Kurioses aus dem Dritten Reich – Was Ihr definitiv noch nicht über den NS-Staat wusstet (Teil 1)

Wusstet Ihr zum Beispiel, dass…

…Coca-Cola im Dritten Reich ein echter Verkaufsschlager war?

Bereits im Jahr 1929 war in Essen die deutsche Coca-Cola Gesellschaft als Tochterunternehmen der us-amerikanischen Coca-Cola Company gegründet worden. Doch erst unter dem Hakenkreuz wurde das Getränk ein richtiger Knüller: Bei zahlreichen Massenveranstaltungen, egal ob es politische Anlässe wie Aufmärsche der NSDAP waren oder Freizeit-Events wie Radrennen oder Fußballspiele, versorgte die Coca-Cola Gesellschaft die durstigen Kehlen mit ihrer Brause. Bei der Hitler-Jugend wurden Gratisproben verteilt, um auch der jüngeren Generation das klebrige Gesöff schmackhaft zu machen. Das Unternehmen schaltete Werbeanzeigen in führenden NS-Blättern wie Völkischer Beobachter, Das Schwarze Korps und sogar in Julius Streichers Stürmer. Im Jahr des Kriegsausbruchs 1939 füllten in Deutschland über 40 Werke Coca-Cola in Flaschen ab und setzten insgesamt nicht weniger als 4,5 Millionen Kästen um. Das Foto aus dem Jahr 1939 zeigt, wie ein Cola-Lieferwagen Soldaten der Deutschen Wehrmacht in den Krieg begleitet. Aufgrund der kriegsbedingt nicht mehr zu beschaffenden Ingredienzen wurde die Cola-Produktion im Deutschen Reich 1942 eingestellt.

…ausländische Wörter nicht eingedeutscht werden sollten?

Am 25. Oktober 1940 schrieb Reichsleiter Martin Bormann an den Chef der Reichskanzlei, Hans Heinrich Lammers: „Dem Führer ist in letzter Zeit mehrfach aufgefallen, dass – auch von amtlichen Stellen – seit langem in die deutsche Sprache übernommene Fremdwörter durch meist im Wege der Übersetzung des Ursprungswortes gefundene und daher in der Regel unschöne Ausdrücke ersetzt werden. Beispielsweise erwähnte der Führer, dass amtlich jetzt anstelle von Souffleuse die Bezeichnung ‚Einsagerin‘ gebraucht werde. In den meisten Fällen können die als Ersatz für das eingebürgerte Fremdwort gewählten Ausdrücke dessen Sinn nur unvollkommen wiedergeben; auf alle Fälle sind die neuen Bezeichnungen nicht eingebürgert und daher den meisten Volksgenossen unverständlich. Der Führer hat deswegen angeordnet, die zuständigen Stellen sollten davon unterrichtet werden, er verbiete ein für alle Mal die Bestrebungen, längst ins Deutsche eingebürgerte Fremdwörter jetzt zu verdeutschen.“

…sich im Jahr 1936 insgesamt 50 Schwarzafrikaner im deutschen Reichsgebiet aufhielten?

Aus einem Rundschreiben vom „Stellvertreter des Führers“, Rudolf Heß, an alle Gauleiter vom 30. März 1936: „In Deutschland leben etwa 50 Neger mit ihren Familien, die aus den ehemaligen deutschen Kolonien stammen. Sie haben größtenteils im Kriege auf deutscher Seite gekämpft. Diese Eingeborenen sind fast sämtlich ohne feste Arbeit und wenn sie Arbeit gefunden haben, so wird der Arbeitgeber angefeindet und zur Entlassung der Neger gezwungen. Ich weise darauf hin, dass diesen Negern eine Lebensmöglichkeit in Deutschland gegeben werden muss. Es muss bei der Entscheidung auch in Betracht gezogen werden, dass die Neger teilweise noch mit ihrer Heimat in Verbindung stehen und über die Verhältnisse in Deutschland und ihre Behandlung dorthin berichten werden. Ich bin daher mit dem Reichsaußenminister dahin übereingekommen, dass festgestellt wird, welche Neger wegen ihres Einsatzes für Deutschland unter besonderen Schutz zu stellen sind. Diesen wird dann vom Auswärtigen Amt eine Bescheinigung etwa in dem Sinne ausgestellt, dass gegen ihre Beschäftigung keine Bedenken bestehen. (…) Ich bitte also, nur die örtlichen Parteistellen, in deren Gebiet derartige Neger leben, in geeigneter Form davon in Kenntnis zu setzen, dass gegen eine Beschäftigung der deutschen Kolonialneger keine Bedenken bestehen und dass jede Einzelaktion gegen sie zu unterlassen ist.“

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