlose Leben des Durchschnittspießers.

Nationalistische Positionen

Abschließend wollen wir noch einige wichtige Unterschiede zwischen authentischen Nationalisten und wahltaktisch denkenden Populisten ansprechen. In erster Linie ist hier natürlich unser naturgesetzlich richtiger, sprich biologischer Volksbegriff zu nennen, im Unterschied zu den Wischi-Waschi-Aussagen rechtspopulistischer Politiker. Letztere drücken sich vor klaren Aussagen (obwohl sie es natürlich besser wissen oder wissen müssten!), weil im volksfeindlichen Regime bereits der bloße Hinweis auf die Existenz des deutschen Volkes als „verfassungsfeindlich“ gilt. Uns Nationalisten ist es hingegen völlig egal, zu welchen Bewertungen die Kartellparteien und die von ihnen gesteuerten Geheimdienste kommen. Wir kuschen niemals vor einem volksfeindlichen Regime, das uns das Lebensrecht als Deutsche in Deutschland absprechen will!

Als Nationalisten denken wir zugleich sozialistisch – denn das eine bedingt das andere –, während im populistischen Bereich kapitalistische Wirtschaftsauffassungen vorherrschend sind, zum Teil werden sogar libertäre Ansichten vertreten. Während die populistischen Wirtschaftskonzepte tendenziell Einzelinteressen in den Vordergrund stellen, geht der Sozialismus nationalistischer Prägung von den Interessen der Volksgemeinschaft aus, in der jeder Deutsche gemäß seinen Fähigkeiten und Leistungen seinen gerechten Platz erhält.

Praktisch alle rechtspopulistischen Parteien in Europa biedern sich bei den israelischen Machthabern an und vertreten zionistische Interessen – ganz so als wäre es ein ungeschriebenes Gesetz, dass eine „Rechtspartei“ nur dann am Katzentisch der Macht Platz nehmen darf, wenn sie zuvor den Buckel vor dem Zionismus gemacht hat. Als Nationalisten sagen wir: Die Interessen Israels sind keine deutschen Interessen – ganz im Gegenteil! Unsere Solidarität gilt dem unterdrückten Volk der Palästinenser, das durch den Staat Israel und mit westlicher Waffenhilfe heute der Gefahr eines Völkermordes ausgesetzt ist.

Schließlich besteht zwischen uns und dem Populismus der gewaltige Unterschied, dass wir Nationalisten nicht in den Schranken des herrschenden Systems denken. Ein neues Denken führt zu einem neuen Deutschland mit einer neuen Verfassung, neuen Gesetzen – ja sogar zu einem „neuen Menschen“, den das neue Deutschland formen und veredeln wird!

Müssen wir uns darüber Gedanken machen, wie man die Europäische Union reformieren kann? Unsinn, denn wir sagen: Raus aus der EU! Blockieren internationale Konventionen und Verträge die Durchsetzung neuer nationaler Gesetze? Dann steigen wir aus den Konventionen aus und kündigen die Verträge!

Wer zum Globalismus gehört – oder auch nur mit Globalisten liebäugelt – ist nicht unser Freund! Aus AfD-Sicht ist es hingegen (im wahrsten Sinne des Wortes) Gold wert, dass sich mit Elon Musk einer der reichsten und prominentesten Persönlichkeiten der ganzen Welt auf die Seite der AfD gestellt hat und sich sogar zum Bundesparteitag per Videobotschaft zuschalten ließ. Durch den „Musk-Faktor“ kann sich die Partei wieder anschlussfähiger, staatsmännischer und einflussreicher präsentieren. Als Nationalisten haben wir mit Elon Musk, der keine Völker und Nationen kennt, weltanschaulich nichts gemeinsam, genau wie Musk selbst niemals nationalistische Organisationen unterstützen würde, weil sie absolut seinen globalistischen Interessen zuwiderlaufen.

Und was den aktuellen US-Präsidenten betrifft: Ja, auch wir als Nationalisten können uns an dem hohen Unterhaltungswert eines Donald Trump erfreuen und dass er mit seiner anti-woken Kulturpolitik linke Tränen verursacht. Doch auf der anderen Seite muss uns auch klar sein, dass Trump niemals ein Verbündeter eines souveränen deutschen Volksstaates sein könnte, sondern wahrscheinlich sogar einer unserer mächtigsten und gefährlichsten Gegner wäre. Wir sollten uns also nicht von tagespolitischen Ereignissen, markigen Sprüchen und der ein oder anderen sinnvollen Maßnahme blenden lassen – deutscher Nationalismus und „America First“ sind nicht miteinander vereinbar!

Wir Nationalisten sind immer bereit, mit anderen „rechten“ und „patriotischen“ Kräften in Deutschland Gemeinsamkeiten zu suchen anstatt auf Unterschieden herumzureiten. Es ist ja tatsächlich so, dass wir uns unsere „Verbündeten“ (auch wenn sie sich selbst nicht als solche ansehen würden) heute nicht aussuchen können. Jeder, der für Remigration ist und unser Volk erhalten will, ist tendenziell erstmal unser Freund und verdient Unterstützung. Auf der anderen Seite müssen wir aber auch klarstellen, wo wir eigentlich stehen, was unser weltanschauliches Fundament ausmacht, welche Positionen wir einnehmen – und dass der scheinalternative Populismus in letzter Konsequenz andere Ziele verfolgt als unser revolutionärer Nationalismus.

Erstveröffentlichung in N.S. Heute #47

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