Seitenhieb – Die Kolumne von Gottfried Küssel: Asyl oder Migration – Wovon reden wir eigentlich?

Die geführte Diskussion um die „Integrationsunbereitschaft“ von Fremden unter dem Scheintitel des Asyls verdreht (wieder einmal) Wahrheit und Begriffe.

Um grundsätzlich zu verstehen und zu begreifen, worum es bei Asyl eigentlich geht, müssen unzählige begriffliche Abzweigungen einmal ausgeschaltet und zum ursprünglichen Begriff zurückgekehrt werden. Nur so kann der Missbrauch, der mit diesem, eigentlich wertvollen menschlichen Gut des Schutzes und der Hilfe getrieben wird, erkannt und sohin auch hintangehalten werden.

Asyl: Zufluchtsort (für Verfolgte und auch Obdachlose),

aus griech. asylon „Freistatt, Ort der Sicherheit“, zu griech. asylos „unverletzt, unberaubt, unverletzlich, sicher“, aus griech. a– „nicht“ und griech. sylan „berauben“, zu griech. Sylon „Raub, Tempelraub“,

auch lt. Köbler, Altgriechisches Herkunftswörterbuch

¥sulon (ásylon), gr., N.: nhd. Freistätte, Asyl; E.: s. ¥suloj (ásylos); W.: lat. as‘lum, N., Freistätte, Asyl; nhd. Asyl, N., Asyl, Zufluchtsstätte; weitere Herkunft unklar, s. Frisk 1, 819; L.: Kluge s. u. Asyl.

Und damit uns klar wird was Flucht bedeutet, greifen wir auf eine aktuelle Definition der bundesdeutschen Bundeszentrale für politische Bildung 2017 zurück.

Flucht ist das Ausweichen vor einer lebensbedrohenden Zwangslage aufgrund von Gewalt.

Diese Definition beinhaltet also drei Grundparameter, die gegeben sein und auch zusammentreffen müssen. So muss die entsprechende Situation

  • lebensbedrohend sein,
  • sie muss eine Zwangslage sein und
  • sie muss aufgrund von Gewalt eintreten.

Alles andere sind Ausreden und haben mit „Asyl“ grundsätzlich nichts zu tun!

Woran wir aber in unseren Ländern leiden ist nicht übertriebene Hilfe und Unterstützung an Asylanten, sondern der supranational gesteuerte Migrationsdruck.

Migration aber ist (wieder nach aktueller Definition der bundesdeutschen Bundeszentrale für politische Bildung 2017) die

längerfristige Verlegung des Lebensmittelpunkts über eine größere Entfernung und administrative Grenze hinweg (…), und nach Definition der Vereinten Nationen, die Migration als Wohnsitznahme in einem anderen Land (in diesem Fall hauptsächlich im europäischen Raum und hier vor allem in den D-A-CH Ländern).

Gut, damit hätten wir‘s also!

Es muss für uns klar sein. Nach hiesiger Definition:

Asyl ja!

Migration nein!

„Was tun, sprach Zeus?“ – Setzen wir dem Lösungsan- auch hier einen, aus dem Griechischen stammenden, Satz voraus.

Rechte, die wir Schutzsuchenden gewähren, haben wir nicht Land- und Wohnsitznehmern (siehe obige Definition) zu gewähren!

Wenn eine Person oder eine Institution nun vermeint, auf ausländische Menschen angewiesen zu sein, dann hat sie sich auch vollumfassend um deren Versorgung zu kümmern!

„Die Wirtschaft“ (ein abstrakter Begriff) kann gar nichts und hat auch keine Forderungen zu stellen! Einzelne Firmen und Unternehmen, die Fachkräfte aus fremden Ländern benötigen (was es aufgrund weltumspannender technischer und wissenschaftlicher Entwicklung durchaus gibt), übernehmen die Verpflichtung, sich um ihre Gäste (und nichts anderes sind ausländische Fachkräfte) und deren Bedürfnisse zu kümmern! Ob diese der jeweiligen Landessprache mächtig sind oder nicht, kann dem jeweiligen Land völlig gleichgültig sein! Es ist das Problem des „Gastgebers“, der sich vorab zu entscheiden hat, wieweit sein Bedarf reicht.

Sollen sich Gäste den hiesigen Gebräuchen anpassen, die hiesige Sprache lernen, landesüblich kleiden, zwei, drei oder 15 Frauen oder Männer gleichzeitig haben? Das darf uns letztendlich völlig gleichgültig sein. Gleichgültig zumindest so lange, so lange hier nicht an uns hier Beheimateten (Autochthonen) Forderungen gestellt werden.

Und wenn ein Gast sich nicht an die gültigen Rechtsnormen hält, tja, dann verliert er eben sein Gastrecht und kann „in der Sekunde“ in sein Ursprungsland rückgeführt werden (natürlich auf Kosten des Gastgebers – ein bisserl unternehmerisches Risiko bleibt immer).

Alles, was darüber hinausgeht, ist und bleibt ideologisches „Blabla“ und sollte uns nicht berühren. Auch Zeit und Energie darin zu verwenden, den identitätsvernichtenden „Politdarstellern“ zu sagen und zu erzählen, wie sie ihre Handlungen „ändern“ sollen, ist nur besserwisserische Selbstbefriedigung und löst grundsätzliche Probleme nicht.

Erstveröffentlichung in Nationaler Sozialismus Heute #49

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