Besprechungen #01: A.K. Busch – Blutzeugen. Beiträge zur Praxis des politischen Kampfes in der Weimarer Republik

Wie es der Buchtitel bereits verrät, befasst sich der Autor dieses Buches mit den gefallenen nationalsozialistischen Blutzeugen während der bürgerkriegsähnlichen Zustände der Weimarer Republik der Jahre 1923-1933.

Mit sage und schreibe 689 Seiten zusammengetragenes Bild- und Quellenmaterial kann man wahrlich von einem Lebenswerk des Autors André Busch sprechen. Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle angemerkt, dass im Gegensatz zur vorherigen Auflage ganze 79 Seiten hinzugefügt wurden. Es werden also die Tathergänge und Umstände der Ermordungen von Hitlerjungen, SA- und SS-Männern geschildert. Dabei helfen Presse- und Zeitungsartikel sowie Bilder und Fotoaufnahmen. Je nach Quellenlage gibt es also kürzere sowie längere Texte zu lesen.

Der Aufbau ist jedoch stets der gleiche, links oben auf der Seite steht der Name geschrieben, darunter befinden sich die Lebensdaten sowie Gau- und SA-Gruppenbezeichnung, rechts oben im Eck, ist ein Bild des Gefallenen zu finden, sofern vorhanden. Unter Daten und Bild folgt schließlich die Beschreibung. Der Gesamtaufbau des Buches beinhaltet aber noch weitaus mehr als bloß die Texte der einzelnen Blutzeugen, unter anderem sind Vor- und Nachwort sowie Gedanken und eine Botschaft des letzten bis 2010 noch lebenden Teilnehmers des Marsches auf die Feldherrnhalle am 9. November 1923 in München enthalten.

Als ich mir die vorherige Auflage kaufte, stellte sich mir schnell die Frage, wie liest man dieses Buch nun am besten. Da die Blutzeugen nach Jahren gelistet beziehungsweise fortlaufend geordnet sind, springt man halt mit den Tagesdaten hin und her. Also habe ich mir die Mühe gemacht und alle Blutzeugen samt Namen, Todesdatum und Seitenzahl in eine Excel-Tabelle eingetragen. So war es möglich, die Liste nach dem Todesdatum zu ordnen. Das hatte, wie mir schien, den Vorteil, dass ich nun jeden Tag im Jahr ein, zwei oder, wenn tragischerweise mehrere ermordet wurden, einige Seiten aus dem Buch lesen konnte. Die Seiten der Liste klebten an der Zimmertür und ich schaute morgens nach dem jeweiligen Datum, so habe ich also die dritte Auflage über ein gesamtes Jahr gelesen, wobei die Anrichte im Wohnzimmer mit dem Buch schon fast wie ein Altar wirkte.

Die Schicksale der Gefallenen zu lesen, ist nicht selten erschreckend. Erschreckend aufgrund der hohen Brutalität, mit der so manch einer ermordet wurde. Die bürgerkriegsähnlichen Zustände ließen die Gewalt damals natürlich eskalieren. Wiederum schön anzusehen ist es, mal im Vergleich zur heutigen Zeit, dass den Toten noch mit Ehrenmärschen und dergleichen mehr gedacht wurde.

Ich bin fast geneigt zu sagen, es ist ein absolutes Muss für jeden Nationalisten, dieses Buch daheim zu haben. Wer sich für die Blutzeugen der Bewegung interessiert, der wird an diesem Buch ohnehin nur schwerlich bis gar nicht vorbeikommen.

Erstveröffentlichung in N.S. Heute #28

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