
Sozialismus ist nicht unbedingt etwas tief Politisches. Der Begriff „Sozialismus“ stammt vom lateinischen Wort „socialis“ ab, das „gemeinschaftlich“, „kameradschaftlich“ oder „auf das Gemeinwohl bezogen“ bedeutet. Das Wort „socialis“ wiederum leitet sich vom lateinischen Wort „socius“ ab, was so viel wie „Gefährte“, „Teilhaber“ oder „Kamerad“ bedeutet. Gerade wir als nationale Sozialisten müssen uns diesen Fakt wieder vor Augen führen. Sozialismus fängt bei jedem selbst an und nicht erst in wirtschaftlichen Gebilden. Sozialismus ist eine Lebenseinstellung gegenüber dem Nächsten; also der Familie, dem Nachbarn, Freunden, Kameraden, den Arbeitskollegen, dem eigenen Volk als großes Ganzes.
Wie lässt sich echter Sozialismus der Tat leben? Wo fängt das an und wo hört das auf? Gibt es Grenzen? Nicht jeder hat eine gleichwertig ausgeprägte soziale Ader, und es gibt auch Menschen, die mit anderen Menschen nicht so können und dafür andere Stärken haben. Ein Theoretiker kann zum Beispiel gut organisieren oder politische Debatten anstoßen, ohne gleich der größte Menschenfreund zu sein. So leistet aber auch er am Ende des Tages für das Gemeinwohl einen Beitrag, nur eben auf eine andere Art und Weise.
Hilfe zur Selbsthilfe
Angenommen, ein Freund oder Kamerad hat gerade nicht viel Geld, weil er arbeitslos ist, aber am Wochenende findet in eurem Einzugsgebiet eine Schulung mit anschließendem Balladenabend statt. Natürlich werfen alle zusammen und ziehen den Kameraden mit durch. Das ist eine soziale Handlung im kleinen Rahmen, die bei uns selbstverständlich sein sollte. Was aber, wenn seine notorische Geldknappheit zum Dauerzustand wird? Dann wird es problematisch. Hier würde ich versuchen, demjenigen Arbeit innerhalb der Bewegung zu verschaffen, sofern das möglich ist. Oder zur Not auch helfen Bewerbungen zu schreiben, um auf dem freien Markt eine Arbeit zu finden. Da wären wir beim Thema „Hilfe zur Selbsthilfe“.
Ist diese Person aber gänzlich unwillig zu arbeiten, schnorrt sich überall dauerhaft durch und leiht sich im schlimmsten Falle noch Geld und zahlt es nicht zurück, dann muss man schauen, ob diese Person nicht besser aus unseren Reihen entfernt wird. Denn auch Sozialismus im Kleinen sollte nicht sinnfrei sein oder gar zu einer Einbahnstraße werden. Helfen ja, aber klare Grenzen setzen. Nietzsche hat in „Also sprach Zarathustra“ gesagt: „Was fällt, das soll man auch noch stoßen!“. Sozialismus sollte also niemals ins Utopisch-Gemeinschaftliche abrutschen. Auf Biegen und Brechen lässt sich nicht jedermann einbinden, und auch ein klein wenig „Egoismus“ kann für Schwächere anspornend wirken.
Soziale Projekte
Kommen wir zum Thema des praktizierenden Sozialismus der Tat. Was können wir für die Gemeinschaft tun, abgesehen von Demos besuchen, Parteiarbeit etc.? Schauen wir doch einfach auf den Rand der Gesellschaft: Jedes Jahr erfrieren Landsleute von uns auf der Straße. Landläufig schimpfen wir diese abgestiegenen Deutschen als „Penner“. Ist das ein Widerspruch, vorhin noch von der Hilfe zur Selbsthilfe zu reden und vom endgültigen Wegstoßen, wenn ich andererseits Obdachlosen Tee koche und obendrein noch Schlafsäcke sammle und verteile? Nein, ist es nicht. Denn der Anspruch, den ich an Kameraden, Freunde oder Familie stelle, der ist einfach höher als der, den ich an den normalen Bürger dieser verkommenen Gesellschaft stelle. Da meine Erwartungshaltung hier niedriger ist, kann ich mich auch dazu durchringen, Obdachlosen zu helfen, zumindest wenn es Einheimische sind.
Was ebenfalls immer sehr schön und sinnvoll ist: älteren Menschen zu helfen, etwa einkaufen gehen für die alte Dame nebenan. Den Rasen mähen für den 80 Jahre alten Herrn Müller, den die eigenen Kinder vernachlässigen usw. Dabei bricht sich niemand einen Zacken aus der Krone. Es ist in jedem Fall aus meiner Weltsicht heraus eine sozialistischere Tat, wenn ich meinen direkten Nachbarn helfe, anstatt an Weihnachten für Afrika zu spenden, um das eigene Gewissen zu beruhigen.
Deutsche helfen Deutschen
Eröffnet zum Beispiel ein soziales Warenhaus, für das ihr vorher im Kameradenkreis Kleiderspenden sammelt. Dann macht in der Stadt publik, dass ihr ein- bis zweimal die Woche die Pforten öffnet, um an Menschen gegen eine kleine Spende Bekleidung und Sachen des täglichen Bedarfs zu verkaufen. So habt ihr etwaige Benzinkosten für das Abholen gedeckelt. Wenn ihr wohlgesonnene Supermärkte bei euch habt, könnt ihr auch Lebensmittelretter werden und die Speisen und Getränke im Kameradenkreis verschenken. So haben alle was davon, ihr kommt finanziell besser weg, seid nicht auf die BRD angewiesen und habt mehr Geld für die Familie und das Leben, sowie letztlich auch für die Politik.
Von Linken Strukturen lernen
Auch Linke haben erkannt, dass soziale Arbeit politisch wertvoll ist und fahren deshalb zahlreiche gute Projekte, das allermeiste natürlich staatlich finanziert. Wenn ihr unverbrannte junge Leute habt, die sich unauffällig kleiden, so können diese auch gemeinnützige Vereine gründen und Anträge auf Subventionierung an den Europäischen Sozialfond stellen. Von Linken lernen heißt eben manchmal auch, es besser zu machen! Was die Linken „solidarisch“ für Migranten leisten, können wir wirklich solidarisch, sozialistisch für unsere Leute leisten. Wir müssen nur einmal linke Projekte googeln und schauen, was bei denen alles läuft: Von innerstädtischen Gartenprojekten bis hin zu Tausch- und Reparaturläden ist einiges dabei, was wir adaptieren könnten und wobei sich mit ein wenig Geschick prima öffentliche Gelder anzapfen ließen. Mit der Tür ins Haus fallen ist idiotisch, und außerdem: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!
Der Sozialismus der Tat gehört zu unserer Weltanschauung
Sozialismus der Tat ist keine schwierig zu verinnerlichende Philosophie, sondern eine persönliche Haltung, die zu unserer Weltanschauung gehört, wie das Patriarchat eben zum Islam gehört. Der Sozialismus, den ich meine, muss als eine gelebte, alltägliche Praxis von uns verstanden werden – nicht als abstraktes Ideal einer daherfabulierenden kommunistischen Gedankenmissgeburt.
Der Sozialismus der Tat fordert keine internationale Revolution der Arbeiter, sondern kleine Konsequenzen im eigenen privaten Leben, im eigenen Verhalten und vor allem im Umgang mit den Nächsten. Es geht vor allem darum, wegzukommen vom internationalen Sozialismus, denn der ist eine marxistisch-utopische Idee. Unser Sozialismus im Kleinen ist absolut davon loszulösen. Es handelt sich nicht um theoretische, sondern um die praktische Umsetzung solidarischer Handlungen im Alltag, im Miteinander der Gemeinschaft. Diejenigen, die den „Sozialismus der Tat“ ernstnehmen, handeln aus einem inneren Verantwortungsbewusstsein für das Volk und ihr persönliches Umfeld heraus. Das entspricht ihrem inneren moralischen Kompass, dessen Nadel an der Weltanschauung ausgerichtet sein sollte!
Erstveröffentlichung in Nationaler Sozialismus Heute #49