
Politik ist die Teilnahme an den öffentlichen Dingen.
Dieser Satz muss am Anfang stehen, um zu wissen, wovon wir eigentlich „immer“ reden.
In den kleinen, überschaubaren Gemeinschaften, in denen die Art Mensch durch Jahrmillionen gelebt hat, benötigten unsere Vorfahren kein normiertes Regelwerk, um in jedem Moment feststellen zu können, ob das Verhalten der Gemeinschaftsmitglieder das Überleben der Gemeinschaft störte oder nicht. Der momentane Nutzen oder Schaden war situationsabhängig, und jeder Einzelne legte sein Tun spontan auf die Waage. In den meisten Fällen wird hier auch keine unmittelbare Zweckmäßigkeit Grundlage von Entscheidungen gewesen sein, denn das Überleben der Gemeinschaft garantierte gleichzeitig auch das persönliche und das Überleben des Nachwuchses sowohl in physischer als auch psychischer Richtung.
Im klassischen Griechenland (hat mit dem heutigen nicht mehr viel zu tun, außer vielleicht im geographischen Bereich) war dies die „deme“ (die dörfliche Gemeinschaft, aus der sich der Begriff „Demokratie“ herleitet – nicht von „demos“, „das Volk“ oder „der Eiweiß-(Ab-)schaum“, je nach Betonung).
Die Struktur dieser „deme“ war elitär, aber immer von der Gemeinschaft kontrolliert. Es war also die Elite auch begrifflich eine solche, da die „Wähler“ die Gruppe, aus der „ausgewählt“ wurde, vollständig kannten. (Elite ist eine Auslese darstellende Gruppe von Menschen mit besonderer Befähigung, besonderen Qualitäten, von lateinisch eligere = auslesen, zu „ex legere“.)
Die Entwicklung aber führte zu größeren Strukturen. Zu Städten und zu Landstrichen, in denen nicht mehr jeder jeden kannte, sondern wo sich Interessensgruppen fanden, die eben in den Strukturen ihre – eigennützigen – Interessen umsetzen wollten. Eine langsame Entwicklung war das, in der das „alte System“ angepasst und verändert wurde und sich von seiner, durchaus guten, Funktionalität entfernte. Endgültig fand es seine inhaltliche Auflösung kurz vor seiner Überführung in das makedonische Königtum.
Nicht auf löste sich aber der Begriff, sondern er pervertierte sich in sein Gegenteil, wie es schon Aristoteles, der gleichsam als „Erfinder“ der Demokratie im Allgemeinwissen gehandelt wird, in Wirklichkeit aber bereits zu seiner Zeit ihr größte Kritiker war, erklärte.
Wann und warum nun pervertierte die politische Auseinandersetzung zur politischen Verfolgung und sanktionierter Unterdrückung anderer – durch und in der Öffentlichkeit zu führender – Überzeugungshaltungen?
Von einer Haltung überzeugt zu sein ist die Grundlage der Diskursfähigkeit. Einen Diskurs über Entscheidungen, die in die Zukunft gerichtet sind, zu führen, behindert aber eine sofortige Entscheidung. Ein „Momentum“, das vor allem jene massivst stört und ärgert, von denen erwartet wird, dass sie Entscheidungen treffen!
Hier beginnt bei Vorgenannten der Gedanke Raum zu greifen: „Wie schalte ich den Störfaktor ‚andere Meinung im Diskurs‘ aus?“ Und im nahezu gleichen Moment kommt da schon die Antwort: „Indem ich dem Diskursgegner die Möglichkeit, seine Haltung (Meinung) öffentlich (= politisch) zu äußern, entziehe.“
Die Verfolgung und Sanktionierung anderer „Meinungen“ ist geboren!
Und dieses „Kind“ wächst und gedeiht dort mit atemberaubender Geschwindigkeit, wo Respekt (= Rücksicht) auf den anderen innerhalb von Gesellschaften (man sehe die Veränderung von der Gemeinschaft zur Gesellschaft) mit der gleichen Geschwindigkeit sinkt, begründet darauf, dass nur noch ein Bruchteil eben dieser Gesellschaften sich untereinander persönlich kennt und daher auch nur mehr in geringem Maße aufeinander Rücksicht nimmt.
Der einzelne Mensch nimmt so eine Situation als extremen Harmonieverlust wahr, bedarf dieser Harmonie aber, um sein „Stresslevel“ nicht gesundheitsgefährdend werden zu lassen. Er zieht sich also aus dem öffentlichen (= politischen) Raum zurück und wird zum inaktiven Mitläufer (im antiken Griechenland „idiotes“, die, die nicht an den öffentlichen Dingen teilhaben, genannt).
Die „Spielwiese“ der Politik bleibt also für jene, die ein höheres Aggressionspotenzial und weniger Harmoniebedürfnis haben, und gleichzeitig von sich und ihrer Haltung überzeugter sind, aber auch fähiger, diese nach außen (in den politischen Raum) zu tragen.
Der Wunsch, andere Haltungen zu unterbinden, ist also eine eigentlich nicht verhinderbare Konsequenz politischen Handelns in größeren, bis zur Anonymität reichenden Gruppen!
Unangenehm, wenn man das Opfer ist, weil man der Täter nicht sein kann …
So ist also die „politische Verfolgung“ nahezu ein naturgesetzlicher Aspekt dort, wo Gruppen und Gesellschaften größer und strukturierter sind, und wird in solchen diese „politische Verfolgung“ nicht absolut verhinderbar sein. Es geht nun darum, die missbräuchliche Verwendung, also wo der Selbstzweck steht, zum Beispiel die schiere „Erhaltung der Macht“, zu verhindern, was wiederum eine Aufgabe ist, die politisch gelöst werden muss, weil es normativ absolut richtig, nicht möglich ist!
Erstveröffentlichung in Nationaler Sozialismus Heute #52
Bravo Gottfried !
Und so ist es nur zu fragen:
Ist das Handeln einer absoluten Machtelite ausgerichtet auf:
ERHALT eines Volkes und Wohlstand für das Leben des Selben
Oder
Gegen die Lebens – und Daseiensinteressen eines Volkes gerichtet !
ALLES andere Geschwafel von Demokratie Individualismus usw….. ist nicht die relevante Frage.
Mit unserem Gruss
(Besonders an meinen lieben Kameraden Küssel)
-Steiner-